Ausstellung „Demokratie wagen? Baden 1818 – 1919

 Sonderausstellung im Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises in Ladenburg startet am 03. Juli 2019

Verfassungsurkunde für das Großherzogtum Baden (Großherzogliches Badisches Staats- und Regierungsblatt 16. Jahrgang, Karlsruhe 1818, Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis)

(zg) Mit der Geschichte der Demokratie befasst sich eine Sonderausstellung des Generallandesarchivs Karlsruhe, die vom 3. Juli bis zum 2. August 2019 im Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises in Ladenburg zu sehen ist. Unter dem Titel „Demokratie wagen? Baden 1818-1919“ greift sie wichtige Ereignisse badischer Geschichte auf, die in den Jahren 2018 und 2019 ihr Jubiläum feiern: 1818 wurde im Großherzogtum Baden die für ihre Zeit wegweisende, frühkon-stitutionelle Verfassung erlassen. In der Revolution 1918 brach die Monarchie zusammen, und Baden wurde eine Republik, die 1919 eine der demokratischsten Verfassungen der Zeit erhielt.

Die Präsentation zeichnet anhand einer Vielzahl aussagekräftiger und bislang unbekannter Dokumente und Exponate den Weg Badens von der Monarchie zur Republik nach. Im Mittelpunkt stehen die erkenntnisleitenden Fragen nach dem Ausmaß der politischen Mitbestimmung der badischen Bevölkerung im langen 19. Jahrhundert, nach der Entwicklung von der großherzoglichen Alleinherrschaft zur Volkssouveränität und nach der Durchsetzung universeller Menschen- und Bürgerrechte. Dabei erweist sich Baden als das oft zitierte liberale „Musterländle“.

Die demokratiegeschichtliche Ausstellung wählt verschiedene Perspektiven: Sie schildert zentrale Ereignisse, bietet aber auch regionale und biografische Zugänge zum Thema – und sie übergeht auch nicht die vielfältigen Widerstände und zahlreichen Gegenspieler, bis hin zur Zerstörung der Demokratie und der Beseitigung der Menschenrechte in der NS-Willkürherrschaft. Das Thema der Geschlechterverhältnisse findet seinen Niederschlag in einer Abhandlung über das Frauenwahlrecht.

Die Präsentation leistet einen historisch fundierten Beitrag zur Auseinandersetzung der Bürgerinnen und Bürger mit unserem demokratischen Gemeinwesen.

Sie möchte zur Diskussion einladen und in Zeiten der sinkenden parlamentarischen Legitimierung, der Fake-News und des völkischen Populismus die Errungenschaft individueller Freiheitsrechte verdeutlichen. Dabei sollen besonders junge Menschen angesprochen werden: Durch den lehrplankompatiblen Zugriff und durch das mit Fachdidaktikern des Regierungspräsidiums Karlsruhe erarbeitete, archivpädagogische Material liefert die Präsentation ebenso gründliche wie anregende Bausteine für die Arbeit mit Schulklassen und studentischen Gruppen.

Offiziell eröffnet wird die Sonderausstellung am Mittwoch, 3. Juli 2019 um 19:00 Uhr im Kreisarchiv in Ladenburg, Trajanstraße 66. Nach der Begrüßung durch Landrat Stefan Dallinger und einer Einführung von Dr. Rainer Brüning vom Generallandesarchiv Karlsruhe wird eine Kuratorenführung mit Dr. Peter Exner angeboten.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 2. August jeweils montags bis freitags von 9-16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Führungen für Schulklassen und Gruppen sind nach Vereinbarung möglich unter Telefon: 06203 93067740, E-Mail: [email protected]

Quelle: Silke Hartmann

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Veröffentlicht am 19. Juni 2019, 07:10
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