Alanis schnellste Motorradrennfahrerin beim Yamaha R3 Cup

18-Jährige aus Sinsheim erzielt trotz schwieriger Wetterbedingungen top Ergebnisse

Dekoback ist Sponsor des Nachwuchstalents

(zg) „Ich will zeigen, dass auch Frauen im Motorsport etwas erreichen können.“ Strahlend berichtet Alanis Eisnecker vom Yamaha R3 Cup. Gerade ist sie aus Dijon zurückgekommen, wo sie beim fünften Rennen Anfang August Bestzeiten gefahren ist.

Dabei waren die Bedingungen alles andere als gut. Zwei Turns kurz vor dem zweiten Rennen ist sie gestürzt. Zum Glück kam sie mit oberflächlichen Verletzungen davon. 70 Meter weit ist sie gerutscht. Sie hat überall blaue Flecken und die Lederkombi ist völlig zerlöchert. „Ich bin noch nie gestürzt. Das Training lief gut. Ich hatte die ersten fünf Fahrer in der Tabelle hinter mir gelassen, dann bin ich aus der Kurve gekommen. Da war eine Bodenwelle und schon ist es passiert. Wie eine Käsereibe hat es sich angefühlt.“ Eine Stunde nach dem Sturz stieg sie gleich wieder aufs Motorrad. „Das musst du machen, sonst kommt die Angst.“ Sie startete planmäßig und fuhr als zweitschnellste Frau durchs Ziel.

Am zweiten Renntag hat es in Strömen geregnet. Der Start musste verschoben werden, zunächst um fünf Minuten, dann auf unbestimmte Zeit. Für die Fahrer ist das eine Zerreißprobe. In Sekundenschnelle müssen die Reifen gewechselt werden. Je nachdem, wie die Wetterbedingungen beim Startzeichen sind, werden Regen- oder Trockenreifen auf die Felgen gezogen. Als es am
Sonntag endlich losging, stand das Wasser auf der Strecke mehrere Zentimeter hoch. Einige Fahrer sind gestürzt. Alanis bereitete die Situation keine Schwierigkeiten. „Ich denke beim Fahren an gar nichts. Ich habe komplett den Tunnelblick, blende alles andere aus. Ich schaue nur auf das, was vor mir ist. Wenn du auch nur kurz ans Fahren denkst, lenkt dich das ab.“ Auf der 3,8 km langen Strecke überholte sie insgesamt 14 Mitstreiter und kam nach knapp 24 Minuten durchs Ziel.

Aktuell ist Alanis die schnellste Frau beim Yamaha R3 Cup und belegt Platz 13 in der Gesamtwertung. Mitte September geht es nach Rijeka zum Finale. Gut möglich, dass Alanis sich dort einen Platz in der Top Ten erobert.

Bis dahin ist das Nachwuchstalent noch auf Sponsorensuche, um die neue Lederkombi zu finanzieren. Neben der Dekoback GmbH aus Helmstadt-Bargen unterstützen sie noch einige Handwerksbetriebe aus der Region. Wer will, kann ihr vor dem CUP-Finale in der Region beim Motorradrennen zusehen. Sie nimmt am RegioCup und am 300 Meilenrennen teil, die beide am 27. August bzw. 09. und 10. September auf dem Hockenheimring stattfinden.

Quelle: Dr. Lydia Hilberer

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Veröffentlicht am 22. August 2019, 09:29
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