Dietmar Hopp und das Projektteam bei „FortSchritt IntegrativLeben“ setzen gemeinsames Zeichen für mehr Inklusion!

1. Spatenstich für Deutschlands erste Inklusions-Wohngemeinschaft mit Petö-Förderansatz

Dietmar Hopp (rechts) und Dr. Alexander Eger, Bürgermeister von St. Leon-Rot (links), unterstützten heute das inklusive Projektteam – bestehend aus dem Vereinsvorstand und Rollifahrern – bei „FortSchritt IntegrativLeben e.V.“ beim 1. Spatenstich. Zur Freude des Förderpartners der ersten Stunde, der Dietmar Hopp Stiftung (in der Bildmitte, die Leiterin Heike Bauer links neben Architekt Martin Vorfelder und ihrer Stellvertreterin Meike Leupold), entsteht in zentraler Lage von St. Leon-Rot Deutschlands erste Inklusions-Wohngemeinschaft mit Petö-Förderansatz.

Mit dem ersten Spatenstich haben Dietmar Hopp und Mitglieder des Projektteams bei FortSchritt IntegrativLeben e.V. heute ein Zeichen für mehr Inklusion in der Metropolregion Rhein-Neckar gesetzt: Ab sofort startet – in zentraler Lage von St. Leon-Rot – der Bau von Deutschlands erster Inklusions-Wohngemeinschaft mit Petö-Förderansatz. Da es für junge Erwachsene mit Bewegungseinschränkungen nur sehr wenige Angebote auf dem freien Wohnungsmarkt gibt, ist der gemeinnützige Verein „FortSchritt IntegrativLeben“ aktiv geworden. Frei nach dem Motto „Wir leben Inklusion!“ entsteht am Cranachring 41 in St. Leon-Rot der Neubau für das Modellprojekt, das – ergänzend zur Wohnsituation – auch die soziale Interaktion und Vernetzung der geförderten jungen Erwachsenen verbessern soll. In der kombinierten Wohn- und Trainings-WG von „FortSchritt“ werden jeweils vier behinderte und vier nicht behinderte Bewohner im Alter zwischen 18 bis etwa 30 Jahren gleichberechtigt miteinander leben und voneinander lernen. Ein Zimmer ist als „Trainings-Platz“ für Menschen mit Behinderung im Alter zwischen 14 und 18 Jahren vorgesehen. Hier können „Bewohner auf Zeit“ das WG-Leben für drei bis sechs Monate kennenlernen.

Als Besonderheit setzt die altersgerechte Petö-Förderung von „FortSchritt“ auf Hilfe zur Selbsthilfe. Um eine individuelle körperliche und persönliche Weiterentwicklung – speziell der Rollstuhlfahrer – zu ermöglichen, wird ihnen eine besonders qualifizierte Petö-Konduktorin zur Seite stehen und lebenspraktisch Fertigkeiten trainieren. Darüber hinaus möchte „FortSchritt“ mit dem Modellprojekt Aufmerksamkeit schaffen und möglichen Folgeinitiativen Hilfestellung geben und Mut machen, damit diese eigeninitiativ weitere inklusive WG-Projekte realisieren können.

Dietmar Hopp wünscht dem inklusiven Projektteam: „Macht weiter so und seid Mutmacher und Beweger für mehr Inklusion!“

Zum offiziellen Baustart wünschte Dietmar Hopp dem inklusiven Projektteam, in dem aktuell bereits fünf junge Menschen mit Behinderung mitarbeiten, „viel Energie, Ideen und Tatkraft“. Dietmar Hopp sagte weiter: „Ich finde es vorbildlich, mit wie viel Herzblut und Engagement ihr das Modellprojekt in die Tat umsetzt. Macht weiter so und seid Mutmacher und Beweger für mehr Inklusion!“

Die erste Vorsitzende von „FortSchritt IntegrativLeben“, Susanne Huber, bedankte sich gemeinsam mit Maris Metz aus dem Projektteam bei „FortSchritt“ stellvertretend für ihre Mitstreiter: „Drei Jahre Planung und Vorarbeit liegen hinter uns. Der Spatenstich ist ein besonderer Meilenstein und Anlass, allen Projektbegleitern und vor allem auch unseren Förderpartnern ein herzliches Dankeschön für die vielfältige Unterstützung zu sagen!“

Erster Förderpartner: Dietmar Hopp Stiftung unterstützt das Modellprojekt mit 1,25 Mio. Euro

Daumen hoch für die erste Projektansicht: Im Anschluss an den Spatenstich enthüllte Generalunternehmer Michael Schindler zusammen mit dem Projektteam bei „FortSchritt IntegrativLeben e.V.“ das offizielle Bauschild. Susanne Huber, die 1. Vereinsvorsitzende bei „FortSchritt IntegrativLeben“ (Bildmitte) freute sich, dass – neben Meike Leupold von der Dietmar Hopp Stiftung (rechts daneben) – auch der Förderpartner „Menschen für Kinder e.V.“ mit drei Vorstandsmitgliedern bei der Enthüllung vor Ort war. (Bildnachweise: FortSchritt IntegrativLeben e.V.)

Nach dem Spatenstich stellte Susanne Huber – gemeinsam mit Meike Leupold, stellvertretende Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung sowie Dr. Alexander Eger, Bürgermeister von St. Leon-Rot – das Projektvorhaben und die weitere Bauplanung vor: Das bundesweit einmalige Modellprojekt hat einen Gesamtumfang von rund 2 Mio. Euro und wird mit Spenden finanziert. Zu den derzeitigen Förderpartnern zählen die Dietmar Hopp Stiftung, die Gemeinde St. Leon-Rot sowie der Verein Menschen für Kinder. Elementar für die erfolgreiche Projektumsetzung war und ist die Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung. Als Förderpartner der ersten Stunde unterstützt diese das Modellprojekt mit einer Summe von 1,25 Mio. Euro. Die stellvertretende Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, Meike Leupold, sagte: „Beim Thema Inklusion sind gute Ideen und Eigeninitiative gefragt, um wortwörtlich ,Fortschritte‘ zu machen. Der Verein FortSchritt IntegrativLeben leistet vorbildliche und wegweisende Arbeit, daher fördert die Dietmar Hopp Stiftung dieses Projektvorhaben sehr gerne. Toll, dass sich das Team bereits seit 2016 für ein inklusives Miteinander engagiert und mit dem ambitionierten Modellprojekt auch anderen Menschen Mut machen möchte.“

Impulse für St. Leon-Rot: „Eine aktiv gelebte Inklusion umfasst alle Menschen in der Gemeinde“

Um eine verlässliche Fertigstellung des Neubaus bis Mitte 2020 zu gewährleisten, wurde mit WHB Schindler ein Generalunternehmer aus Wiesloch und mit Martin Vorfelder ein Architekt aus Walldorf beauftragt. Dr. Alexander Eger freut sich über diese regionale Verankerung von „FortSchritt“: „Da eine aktiv gelebte Inklusion stets alle Menschen in der Gemeinde umfasst, freue ich mich künftig auf viele interessante Impulse für St. Leon-Rot!“

Für den Bau und die Inneneinrichtung ist „FortSchritt“ auf weitere Unterstützung angewiesen

Um den Bau und auch die Inneneinrichtung zu realisieren, ist „FortSchritt IntegrativLeben“ auf weitere Förderer und Unterstützer angewiesen. Weitere Informationen über den inklusiven Förderansatz und das Engagement von FortSchritt IntegrativLeben e.V. finden interessierte Menschen mit Behinderung und Unterstützer unter: www.fortschritt-il.de.

Weitere Informationen zu FortSchritt IntegrativLeben e.V. und über das Bauvorhaben

Als rechtlich unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der seinen Sitz ebenfalls in St. Leon-Rot hat, ergänzt FortSchritt IntegrativLeben e.V. seit 2016 die erfolgreiche Arbeit von FortSchritt St. Leon-Rot e.V. Dort werden im ersten Petö-Förderzentrum im Südwesten Deutschlands derzeit über 100 Kinder und Jugendliche mit zerebralen Bewegungsstörungen gefördert. „FortSchritt IntegrativLeben“ konzentriert sich auf die Petö-Förderung junger Erwachsener, die – aufgrund der körperlichen Entwicklung oder eines Unfalls – mit Bewegungseinschränkungen leben und daher auf einen Rollstuhl oder andere Hilfsmittel angewiesen sind.

„FortSchritt IntegrativLeben“ möchte zu einem Impulsgeber für mehr Teilhabe in St. Leon-Rot und in der Metropolregion Rhein-Neckar werden. Frei nach dem Motto „Wir leben Inklusion!“ geht es dem Verein dabei um die soziale Interaktion und Vernetzung der geförderten jungen Erwachsenen mit dem direkten und erweiterten Lebensumfeld. Da sich für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 30 Jahren beim Übergang in die neue Lebensphase vielfältige neue Fragestellungen ergeben, bilden unter anderem die Themenbereiche Berufsorientierung und Berufsqualifikation, Miteinander Wohnen sowie die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts zentrale Arbeitsschwerpunkte von „FortSchritt IntegrativLeben“.

Das Bauvorhaben für Deutschlands erste Inklusions-Wohngemeinschaft mit Petö-Förderansatz wird am Cranachring 41, in zentraler Lage von St. Leon-Rot errichtet. Die Gesamtkosten für Bauplatz und Neubau haben einen Umfang von rund 2 Mio. Euro. Dank des einstimmigen Votums des Gemeinderats konnte „FortSchritt“ sich das ausreichend große Baugrundstück sichern. Elementar für die weitere erfolgreiche Umsetzung ist die Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung, die das Modellprojekt mit einer finanziellen Spende von 1,25 Mio. Euro fördert und darüber hinaus das Projektteam mit Rat und Tat unterstützt und begleitet.

Weitere Informationen zur Petö-Förderung

Die Petö-Förderung wurde vom ungarischen Bewegungspädagogen und Heilgymnasten Prof. Dr. András Petö entwickelt. Für die Behandlung zerebraler Bewegungsstörungen schuf Petö das Konzept der „Konduktiven Förderung“. Konduktiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass er die vier – in Deutschland ansonsten getrennten – Bereiche der Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und der Krankengymnastik in sein Förderkonzept zu einem ganzheitlichen Ansatz integrierte.

Die Grundidee besteht darin, körperlich behinderten Menschen mit Hilfe einer Bezugsperson, dem Konduktor, eine Gruppentherapie zu ermöglichen. Wichtig ist, dass sich die Betroffenen gegenseitig motivieren und Nachahmungseffekte mit in die Förderung einfließen können. Als Ziel soll im alltäglichen Leben eine weitgehende Unabhängigkeit der Betroffenen von Hilfsmitteln und Personen erreicht werden. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch als emotionales Wesen mit seiner Persönlichkeit. Der Förderplan wird individuell auf jeden Einzelnen abgestimmt.

Quelle: Björn Wojtaszewski

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Veröffentlicht am 19. Juli 2019, 16:10
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