Baustellen-Diebstähle nehmen zu

Auf deutschen Baustellen kommt es häufig zu Diebstahl. Gestohlen wird alles vom Kupferkabel bis hin zu Baumaschinen wie Rüttelplatte und Bagger. Meist stecken organisierte Banden dahinter und verursachen bei den betroffenen Handwerksbetrieben hohe Schäden. Neue digitale Systeme können Abhilfe schaffen.

Hohe Schäden durch Baustellen-Diebstahl

Bereits im Mai kam es an der A6 in der Gemeinde Sinsheim-Steinsfurt zu einem Baustellen-Diebstahl. Die Täter brachen einen Container auf und entwendeten Arbeitsgeräte im Wert von etwa 5.000 Euro. Im gleichen Zeitraum wurden auf einer anderen Baustelle auf der Tank- und Rastanlage Kraichgau-Nord Rüttelplatten im Wert von rund 10.000 Euro gestohlen. Auch im Februar ereignete sich ein Baustellen-Diebstahl. In Angelbachtal wurde ein sogenannter Vibrationsstampfer gestohlen. Obwohl das Gerät 70 Kilogramm wog und in einem Kanal in zwei Metern Tiefe stand, wurde der Stampfer herausgehoben und mit einem Fahrzeug abtransportiert.

Für die Unternehmen, die auf den Baustellen arbeiten, sind solche Diebstähle ein großes Problem. Häufig werden die Baustellen durch solche Vorfälle für mehrere Tage oder sogar Wochen lahmgelegt, neben dem Sachschaden entstehen hohe Ausfallkosten. Spezial- und Großgeräte müssen erst neu bestellt oder gefertigt werden. Da viele dieser Maschinen nicht in Masse produziert werden, kann die Nachbestellung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PDF) gab es 2018 etwa 24.000 Diebstähle in Neu- und Rohbauten, Baubuden und auf Baustellen. Häufig stecken organisierte Banden dahinter, die die Baustellen im Vorfeld genau erkunden. Je größer diese sind, desto leichter haben es die Übeltäter: Wenn mehrere Firmen und Subunternehmen zusammenarbeiten, lässt sich nur schwer kontrollieren, wer rechtmäßig Zugang hat.

GPS-Tracking gegen Diebstähle

Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die sich auf den Schutz teurer Maschinen spezialisiert haben. Neben der Überwachung des Baustellengeländes durch Videokameras oder Wachpersonal können Anlagen und Geräte auch direkt mithilfe spezieller Tools überwacht werden. Dank moderner Software-Lösungen ist die aktuelle Position oder Nutzung von Geräten und Maschinen jederzeit einsehbar. Mittlerweile ist es sogar möglich, durch automatisierte Warnmeldungen sofort mit der Strafverfolgung zu beginnen. So kann sichergestellt werden, dass gestohlene Geräte zeitnah zu ihrem Besitzer zurückkommen. Ausfallzeiten, die Unternehmen schnell große Summen kosten, werden vermieden. Zusätzlich kann durch die neuen digitalen Systeme der Verschleiß einer Maschine erfasst werden. Muss ein Werkzeug gewartet werden, kann dies direkt in die Baustellen-Planung miteinbezogen werden.

Bildrechte: Flickr bauzaun. Tobias Mandt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Veröffentlicht am 15. August 2019, 19:13
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