AVR und MVV speisen erstmals Biogas ein

Biogaserzeugung aus der Biotonne – Wichtiger Beitrag zur Energiewende vor Ort

Gütegesicherter, zertifizierter Frischkompost und umweltfreundliches Biogas entstehen in der neuen Bioabfallvergärungsanlage auf der Sinsheimer AVR Deponie, die am 25. September 2019 offiziell in Betrieb genommen wird. Bildrechte: AVR UmweltService GmbH, Sinsheim.

(zg) Knapp eineinhalb Jahre nach Baubeginn wurde Anfang Juli zum ersten Mal aus der neuen AVR Bioabfallvergärungsanlage auf der Sinsheimer AVR Deponie umweltfreundliches Biogas ins Erdgasnetz eingespeist. Zunächst noch im Probebetrieb, aber voll im Zeitplan. Das teilte die AVR BioGas GmbH jetzt mit. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Vorreinigung und Aufbereitung sowie die anschließende Vermarktung des Biogases. An der AVR BioGas GmbH sind neben der AVR Energie GmbH auch das Mannheimer Energieunternehmen MVV sowie die Stadtwerke Sinsheim beteiligt.  Am 25. September wird die komplette Bioabfallvergärungsanlage, die von der AVR BioTerra GmbH & Co. KG betrieben wird, dann offiziell ihre Produktion aufnehmen.

Rund 60.000 Tonnen biogener Abfälle werden dann jährlich in der neuen Anlage vergoren, getrocknet und anschließend als gütegesicherter, zertifizierter Frischkompost vermarktet. Dieser Kompost zeichnet sich durch einen hohen Düngerwert aus, er trägt zur Humusbildung bei und ist äußerst pflanzenverträglich. Die regionale Landwirtschaft verfügt damit langfristig über einen wertvollen, organischen Dünger, der zudem als Torfersatz im privaten und kommerziellen Gartenbau Verwendung finden wird.

Das im Vergärungsprozess erzeugte Rohbiogas wird zu Biomethan aufbereitet, bevor die Einspeisung über die von der MVV Netze als Netzgesellschaft der MVV gebauten 4,3 km langen Gasleitung in das Erdgasnetz erfolgt. Pro Jahr sollen so rund 51 Millionen Kilowattstunden Bioerdgas erzeugt werden. Mit diesem mehrstufigen Verwertungskonzept erfüllt die neue Bioabfallvergärungsanlage alle Merkmale für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit und ist ein Musterbeispiel für einen ökologischen Ressourcenkreislauf, der regionalen Klimaschutz mit stabiler Rentabilität verbindet. Die Biogasaufbereitung und -einspeisung ermöglicht zugleich eine flexible und dezentrale Nutzung dieser erneuerbaren Energie – sowohl da, wo sie benötigt wird, als auch genau dann, wann sie gebraucht wird. Das Erdgasnetz stellt auf diese Weise mit seiner vorhandenen Struktur einen riesigen Speicher  zur Verfügung, der gerade im Sinne der Energiewende immer wichtiger wird. Zusätzlich kann zum Ausgleich von Produktions- und Einspeiseschwankungen vor Ort auch ein 5000 Kubikmeter fassender Biogasspeicher genutzt werden.

Quelle: Stephan Grittmann

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Veröffentlicht am 30. Juli 2019, 11:48
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