Stabile Entwicklung unter tiefgreifenden Veränderungsprozessen

Die Sparkasse Kraichgau blickt auf ein gutes Jahr 2018 zurück.

Gesamtvorstand Sparkasse Kraichgau: Thomas Geiß, Norbert Grießhaber, Michael Reichert (von links)

Die drei Determinanten Regulierung, Niedrigzinsen und Digitalisierung wirkten sich auch im Geschäftsjahr 2018 in hohem Maß auf die Geschäftsentwicklung aus. Bei der Vorstellung der Bilanz zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Norbert Grießhaber insgesamt zufrieden. 
Geschäftsentwicklung 2018: Bilanz, Kapital- und Ertragslage (vorläufige Ergebnisse) 
Die Bilanzsumme der Sparkasse Kraichgau erhöhte sich um 35,2 Mio. Euro und lag mit 4.170,8 Mio. Euro zum 31.12.2018 um 0,9 % über dem Wert des Vorjahres.  
Damit weist die Sparkasse Kraichgau ein seit Jahren anhaltendes kontinuierliches und stabiles Bilanzwachstum auf. Getragen wurde die erneute Ausweitung vom starken Kundengeschäft. Ein besonders dynamisches Wachstum verzeichnete das Kundenkreditvolumen, das zum Bilanzstichtag um 99,0 Mio. Euro bzw. 4,7 % auf 2.223,5 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Die bilanziell relevanten Kundeneinlagen lagen zum 31.12.2018 mit 3.238,6 Mio. Euro annähernd auf dem Niveau des Vorjahres
(-0,1 %).  
„Das moderate Bilanzwachstum ist Ausfluss unserer geschäftspolitischen Zielsetzung: In erster Linie wollten wir das Aktivgeschäft in guter Qualität ausbauen, um den Abstand zu den Kundeneinlagen zu verringern. Letztere wirken sich durch die Negativzinsen der EZB zunehmend belastend auf die Ertragslage der Kreditinstitute aus. Insbesondere unsere Firmenkunden sind verstärkt dazu übergegangen, ihre Einlagen in Investitionsvorhaben bzw. in Wertpapiere zu disponieren“, resümierte Norbert Grießhaber. 
Die expansive Geldpolitik der EZB fordert insbesondere Kreditinstitute, deren Schwerpunkt im zinsabhängigen Geschäft mit Kunden liegt, heraus. Der Niedrigzinsphase geschuldet ging der Zinsüberschuss der Sparkasse Kraichgau erwartungsgemäß um 2,3 % zurück auf nun 58,4 Mio. Euro (Vorjahr 59,8 Mio. Euro).  
„Durch das starke Kreditneugeschäft konnten wir den Rückgang des Zinsüberschusses jedoch etwas abfedern“, so Norbert Grießhaber. 
Erfreulicher hingegen entwickelte sich die neben dem Zinsüberschuss zweite wichtige Ertragssäule der Sparkasse Kraichgau: Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr (24,0 Mio. Euro) nochmals deutlich gesteigert werden (+ 8,3 %) und betrug zum Jahresende 26,0 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren unter anderem das Vermittlungsgeschäft bei den Konsumentenkrediten (+19,8 %) sowie das Wertpapiergeschäft (+ 9,5 %).  
An die Landesbausparkasse Südwest (LBS) wurden 104 Mio. Euro an neu abgeschlossenen Bausparverträgen vermittelt. Damit wurde annähernd das hohe Niveau des Vorjahres erreicht (107 Mio. Euro). An die SV SparkassenVersicherung wurde mit einem vermittelten Neugeschäftsvolumen von 36 Mio. Euro exakt der gleiche Wert des Vorjahres erzielt. 
Die vorhandenen Potenziale im Wertpapiergeschäft sowie im Verbundgeschäft mit S-Kreditpartner, LBS und SV SparkassenVersicherung will die Sparkasse Kraichgau auch in den kommenden Jahren weiter ausschöpfen. 
Der Verwaltungsaufwand stieg um 4,0 % auf 58,9 Mio. Euro. Tariferhöhungen und steigende regulatorische Auflagen für Finanzinstitute waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die wesentlichen Kostentreiber für den Personal- bzw. Sachaufwand. Insbesondere der Sachaufwand zeigte sich mit einer Steigerung von 5,4 % überproportional als Kostentreiber. 
Um einen Euro zu verdienen, musste die Sparkasse Kraichgau im vergangenen Jahr 69,28  Cent aufwenden, im Jahr zuvor waren es nur 67,05 Cent. Mit einer Cost-Income-Ratio unter 70 Cent hat die Sparkasse jedoch auch im vergangenen Jahr die Effizienz ihrer Prozesse erfolgreich unter Beweis gestellt.
„Dennoch ergibt sich aus dieser Entwicklung die klare Notwendigkeit zur Gegensteuerung, mit dem Ziel der Kostendeckelung“, betonte Norbert Grießhaber. 
Insgesamt stellt sich die Ertragslage der Sparkasse Kraichgau auch im Geschäftsjahr 2018 als gut dar. „Mit einem Betriebsergebnis von 26,1 Mio. Euro (Vorjahr 27,9 Mio. Euro) haben wir uns auf einem zufriedenstellenden Niveau stabilisiert und wir erwarten für die kommenden Jahre wieder eine positive Entwicklung“, stellte der Vorstandsvorsitzende mit einer gewissen Zuversicht fest. 
Das gute Jahresergebnis ermöglicht der Sparkasse, ihre haftenden Eigenmittel weiter aufzustocken. Sie betrugen zum Jahresende 2018 364,8 Mio. Euro (+1,6 %). Mit 16,7 % liegt die Gesamtkapitalquote seit Jahren deutlich über den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Das Kernkapital wird mit Feststellung des Jahresabschlusses um 2,7 % auf 323,4 Mio. Euro ansteigen. Die harte Kernkapitalquote beträgt dann 14,8 %. 
Aus den Erträgen des abgelaufenen Geschäftsjahres können 7,0 Mio. Euro dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340 g HGB) zugeführt werden. Diese Rücklage weist mittlerweile einen Wert von 191,1 Mio. Euro (+ 3,8 %) auf. Mit der kontinuierlichen Stärkung ihrer Substanz schafft die Sparkasse eine solide Grundlage für den Ausbau des Kundengeschäfts und damit für weiteres Wachstum auch in den kommenden Jahren. 
„Im Rahmen der Erwartungen und Marktgegebenheiten sind wir also mit der Entwicklung der Sparkasse Kraichgau im Jahr 2018 zufrieden. Wir haben ein insgesamt solides Ergebnis erzielt – trotz Rückgang des Zinsüberschusses in Folge von Null- bzw. Negativzinsen und ungeachtet wachsender Eigenkapitalanforderungen und Regulierungsauflagen“, sagte Norbert Grießhaber. 
Sparkasse ist gut gerüstet für die Zukunft 
Im Kontext der Digitalisierung bei sich rapide wandelnden technischen und wettbewerblichen Voraussetzungen hat die Sparkasse Kraichgau im zurückliegenden Geschäftsjahr ihren Umbau zu einem modernen und zukunftsorientierten Finanzdienstleister weiter vorangetrieben.
Der Vertrieb wurde auf eine vollständige auf den individuellen Kundenbedarf zugeschnittene Ansprache und Beratung ausgerichtet. Im Fokus der Vertriebsstrategiestehen:  

  • die Stärkung des bedarfsgerechten Beratungsangebots an gut erreichbaren Standorten, 
  • die Bereitstellung eines effizienten und kundenorientierten Kundenservices vor Ort, online und am Telefon, 
  • Schaffung positiver digitaler Nutzererlebnisse durch Investitionen in digitale Innovationen und Ausbau der medialen Zugangswege, 
  • die vollständige Vernetzung der stationären und medialen Kanäle.

Norbert Grießhaber zeigte sich überzeugt: „Wir haben die Weichen für die Zukunft richtig gestellt und konnten unser Geschäft weiter ausbauen. Das zeigt, dass wir gemäß unserem gesetzlichen Auftrag auch in herausfordernden Zeiten ein starker und zuverlässiger Partner für die Menschen und Unternehmen in der Region sind und bleiben werden.“ 
Die Sparkasse versteht sich dabei auch in Zukunft als Finanzpartner, der sich ganzheitlich um seine Kunden kümmert. „Als direkteste Filialbank in der Region werden wir – online und offline – unseren Kunden näher als je zuvor sein. Die Dynamik der Digitalisierung und die Chancen des Wandels wollen wir weiter für uns nutzen. Dabei behalten wir fest im Blick, dass unsere Kunden unsere Dienstleistungen sowohl vom Sofa aus als auch im persönlichen Dialog nutzen wollen. Das Kernfundament unseres Geschäftserfolges ist weiterhin eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kunde und Berater. Am positiven Feedback sehen wir, dass unsere Kunden auf unsere Kompetenz vertrauen.“

Abgestufte Regulierung und kundenfreundlicher Verbraucherschutz dringend erforderlich 

Nach der Finanzkrise haben die Gesetzgeber umfangreiche Regulierungen initiiert. Die negativen Folgen daraus stoßen zunehmend auf Kritik. Norbert Grießhaber berichtete in diesem Zusammenhang von einer aktuellen Praxisumfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) unter 140 Sparkassen:  
„Die Studie zeigt, dass der Nutzen für die Verbraucher oftmals in keinem Verhältnis zum Aufwand für die Institute steht. Anfang 2018 sind z. B. mit der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) zahlreiche neue gesetzliche Vorgaben für das Wertpapiergeschäft in Kraft getreten. Die Zielrichtung – mehr Transparenz und Anlegerschutz – ist positiv. Doch in der Praxis zeigt sich, dass die Vorgaben kundenfreundlicher ausgestaltet werden müssen.“ 
Allein die Sparkasse Kraichgau muss jedes Jahr 1,7 Mio. Euro (Personal- und Sachkosten) für die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen aufbringen.  
„Als Sparkasse erfüllen wir einen öffentlichen Auftrag. Die Kommunen, die lokale Wirtschaft und die Menschen vor Ort profitieren vom weitreichenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Engagement der Sparkasse“, führte Norbert Grießhaber weiter aus. Deshalb sei es wichtig, die regionale Verwurzelung auch im europäischen Kontext zu stärken. „Um als Sparkasse auch künftig erfolgreich für die Region wirken zu können, brauchen wir eine besser abgestufte Regulierung passend zur Größe und zum Geschäftsmodell, weil diese zu spürbaren Erleichterungen für regionale Kreditinstitute führen würde.“ 

„Keine Haftung für fremde Risiken“

Mit Blick auf die Europäische Bankenunion machte Norbert Grießhaber deutlich:  
„Das bewährte System der Institutssicherung der Sparkassen-Finanzgruppe genießt hohes Ansehen. In diesem Sinne begrüßen wir es, dass auf EU-Ebene das Projekt einer zentralisierten europäischen Einlagensicherung derzeit nicht mehr mit Priorität verfolgt wird. Denn diese hätte zur Folge, dass vor dem Hintergrund der immer noch enormen Risiken im Bankensektor einiger Euro-Länder auch solide wirtschaftende Kreditinstitute wie Sparkassen für fremde Risiken haften müssten, ohne eigene Steuerungs- und Überwachungsmöglichkeiten zu haben. Darunter würde vor allem das Vertrauen deutscher Sparer leiden.“

Kreditversorgung: Erfreuliche Dynamik bei Ausleihungen an Unternehmen

Die Sparkasse Kraichgau leistete auch im vergangenen Jahr einen wichtigen Beitrag zur guten wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Im Umfeld der positiven Konjunkturentwicklung baute sie das Kundenkreditvolumen 2018 noch kräftiger aus als in den Vorjahren. 
Es legte um 99,0 Mio. Euro (+ 4,7 %) auf insgesamt 2.223,5 Mio. Euro zu. Die Darlehenszusagenbeliefen sich auf insgesamt 454,0 Mio. Euro (+ 29,8 %). 
Größter Wachstumstreiber waren die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige mit einem beachtlichen Plus von 37,3 %. Insgesamt konnten die Kreditzusagen im gewerblichen Bereich in 2018 auf 253,3 Mio. € gesteigert werden. 
Das Kreditwachstum der Sparkasse Kraichgau weist insbesondere aufgrund des gestiegenen Kapitalbedarfs der Unternehmen im Zuge reger Investitionstätigkeit den höchsten Wert seit vielen Jahren auf.  
„Die Unternehmen in der Region sind gut ausgelastet und blicken optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zum Vorjahr haben sie 68,8 Mio. Euro mehr mit der Sparkasse als verlässlichen Finanzierungspartner an ihrer Seite in die Erneuerung und Erweiterung ihrer Betriebe investiert“, berichtete Vorstandsmitglied Michael Reichert. Die internationalen Märkte böten den Unternehmen in der Region weitere attraktive Wachstumschancen und neue Perspektiven. 

Partner bei der Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge betrifft auch in der Region sehr viele (Familien-)Betriebe. Daher unterstützt die Sparkasse Kraichgau ihre regionalen Unternehmenskunden im Rahmen ihres Generationenmanagements intensiv im Sinne einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Know-how und Arbeitsplätze im Mittelstand zu sichern. 
Michael Reichert empfahl in diesem Zusammenhang, sich frühzeitig mit den komplexen Herausforderungen einer Unternehmensübergabe zu befassen:  
„Nach vielen Jahren der Firmenleitung sind neben der emotionalen Herausforderung familiäre Aspekte wie die Vermögensverteilung und mögliche Ausgleichszahlungen an Verwandte oder Steuerzahlungen zu berücksichtigen. Gemeinsam mit unserem Expertennetzwerk begleiten unsere Generationenberater die Unternehmer dabei, das ideale Nachfolgemodell zu finden.“

Immobilienboom hält weiter an

Mit Darlehenszusagen für den privaten Wohnbau in Höhe von 157,3 Mio. Euro (+ 7,0 %) konnte das Niveau des Vorjahres deutlich bestätigt bzw. leicht gesteigert werden.  
Die Entwicklung des Immobilienmarkts im Geschäftsgebiet der Sparkasse Kraichgau ist weiterhin in den meisten Gemeinden von einer starken bis sehr starken Nachfrage geprägt. Die Nachfrage nach interessanten Objekten übersteigt dabei weiterhin das Angebot – mit den entsprechenden Folgen für die Preisentwicklung bei Immobilien.  
„Ungeachtet dessen wollen die Menschen die Chance der niedrigen Zinsen nutzen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen – zumal das Eigenheim neben Investment- und Immobilienfonds laut DSGV-Vermögensbarometer 2018 mehrheitlich als beste Anlageform gesehen wird“, so Michael Reichert. Die Sparkasse Kraichgau berate Familien ausführlich, wie sie die staatliche Förderung des sogenannten Baukindergeldes optimal nutzen können. „Um sich die niedrigen Kreditzinsen auch für die Zukunft zu sichern, raten wir außerdem zum Abschluss eines Bausparvertrags.“ 
Der Nachfrageüberhang beeinflusst auch das Geschäft der Immobilientochter der Sparkasse Kraichgau, der S-Immobilien Kraichgau GmbH. Deren Objektumsatz belief sich auf 41,5 Mio. Euro bei 190 vermittelten Objekten (227 in 2017).  
„Um die Marktlage in Zeiten des Immobilienbooms realistisch einschätzen zu können, ist eine kompetente Beratung durch professionelle Immobilienexperten für private Käufer und Verkäufer wichtiger denn je“, betonte Michael Reichert. Kunden könnten dabei auf die mehrfach ausgezeichnete Kompetenz der in der Region verwurzelten S-Immobilien Kraichgau GmbH (z. B. Top Immobilien Makler 2018 Focus Money, Bellevue Best Property Agents 2019) in besonderem Maße vertrauen.

Wertpapiergeschäft – Schwieriges Jahr an den Kapitalmärkten

Mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, dem steigenden Zinsniveau in den USA, einem drohenden ungeordneten Brexit und der Sorge um den italienischen Haushalt ist 2018 trotz guter Konjunkturdaten die Volatilität an die Börsen zurückgekommen. Zum ersten Mal seit 2012 konnte der deutsche Leitindex Dax nicht mit einem Gewinn abschließen.  
Das schwierige Jahr an den Kapitalmärkten spiegelt sich auch im Wertpapierumsatz (Käufe und Verkäufe) der Sparkasse Kraichgau wider, der mit 335,0 Mio. Euro (-1,1 %) nicht vollständig an das sehr erfolgreiche Vorjahr heranreichen konnte. Erfreulicherweise blieben aber die Wertpapierkäufe auf ihrem hohen Niveau des Vorjahres, wohingegen die Verkäufe rückläufig waren. 
„Anleger brauchten in 2018 starke Nerven. Kursschwankungen gehören jedoch zu den normalen Vorgängen an den Kapitalmärkten. In der langfristigen Betrachtung zeigen die Aktienmärkte jedoch eine positive Entwicklung“, stellte Michael Reichert heraus. Zudem habe der langfristige Anleger die Möglichkeit, an hohen Dividenden zu partizipieren.  
Nach Berechnungen der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkassen, werden allein die 160 Unternehmen in Dax, MDax und SDax 2019 rund 52,4 Milliarden Euro Dividende an ihre Aktionäre ausschütten.  
Laut Michael Reichert sollte man sich also nicht aus der Ruhe bringen lassen und an seinen Zielen festhalten. „Risiken können durch eine breite Streuung der Wertpapieranlagen deutlich reduziert werden. Mit einem regelmäßigen Wertpapiersparplan vermeidet man zudem die Unsicherheit, zum falschen Zeitpunkt zu kaufen.“

Kundeneinlagen: Private Kunden sparen weiter trotz niedriger Zinsen, Unternehmen investieren

Entsprechend dem allgemeinen Anstieg der Sparquote und ungeachtet des problematischen Zinsumfelds sind die Einlagen der privaten Kunden bei der Sparkasse Kraichgau im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut recht stark gewachsen, um 85,8 Mio. Euro auf 2.338,4 Mio. Euro (+3,8 %). Weiterhin gefragt sind vor allem flexible und liquide Geldanlagen. 
„Die Menschen im Kraichgau wissen, dass ihr Geld bei der Sparkasse sicher angelegt ist und setzen großes Vertrauen in uns“, so Michael Reichert.   
Laut DSGV-Vermögensbarometer zählen die Sparkassen seit jeher zu den Kreditinstituten in Deutschland, die in der Bevölkerung das mit Abstand höchste Vertrauen genießen. 
Die Unternehmen nutzten ihre Kredite und Einlagen bei der Sparkasse, um kräftig zu investieren. Ihre Einlagen gingen deshalb um 11,0 % zurück.  
Insgesamt lagen die Kundeneinlagen zum 31.12.2018 bei 3.238,6 Mio. Euro (- 0,1 %) und damit auf dem unverändert hohen Niveau des Vorjahres. 

Intensivierung der Beratung zur Altersvorsorge 

Für eine nachhaltige finanzielle Absicherung im Alter kommt der betrieblichen Altersvorsorge (baV) eine wichtige Bedeutung zu. Seit 2018 trägt das Betriebsrentenstärkungsgesetz dazu bei, die Betriebsrente auch in kleineren und mittleren Unternehmen zu verbreiten, bietet Arbeitnehmern attraktive Steuervorteile und schafft auch für Beschäftigte mit geringem Einkommen Anreize zur zusätzlichen Altersvorsorge.  
Michael Reichert berichtete, dass die Sparkasse Kraichgau die Beratung ihrer gewerblichen und privaten Kunden auf diesem Gebiet intensiviert habe. „Das Angebot stößt auf beiden Seiten auf großes Interesse, denn gegenüber dem Vorjahr konnten wir die Anzahl der abgeschlossen Verträge um 300 % steigern.“

Kontinuierlich ausgezeichnete Beratungsqualität 

Zum dritten Mal in Folge steht die Sparkasse Kraichgau in Bruchsal und Sinsheim auf dem ersten Platz des DIN-Bankentests der Gesellschaft für Qualitätsprüfung(GfQ). Mit Gesamtnoten von 1,5 (Bruchsal) und 1,6 (Sinsheim) hat sich die Sparkasse Kraichgau wieder als „Beste Bank“ unter den Filial- und Direktbanken durchgesetzt. Und auch beim Focus Money „CityContest“ hat es die Sparkasse in Bruchsal und Sinsheim zum wiederholten Mal ganz oben aufs Siegertreppchen geschafft. Bei beiden Tests stehen Beratungsqualität und Service für Privatkunden im Mittelpunkt. Ziel ist es, Kunden mit einer vergleichbaren Finanzsituation gleich umfassend und bedarfsorientiert zu beraten.
„Die Beratung und Zufriedenheit der Kunden stehen für die Sparkasse Kraichgau als Qualitätsanbieter an erster Stelle“, stellte Michael Reichert heraus. „Die Auszeichnung ist der Verdienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ruhen sich nicht auf den guten Ergebnissen aus, sondern bleiben am Puls der Zeit, um für ihre Kunden immer der erste und natürlich beste Ansprechpartner in allen Finanzfragen zu sein.“

Gesellschaftliches Engagement stärkt Gemeinschaft und Zusammenleben vor Ort

Als fairer Finanzpartner ist die Sparkasse Kraichgau seit 179 Jahren für alle gesellschaftlichen Gruppen eine verlässliche und berechenbare Konstante, auch und gerade in Zeiten tiefgreifender sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen. Durch ihre regionale Ausrichtung weiß die Sparkasse, was vor Ort gebraucht wird und engagiert sich in vielfacher Weise für die Gemeinschaft und das Zusammenleben der Menschen im Kraichgau.  
„Unsere Erfolgsbeteiligung für alle Menschen in der Region heißt Bürgerdividende, die wir durch unser breitgefächertes gesellschaftliches Engagement ausschütten. Wir unterstützen Vereine und gemeinnützige Projekte in unserem Geschäftsgebiet. Zusammen mit der Sparkasse Kraichgau-Stiftung haben wir im vergangenen Jahr 788.000 Euro für Soziales und Sport, Kunst, Kultur und Bildung sowie Wirtschaft und Umwelt vergeben“, berichtete Vorstandsvorsitzender Norbert Grießhaber.  
Mehr Spielraum für soziale Projekte hat überdies die Sparkasse Kraichgau-Stiftung erhalten, deren Stiftungskapital sich dank einer Zustiftung der Sparkasse Kraichgau von 500.000 Euro auf 2 Mio. Euro erhöht hat. 
So ergibt sich für das Jahr 2018 eine Gesamtsumme von rund 1,3 Mio. Euro, die für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt worden ist. 
Mit den von ihr unterstützten Projekten greift die Sparkasse Kraichgau-Stiftung seit nunmehr zehn Jahren aktuelle Themen der Gesellschaft auf. Neben Schwimmkursen für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und Workshops für Schüler und Eltern zum Umgang mit digitalen Medien und Cybermobbing sind aktuell die interaktiven Theaterstücke, die Senioren für Enkeltrick-Betrüger sensibilisieren sollen, besonders gefragt. Gemeinsam mit Kommunen und Polizei klärt die Stiftung ältere Menschen auf und gibt ihnen Tipps, wie sie sich vor Enkeltrick-Betrügern schützen können. Jüngstes Projekt der Stiftung ist das interkulturelle Märchenbuch „Es war, es ist, es wird einmal …“.  
Insgesamt investiert die Sparkasse Kraichgau-Stiftung jedes Jahr bis zu 40.000 Euro in die verschiedenen Projekte. 
Eine besondere Erfolgsgeschichte hat die Sparkasse Kraichgau mit ihrer Weltspartags-Aktion 2018 nicht nur fortgesetzt, sondern gegenüber dem Vorjahr sogar um 20.000 Euro getoppt.  
„Mit stattlichen 81.301 Euro haben wir zusammen mit unseren Kunden und den Ehrenamtlichen aus 55 Vereinen so viele Spenden gesammelt wie nie zuvor“, zeigte sich Norbert Grießhaber erfreut. „Hierfür hatten unsere Filialen wieder ins „Café Sparkasse“ eingeladen und um Spenden für gemeinnützige Organisationen im Ort gebeten. Der von den Kunden gespendete Betrag wurde dann wie in den vergangenen Jahren von der Sparkasse verdoppelt.“ 
Mit dem Bürgerpreis, den die Sparkasse Kraichgau dieses Jahr zum 16. Mal ausschreibt, sollen überdies wieder Menschen, die sich ehrenamtlich für das gesellschaftliche Miteinander einsetzen, ausgezeichnet und gestärkt werden. 
Vom 31. Mai bis 02. Juni 2019 darf sich die Region auf ein außergewöhnliches Sportevent freuen. Beim Landeskinderturnfest der Badischen Turnerjugend, der landesweit größten Breitensportveranstaltung, werden über 4.000 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren in Bruchsal erwartet. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erlebnis und das Miteinander in den Vereinsgruppen, sei es bei Wettkämpfen, Mitmachangeboten, Wettbewerben, Showveranstaltungen oder Kinderpartys. Als Regio-Partner fördert die Sparkasse Kraichgau die Veranstaltung in besonderer Weise. 
Die Sparkasse Kraichgau ist darüber hinaus ein verlässlicher Steuerzahler in der Region. Denn die Sparkasse verdient ihr Geld im Kraichgau und zahlt auch hier ihre Steuern. Die abgeführten Körperschafts- und Gewerbesteuern in Höhe von 5,1 Mio. Euro bleiben zu einem großen Teil in der Region und fließen damit wieder an die Menschen zurück.  
Girokonto der Sparkasse bietet Zugang zu kompetenter Beratung und modernem Banking 
2018 wurden rund 122.200 Privat- und Geschäftsgirokonten bei der Sparkasse Kraichgau geführt. Für jeden Kunden bietet die Kontowelt der Sparkasse eine seinem Nutzungsverhalten entsprechende attraktive und wettbewerbsfähige Alternative. 
Kunden mit einem Girokonto bei der Sparkasse Kraichgau profitieren von der qualifizierten und bedarfsgerechten persönlichen Beratung bei anspruchsvollen Themen wie Baufinanzierung, Vermögensaufbau und Altersvorsorge, dem KundenKommunikationsCenter für persönlichen Service sowie nutzerfreundlichen digitalen Innovationen für schnelles, sicheres und einfaches Geldmanagement rund um die Uhr und von jedem Ort aus. 
„Mit einem unserer leistungsstarken Konten erhalten Kunden Zugang zum Besten, was modernes Banking heute bieten kann“, stellte Vorstandsmitglied Thomas Geiß heraus. Durch positive Nutzererlebnisse wolle die Sparkasse auf allen Zugangswegen und Kontaktpunkten gute und vertrauensvolle Kundenbeziehungen pflegen. „Künftig soll jeder Kunde stärker über seinen bevorzugten Interaktionskanal betreut werden. Die medialen Kanäle werden neben den Filialen zu gleichberechtigten Vertriebswegen weiterentwickelt und konsequent vernetzt.“
Ab dem 01.04.2019 decken 38 (vorher 56) mitarbeiterbesetzte Filialen an gut erreichbaren Standorten, Beratungszeiten von 8 bis 20 Uhr sowie ein dichtes Netz an SB-Services (71 Geldautomaten) das stationäre Leistungsspektrum der Sparkasse Kraichgau optimal ab.  
„Filialen werden als Ort intensiver Beratung auch künftig eine wichtige Rolle spielen“, betonte Thomas Geiß. „Persönliche Beratung und Beziehungs-Banking sind nach wie vor der Kern unserer DNA im Kundengeschäft. Mit weniger, aber dafür qualitativ besseren Filialen werden mehr Kunden als bisher in den Genuss einer hochwertigen, anspruchsvollen und umfassenden Beratung in der Fläche kommen.“ 
Rund 15.500 Anrufe gehen jeden Monat im KundenKommunikationsCenter (KKC) der Sparkasse Kraichgau ein.  
Privatkunden erreichen das KKC montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr per Telefon, E-Mail, Chat und in Kürze auch über den beliebten Messaging-Dienst WhatsApp.  
Seit Januar 2019 ist zudem die Mediale Beratung der Sparkasse Kraichgau am Start. Vorerst haben Privatkunden die Möglichkeit, sich per Video, Beraterchat oder Telefon von unterwegs oder zu Hause zu allen wichtigen Finanzthemen wie Altersvorsorge oder Privatkredit kompetent beraten zu lassen oder Produkte online oder telefonisch abzuschließen.  
„Mit unserer neuen modernen medialen Filiale sind wir künftig noch direkter für unsere Kunden da“, so Thomas Geiß. 
Auch in die Modernisierung ihrer Filialen vor Ort investiert die Sparkasse Kraichgau kontinuierlich. Nachdem Anfang 2018 in Odenheim der Filialneubau eröffnet wurde, wird ab Mitte 2019 das Kundenzentrum am Friedrichsplatz in Bruchsal umfangreich umgestaltet. 
Daneben wird das kostenlose WLAN-Angebot in den Filialen weiter ausgebaut.  
„In 2019 wird der Anteil der Filialen mit WLAN-Hotspots auf 70 % steigen. Damit können unsere Kunden nicht nur Wartezeiten überbücken, sondern sich auch direkt die Sparkassen-Apps herunterladen und sich von den Mitarbeitern persönlich zum Online-Banking der Sparkasse beraten lassen“, erläuterte Thomas Geiß den Nutzen für die Kunden. 

Online-Banking und Sparkassen-App werden zur Plattform rund ums Geld

Der digitale Wandel mit seinen innovativen Technologien hat das Verhalten von Kunden in hohem Maß verändert.
Bereits heute findet der häufigste Kontakt zur Sparkasse Kraichgau über die digitalen und medialen Wege statt.  
Über 55.000 Kunden nutzten 2018 das Online-Banking der Sparkasse Kraichgau (+10 %). Mehr als 2 Millionen Geschäftsvorfälle wurden online abgewickelt (+ 8%). Die Zahl der sogenannten beleghaften Überweisungen nimmt hingegen kontinuierlich ab, auf zuletzt rund 428.000 pro Jahr (- 9 %).   
Die Internetfiliale zählte 5 Millionen Besucher. Pro Tag rufen im Durchschnitt ca. 14.000 Nutzer die Homepage der Sparkasse Kraichgau auf.  
Über 49.000 und damit 89 % der Online-Banking-Kunden nutzen inzwischen die Vorzüge des kostenfreien Elektronischen Postfachs und haben damit nicht nur jederzeit alle wichtigen Unterlagen wie Kontoauszüge und Wertpapierabrechnungen im Blick. Daten und Mitteilungen an den Berater können in dem geschützten Bereich schnell und sicher übertragen werden.  
Rund 19.000 Nutzer haben mit der Sparkassen-App (S-App) ihre mobile Sparkassen-Filiale immer griffbereit zur Hand.  
Schon heute ist die S-App die am meisten genutzte App der Finanzbranche und wurde vor kurzem von der Stiftung Warentest als Testsieger ausgezeichnet. 
Gründe für das hervorragende Ergebnis gibt es viele: Vor allem kann die S-App mehr als nur den Kontostand, Depotbestände und Kreditkartenumsätze anzeigen, Überweisungen erledigen und Daueraufträge einrichten. Mit der erfolgreichen und beliebten Geldsendefunktion Kwitt können Kunden Geld von Handy zu Handy an jedes deutsche Girokonto senden. Darüber hinaus können Rechnungen mit der Fotoüberweisung schnell und unkompliziert bezahlt werden.  
Als erstes Kreditinstitut in der Region hat die Sparkasse Kraichgau die Echtzeitüberweisung eingeführt und damit ihr hochmodernes Zahlungsverkehrsangebot weiter ausgebaut. Ob beim Bezahlen im Internet auf Vorkasse, bei vergessenen Rechnungen oder bei Last-Minute-Geldgeschenken: Seit dem 10. Juli 2018 ist es im Online- und Mobile-Banking rund um die Uhr und an allen Wochentagen möglich, Geldbeträge bis 15.000 Euro innerhalb von maximal 20 Sekunden einfach und sicher auf das Konto des Zahlungsempfängers zu überweisen.
„Für unsere Gewerbekunden werden Zug-um-Zug Geschäfte beschleunigt, Lieferanten und Handwerker können sofort vor Ort bezahlt werden – mit Nachweis für die Steuer“, beschrieb Thomas Geiß die Vorzüge der Echtzeitüberweisung auch für Firmenkunden. 
Seit 1. Januar 2019 können Kunden der Sparkasse Kraichgau mit der App „Mobiles Bezahlen“ ihre Sparkassen-Card (Debitkarte) digitalisieren und mit ihrem Android-Smartphone schnell und bequem bargeldlos bezahlen. Überall, wo man heute bereits kontaktlos mit seiner Sparkassen-Card und Kreditkarte bezahlen kann, ist auch mobiles Bezahlen möglich. Beim Bezahlen mit dem Smartphone sind alle Daten sicher. Denn es gelten die gleichen hohen Sicherheitsstandards wie beim Bezahlen mit der Sparkassen-Card oder der Sparkassen-Kreditkarte. 

In der ganzen Region Geld-zurück-Vorteile sammeln

Seit Juli 2018 bietet die Sparkasse Kraichgau ihren Kunden mit der Sparkassen-Vorteilswelt weitere einfach nutzbare Mehrwerte ihres Girokontos. Bezahlen sie mit der Sparkassen-Card (Debitkarte) bei einem der Vorteilspartner in der Region, werden sie mit unterschiedlich hohen Rückzahlungen belohnt, die ihrem Girokonto monatlich gutgeschrieben werden. Im Geschäftsgebiet der Sparkasse Kraichgau nehmen bereits rund 70 Einzelhändler, Restaurants und Dienstleistungsunternehmen an dem Programm teil und die Zahl wächst stetig weiter. Bundesweit beteiligen sich sogar über 4.000 Partner. Kunden der Sparkasse Kraichgau wurden im zweiten Halbjahr 2018 bereits über 46.000 Euro auf ihren Girokonten gutgeschrieben.

Die Sparkasse Kraichgau als Arbeitgeber

Ihren Erfolg verdankt die Sparkasse Kraichgau der guten und vertrauensvollen Tätigkeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Sparkasse zählt zu den großen Arbeitgebern in der Region und bietet 701 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern qualifizierte Arbeitsplätze (2017: 706). Ihrer sozialen Verantwortung kommt die Sparkasse auch bei der Qualifizierung junger Menschen in der Region nach. Der Ausbildung von Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen wird seit je her ein hoher Stellenwert beigemessen. Die Ausbildungsquote beträgt 6,8 %. Derzeit machen sich 36 junge Menschen bei der Sparkasse Kraichgau auf den Weg ins Berufsleben (Stand 31.12.2018).  

Von der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe erhielt die Sparkasse Kraichgau 2018 erneut eine Urkunde für ihre „ausgezeichnete Ausbildung“. Zwei Auszubildende wurden als „Jahrgangsbeste“ geehrt.  
„Hervorragend ausgebildete junge Menschen sind die Zukunft der Sparkasse und Garanten für die hohe Qualität im Kundenservice und in der Beratung“, betonte Vorstandsvorsitzender Norbert Grießhaber. 

Quelle: Karin Haas

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Veröffentlicht am 25. Februar 2019, 16:10
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