Künstlerin Nikky Wirth aus Sinsheim

Vernissage und Präsentation der Kunstwerke von Nikky Wirth in der Manfred-Sauer-Stiftung

(zg) Auf eine erfolgreiche Vernissage, die am 14.01.2018 in der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach stattfand, können die Künstler Nikky Wirth aus Sinsheim und Gerhard Lucius aus Heidelberg mit Stolz zurückblicken. Die Ausstellung trägt den trefflichen Titel „Spiel-Raum“. Nach einer kurzen Ansprache seitens der Stiftung und der Künstler können die ca. 50 Besucher auf eine Entdeckungstour der besonderen Art gehen.

Die Künstler präsentieren hier ihre Kunstwerke, die, auf den ersten Blick, gegensätzlicher nicht sein können. Nikky malt, illustriert, arbeitet mit den verschiedensten Techniken, die sie an Interessierte in ihren Workshops im Wirths-Haus weitergibt. Gerhard dagegen schafft kleine 3D-Bildobjekte aus Dingen, die uns aus unserem Alltag und unserer Umgebung bekannt sind und setzt sie in eine neue Beziehung. Es entstehen farbenfrohe und interessante Gegenstände.

Und doch haben die Werke dieser beiden herausragenden Künstler sehr Vieles gemeinsam. Die Arbeitsflächen, bei Nikky ist es das Papier, bei Gerhard die Gegenstände und Rahmen, sind Spielräume für die beiden. Hier toben sie sich aus. Hier „spielen“ sie. Kunst ist frei wie ein spielendes Kind – Es wird probiert und experimentiert.

Interessant ist auch, wie so ein Kunstwerk entsteht. Ganz am Anfang steht natürlich das „Studium“ – Der Künstler macht sich erst einmal mit den Grundlagen der Kunst vertraut – Der Künstler lernt, arbeitet sich klassisch durch alle Gebiete durch. Auch die ausstellenden Künstler haben all das schon längst hinter sich gebracht. Und dann? – Dann entwickelt sich eine eigene Handschrift. Wiedererkennungswert. Hier zeigt sich wieder die Gegensätzlichkeit der Kunstwerke.

Kunst entsteht bei Nikky aus einer spontanen Leichtigkeit heraus. Der Stift gleitet über das Papier und führt sie immer weiter, es entsteht ein Bild. Ein Bild, indem sich viele Dinge verbergen. Dann beginnt erst die richtige Arbeit. Das, was gesehen wird, wird ausgearbeitet und mit Details verziert.

Gerhard dagegen muss vor Beginn seiner Arbeit planen, die passenden Gegenstände für sein Kunstwerk noch finden. Erst wenn alles passt, kann Gerhard mit dem Schaffen seiner Kunstwerke anfangen. Und es entstehen beeindruckende Objekte, die ebenfalls Vieles zum Entdecken bieten. Bewegung und Perspektive sind zentrale Motive.

„Ich sehe nicht, ich finde.“, sagte einst Pablo Picasso. Und das ist quasi die Aufgabe des Betrachters – das Finden, sich selbst zu öffnen und zu fragen: „Was sehe ich?“ Und manchmal finden wir erst nach einer Weile des Betrachtens die Antwort darauf. Deshalb sollte man sich Zeit lassen und genauer hinschauen.

Und so verhält es auch mit der die Vernissage begleitenden Musik von Karl Schramm. Auch er spielt, im doppelten Sinn, passend zum Titel der Ausstellung, auch er lässt die Musik durch den Raum gleiten und entdeckt, improvisiert. Vorher plant er auch. Und auch hier lohnt es sich als Publikum genauer zu lauschen. Denn auch hier ist nicht nur der Künstler Entdecker, sondern auch der Zuhörer.

Kunst wird erst dann richtig interessant, wenn wir vor etwas stehen, dass wir eben nicht restlos erklären können. Und genau dann lässt uns ein Kunstwerk nicht mehr los.

Interessierte können sich die Ausstellung noch bis zum 11. März 2018 in den Räumlichkeiten der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach ansehen. Kommen und entdecken Sie!

Die Ausstellung kann noch bis zum 11. März 2018 in der Manfred Sauer Stiftung in Lobbach besichtigt werden.

Fotos: Wirths-Haus, Text: Sabina

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Veröffentlicht am 16. Januar 2018, 14:01
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