Eine tausendundeine Nacht Geschichte

Alibaba lebte viele Jahre bei den 40 Räubern. Er war ihr Anführer. In den Bergen und Hügeln seiner Heimat raubten sie bei den Reichen, hielten ihre Karawanen an und verlangten Abgaben. Einige, die nicht freiwillig ihre Börse öffneten, wurden in den Kerker geworfen, bei Wasser und Brot. Den armen Leuten gaben sie von ihrer Beute ab und teilten ihr Brot und ihren Tee mit ihnen. Eines Tages nahmen sie ein kleines Mädchen in ihre Bande auf. Alibabas Männer hatten es in der Wüste weinend gefunden und mitgenommen .Es kamen noch andere Mädchen und junge Frauen, aber nur Issis durfte bei der Bande bleiben. Das Mädchen wuchs heran und wurde immer schöner und anmutiger. Um den schlanken Hals trug es ein kostbares Medaillon. Nachforschungen ergaben, dass das Mädchen vom Hof des Kalifen entführt und schließlich ausgesetzt wurde. Zum Hofe konnte das Mädchen nicht zurück, denn der Kalif und seine ganze Familie wurden vom verräterischen Großvezier meuchlings ermordet. Bei Alibaba und seinen 40 Räubern war es sicher und gut aufgehoben. Alle Männer hatten sie gerne und beschützten sie. Sie bekam ihr eigenes Gemach und lebte zufrieden und glücklich.

Als die Liebe kam schenkte sie ihre Gunst einem Jüngling. Aber es war nicht die richtige Liebe. Issis war wählerisch und liebte ihre Freiheit über alles. Sie war schön und begehrenswert geworden. Sie liebte schöne Kleider, Seide und zarte Spitzen. Die Prinzessin wurde von den Räubern verwöhnt. Alle hatten sie gern. Wenn die zarten Spitzen aus ihrem reizenden Dekollete blitzten, mussten sich die Männer schon sehr beherrschen. Alibaba ging es nicht anders. Auch er hatte sich in die Prinzessin verliebt. Aber er durfte als Anführer und Hauptmann seiner 40 Räuber keine Schwäche zeigen. So vergingen die Jahre. Alle liebten Issis und sie fühlte sich wohl bei den Räubern.

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Alibaba wurde alt und eines Tages wurde ein neuer Hauptmann gewählt. Alibaba musste seinen Sesam verlassen. Traurig verließ er mit seinem treuen Pferd Rosinante die Räuberbande und wandte sich neuen Ufern zu. Seine Gedanken wandern jedoch oft zurück und in Gedanken ruft er noch oft:“ Sesam öffne dich! „ Und dann fängt Alibaba an zu träumen. In seinen Träumen darf er die Prinzessin lieben. Leicht berührt sein kleiner Finger die Hand von Issis. Streichelt sanft ihre samtige Haut. Riecht ihren betörenden Duft und fällt im Traum in eine wohlige Ohnmacht.

Quelle: Adolf Skrobanek

Veröffentlicht am 20. Februar 2015, 09:00
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