Ausbildung: 13.600 Auszubildende starten ihre Zukunft im Handwerk

(zg) Am 1. September startet das neue Ausbildungsjahr im baden-württembergischen Handwerk. Rund 13.600 neue Ausbildungsverträge wurden bis zum 31.7. geschlossen, etwas weniger als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt. Der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) fordert eine bessere Vorbereitung junger Menschen auf den Einstieg in eine berufliche Ausbildung.

In den ersten sieben Monaten 2019 wurden 13.645 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum Juni 2018 war dies ein leichtes Minus von 1,6 Prozent – das erste seit Juli 2014. „Wir wünschen den neuen Auszubildenden viel Erfolg für ihren beruflichen Start und freuen uns, dass sie ihre Zukunft im Handwerk sehen. Die Ausbildung junger Menschen ist eine Herzensangelegenheit für uns. Damit wir aber noch mehr Jugendliche gewinnen können, ist für uns eine fundierte berufliche Orientierung mitentscheidend. Auch wird es ohne Mindeststandards in Lesen, Schreiben und Rechnen nicht gehen, um in der Berufsausbildung erfolgreich zu sein. Hier ist das Kultusministerium gefragt, für eine gute Unterrichtsqualität und weniger Unterrichtsausfall zu sorgen“, sagt BWHT-Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel.

Der Anteil der Ausbildungsanfänger mit höheren Schulabschlüssen hat weiter zugenommen. 44 Prozent der Beginner brachten einen mittleren Schulabschluss mit (Gesamtjahr 2018: 41 %), 15 Prozent ein (Fach-)abitur (2018: 14 %). Vogel: „Die Karriere- und Verdienstchancen im Handwerk sind sehr gut, schön, dass dies auch zunehmend Jugendliche mit Realschulabschluss oder Abitur entdecken. Über 20.000 Betriebe suchen schätzungsweise in den nächsten Jahren einen Nachfolger, wer möchte und Gas gibt, kann also im Handwerk auch sein eigener Chef werden.“ 

1.118 Neuverträge wurden mit Personen aus den acht Asyl-Zugangsstaaten plus Gambia geschlossen. Das ist ein Anteil von rund acht Prozent. Insgesamt waren Ende Juli 3.284 Personen dieser Gruppe in Ausbildung. Damit hat sich der Bestand seit Jahresbeginn leicht erhöht (+1,4 %). „Das Handwerk engagiert sich weiter stark in der Ausbildung und Integration von Geflüchteten, das zeigen die Zahlen. Deshalb ist es gut, dass das Wirtschaftsministerium – wie heute mitgeteilt – die Förderung der „Kümmerer“-Stellen bei den Handwerkskammern fortsetzt und mit Blick auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sogar ausbaut“, so Vogel abschließend.  

Quelle: Marion Buchheit

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Veröffentlicht am 18. August 2019, 07:25
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