Hier wird Inklusion jeden Tag gelebt

Dr. Albrecht Schütte MdL bei der Lebenshilfe Heidelberg e.V. mit Rundgang durch die Heidelberger Werkstätten

v.l.n.r: Wolfgang Thon, geschäftsführender Leiter der Heidelberger Werkstätten, Dr. Albrecht Schütte MdL, Werkstattleiter Stephan Stolze und Thomas Diehl, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg.

(zg) Bei einem Gespräch mit Vorstand Thomas Diehl, Valentina Schenk, geschäftsführende Leiterin des Kindergartens „Pusteblume“, sowie Wolfgang Thon, geschäftsführender Leiter der Heidelberger Werkstätten, informierte sich der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU) über die Arbeit der Lebenshilfe Heidelberg e.V. und die Anliegen der „Inklusionsfachleute“ an die Politik.

Diehl führte den Parlamentarier kurz in die allgemeinen Zahlen und Fakten zur Lebenshilfe Heidelberg ein: „Die Lebenshilfe Heidelberg ist mittlerweile in vier operativen Bereichen (Kindergärten „Pusteblume“/Heidelberger Werkstätten/Offene Hilfen/Wohnverbund) tätig und betreibt insgesamt für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sieben Einrichtungen im Raum Heidelberg, so zum Beispiel eine große Außenstelle der Heidelberger Werkstätten in Hockenheim. Wie überall gilt auch hier der Leitspruch der Lebenshilfe: `Jeder Mensch soll leben können, wie es ihm entspricht´.“

Insgesamt, so Diehl, würden in den Einrichtungen circa 800 Personen begleitet und dabei von 300 hauptamtlichen und 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Ein wichtiger Teil der Heidelberger Lebenshilfe sei der Kindergarten „Pusteblume“, so Leiterin Valentina Schenk: „Durch unsere besondere Struktur können wir parallel einen Regelkindergarten und einen Schulkindergarten für Kinder mit Behinderung anbieten. Durch die Verzahnung der beiden im Kindergartenalltag können wir einen sehr positiven Effekt auf alle Kinder feststellen, doch diese Synergie ist politisch nicht immer gewollt.“ Schütte nahm die Anregung mit, bei der Ausgestaltung von Inklusion mehr auf das Ergebnis und weniger auf Formalien wert zu legen.

Anzeige SwopperNach den Ausführungen von Schenk stellte der Leiter der Heidelberger Werkstätten, Wolfgang Thon, kurz die Einrichtungen in Heidelberg, Sandhausen und in Hockenheim vor: „Unser Ziel ist es, Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen beruflich und persönlich zu fördern und dadurch auch ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Wir kooperieren mit lokalen Unternehmen, für die wir in unseren Werkstätten Aufträge von der Metallverarbeitung, Näharbeiten bis zum Garten- und Landschaftsbau erledigen.“

Dabei würden die Mitarbeiter durch umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen auch beim Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt. Darüber hinaus führe man in Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg zum Beispiel auch Kurse in politischer Bildung durch. Hier bot der Landtagsabgeordnete seine Unterstützung an: „Wenn Sie möchten, kann ich gerne vorbeikommen und über den Alltag eines Landtagsabgeordneten berichten.“

Um die Arbeit der Werkstätten konkret mitzubekommen, führten Thon und der Werkstattleiter Stephan Stolze den Landtagsabgeordneten durch die Werkstatträume am Standort in Heidelberg-Rohrbach. Zum Abschluss bedankte sich Schütte herzlich für die dicht gedrängten Einblicke: „Was Sie und ihre Mitarbeiter hier jeden Tag leisten, ist gelebte Inklusion.“
(Text/Fotos: Florian Hummel)

Veröffentlicht am 14. Juni 2017, 07:15
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