Das Kindeswohl im Mittelpunkt

(zg) Der neu gewählte FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg hat Bürgermeister Andreas Metz im Rathaus zu einem gemeinsamen Gespräch besucht. Seit Oktober vertritt er den Wahlkreis Rhein-Neckar in Berlin. Als Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen der FDP-Bundestagsfraktion setzt sich der 32-jährige Unternehmensberater für bessere Aufstiegschancen und zeitgemäße Lernbedingungen ein. Begleitet wurde er bei dem Gespräch vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP Kreistagsfraktion des Rhein-Neckar-Kreises Dietrich Herold.

Neben dem persönlichen Kennenlernen standen aktuelle Herausforderungen vor Ort im Vordergrund des Gesprächs. Ilvesheim beherbergt mit der Schloss-Schule ein staatliches Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit einem Förderschwerpunkt Sehen. Die Stadtverwaltung pflegt einen engen Kontakt zu den Kindern der Schule, die für das Rathaus regelmäßig den Postdienst übernehmen. Nicht mehr weg zu denken sei die tolle Unterstützung der Schüler, betonte der Bürgermeister. Eine enge Verbindung besteht auch zur Friedrich-Ebert Grundschule. Die Schüler beider Schulen treffen sich regelmäßig in der Nachmittagsbetreuung, um miteinander zu spielen und zu lernen.

Als herausfordernd beschrieb Metz die Umsetzung der Inklusionsklasse an der Friedrich-Ebert-Schule. Viel zu spät habe man erfahren, dass eine Inklusionsklasse eingerichtet wird: „Das Konzept ist der Schule unausgereift übergestülpt worden. Die Lehrer hatte kaum Zeit sich darauf vorzubereiten“, bedauerte Metz. Für die notwendige Errichtung und Sanierung von speziellen Räumlichkeiten seien keine Zuschüsse vom Land gekommen und die Versorgung mit Sonderschulpädagogen mit den Jahren immer weiter eingeschränkt worden. Inklusion sei wichtig, müsse aber individuell und durchdacht umgesetzt werden, gab er zu bedenken. „Wir sollten viel pragmatischer sein. Das Kindeswohl muss im Mittelpunkt stehen. Das können im Einzelfall Förderschulen, aber auch Außenklassen oder Inklusionsklassen sein. Zu allen Konzepten gehört auf jeden Fall eine ausreichende Zahl an Sonderschulpädagogen und eine ausreichende finanzielle Unterstützung“, stimmte ihm Brandenburg zu. Beide Politiker waren sich einig, dass der barrierefreie Unterricht verbessert werden muss.

Den Bau der Neckarbrücke bewertet Metz als eine Chance für die Region. Er sei sich jedoch bewusst, dass es für das ansässige Gewerbe aufgrund des Durchgangsverkehrs einige Umstellungen geben wird, stellte er klar.

Zum Abschluss wünschte Bürgermeister Metz dem FDP-Politiker eine erfolgreiche Zeit in Berlin. Brandenburg bedankte sich herzlich für den Austausch und versprach, auch weiterhin das direkte Gespräch zu suchen und sich für Ilvesheim einzusetzen.

Quelle: Julia Klein

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Veröffentlicht am 7. September 2018, 11:17
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