Regionalität als Chance für kleinere Betriebe

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL und Albrecht Schütte MdL zu Besuch bei den Familienunternehmen Hess und Pyck

(zg) Erwin Hess und Rüdiger Pyck gehören zu den wenigen Metzgereibetreibern im Kraichgau, die noch selbst schlachten. Die Tiere hierzu kommen aus der Region und aus artgerechter Tierhaltung. Unter dem Motto „Von der Weide auf den Teller“ stand genau diese regionale Wertschöpfungskette im Mittelpunkt des Besuchs von Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Wahlkreis ihres Sinsheimer Kollegen, Dr. Albrecht Schütte (CDU).

Nach einem Besuch auf dem Öko-Hof der Familie Heid in Mauer, die dort Rinder züchtet, besuchten Staatssekretärin und Landtagsabgeordneter gemeinsam mit Ortsvorsteher Karlheinz Hess und Zweitkandidat Markus Kinzel die Schlachterei von Erwin Hess in Hoffenheim. Hess erläuterte, wie bei der Schlachtung nach einem sehr kurzen Transport darauf geachtet werde, dass das Tier nicht unnötig leide. Allerdings erschwere die weiter zunehmende Bürokratie den Betrieb von regionalen Schlachtereien. „Wer zukünftig noch Regionalität haben möchte, muss darauf achten, dass sich am Ende nicht nur noch zentrale, große Betriebe rechnen“, machte Schütte auf ein wesentliches Anliegen der Baden-Württembergischen Politik aufmerksam.

Sowohl beim Besuch der Metzgerei Hess, als auch im Anschluss in der Verkaufsstelle der Metzgeier Pyck in Eschelbach konnten sich die Besucher von der Qualität der regionalen Produkte überzeugen. „Mit dem Gütesiegel Schmeck den Süden haben wir einen Standard für Regionalität gesetzt“, so Staatssekretärin Gurr-Hirsch und wies im weiteren auf die Vorteile von regionalen Produkten für Qualität, artgerechte Tierhaltung und die heimische Landwirtschaft hin. Schließlich wisse man nur bei regionalen Produkten, was darin enthalten sei, weswegen Regionalität eine Chance für kleinere Betriebe sei. „Wo sonst sehen Sie – wie bei Erwin Hess – beim Einkauf das Bild des Bauerns an der Kasse eingeblendet, von dem die Tiere stammten?“

Den Abschluss des Besuches von Gurr-Hirsch bildete eine öffentliche Veranstaltung in der Gaststätte „Grüner Baum“ in Sinsheim-Rohrbach, wo regionale Produktion verköstigt wurden. Konsens bei allen Stationen der Tour war: „Regionalität muss auch weiterhin gefördert werden und in der Öffentlichkeit muss das Bewusstsein gestärkt werden, dass derjenige, der regionale Produkte kauft, beste Qualität bekommt und den Klima- und den Tierschutz unterstützt.“.

(Foto/ Text: Christine Nahrgang)

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Veröffentlicht am 13. September 2019, 15:55
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