Supersonics zu schnell für die Heidelberger Jäger

(zg) Nach der deutlichen Auftakt Niederlage ging es für die American Footballer des SV Sinsheim am 28. April zum zweiten Saisonspiel nach Heidelberg. Deren Saisonauftakt war vergangene Woche ausgefallen, da der Verband versäumt hatte deren Spielerpässe rechtzeitig fertigzustellen. Somit lagen den Trainern der Supersonics keinerlei Informationen vor was von dem neu geformten Team spielerisch zu erwarten war. Jedoch wurde der Gastgeber von den Experten als Favorit für das anliegende Spiel gesehen. Hinzu kam dann noch das 10 Minuten vor Spielbeginn mit Kolja Grotkop bereits der dritte Offense Linespieler innerhalb von 2 Wochen ausfiel. Jedoch war dieses Mal eine freudige Nachricht der Grund für den kurzfristigen Ausfall. Carolin Grotkop (Spielerin der Supersonics) hatte auf dem vor Ort liegendem Alarm Telefon angerufen um den Spielertrainer der Sonics zu informieren das der Nachwuchs sich entschieden hatte mit der Geburt nicht bis nach dem Spiel zu warten. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen dass dieser Zwerg der Auftakt zu einem fast fehlerfreien Spiel der Supersonics sein sollte.

Wieder eröffneten die Sinsheimer das Spiel mit einem langen Pass, doch dieses Mal wurde dieser Ball auch gefangen. Dieses sollte der Unterschied werden zum Spiel der vergangenen Woche wo die Wide Receiver nicht in der Lage schienen einen Ball fest zu halten. Dieses Mal ging der Plan jedoch auf und so schafften es die Sonics innerhalb von nur wenigen Sekunden mit 8:0 in Führung gehen. Dieser schnelle Auftakt hatte die Gastgeber scheinbar kurz aus dem Konzept gebracht, den der im Anschluss fällige Kick Off wurde sofort wieder von den Sinsheimern zurück erobert. Ein weiterer tiefer Pass und schon stand es 14:0 für die Gäste ohne das die Mannschaft aus Heidelberg bis dahin den Ball auch nur einmal berührt hatte. Die anschließende Angriffsserie der Hunter wurde dann ebenfalls mit Raumverlust gestoppt und als der anschließende Punt von Marcel Kull geblockt und von der Sinsheimer Verteidigung in der gegnerischen Endzone erobert wurde kannte der Jubel der mitgereisten Fans keine Grenzen mehr. Jedoch hatte man sich dieses Mal zu früh gefreut, hatte einer der Schiedsrichter den Spielzug doch zu früh abgepfiffen so dass die Punkte für die Abwehr nicht zählten und stattdessen der Spielzug wiederholt werden musste. Dieses Mal klappte alles und die Supersonics kamen tief in der eigenen Hälfte wieder in Ballbesitz. Wieder schaffte es das Team mit ihrem schnellen Passspiel das Feld zu überbrücken und mit dem dritten Touchdown Pass von Quaterback Lukas Storz an diesem Tag die Führung noch vor dem Ende des ersten Viertel auf 20:0 auszubauen.

Im zweiten Viertel nutzten die Trainer die Führung aus um schon frühzeitig den neuen Spielern im Team die Chance zu geben Erfahrungen zu sammeln. So wurde hier wild ausgewechselt was dann ein wenig für Verwirrung sorgte, da plötzlich Spieler auf Positionen standen für die sie eigentlich noch nicht trainiert hatten. Dieses bremste das Angriffsspiel der Supersonics ein wenig aus, doch die Abwehr unter angeführt von Christian Nikolaus machte da weiter wo sie im ersten Viertel aufgehört hatte und ließ auch im zweiten keinerlei Raumgewinn zu. Trotz der Unordnung schaffte der Angriff 14 weitere Punkte zu erzielen. Somit ging es mit einer beruhigenden 34:0 Führung in die Halbzeit.

In der Halbzeit ermahnten die Trainer das Team jetzt nicht übermütig zu werden, hatte man die letzte zwei Jahre immer in Heidelberg geführt und beide Spiele dann noch kurz vor Spielende verloren. Hatte man in der ersten Halbzeit noch ein Passfeuerwerk abgefeuert änderte sich das Spiel der Sinsheimer in der zweiten Hälfte komplett. So baute man jetzt auf das Laufspiel um mit möglichst langem Ballbesitz entsprechend Zeit von der Spieluhr zu nehmen und die Punkte nicht unnötig hochzutreiben. So kam es das im dritten Viertel nicht ein Ball geworfen wurde und trotzdem schaffte man es zweimal das komplette Feld zu überqueren jedoch ohne zu Punkten da man durch individuelle Fehler zweimal kurz vor der Endzone den Ball verlor und damit die Heidelberger wieder in Ballbesitz brachte. Im Gegenzug machte die Verteidigung alles richtig an diesem Tag. So gelang Marcel Kull dem man im ersten Viertel noch den Erfolg aberkannt hatte im dritten Viertel einen der Pässe abzufangen. Bei einem weiteren Passversuch störten sich die Verteidiger Marcel Kull und Tim Heid bei dem Versuch den Ball abzufangen gegenseitig und der Heidelberger Receiver schaffte es als Nutznießer dieses Fehlers den Ball für einen längeren Raumgewinn zu fangen. Doch dieses sollte der einzige Abwehrfehler bleiben und so endete das dritte Viertel ohne weitere Punkte.

So ging es dann ins letzte Spielviertel. Hier nutzte der Angriff der Sonics die Chance um noch ein paar Dinge auszuprobieren was am Ende noch zu einem weiteren Touchdown zum 42:0 da die Abwehr auch in diesem Viertel fehlerfrei blieb war dieses dann auch der Endstand. Dieses Viertel wurde dominiert von den zwei Linebacker Denis Spiegel und Daniel Knecht welche zu diesem Zeitpunkt scheinbar im Alleingang den gegnerischen Angriff aufhielten. Natürlich wäre dieses nicht ohne die starke Defense Line möglich gewesen die es schaffte den gegnerischen Spielmacher über das komplette Spiel unter Druck zu setzen. Folgende Spieler erzielten auf der Seite der Sinsheimer die Punkte: Kevin Francingues (12), Tobias Krüger (10), Christian Nikolaus (6), Gottfried Pfeil (6), Steffen Rothmaier (6) und Dominik Schmalzhaf (2).

„Es war ein tolles Spiel und die Freude ist natürlich entsprechend hoch im Team. Doch es gilt wie immer die 24 Stunden Regel. Egal ob Sieg oder Niederlage nach 24 Stunden beginnt die Vorbereitung auf das kommende Spiel“ machte Headcoach im abschließenden Huddle der Mannschaft klar. Dieses zu recht denn mit den Crailsheim Titans kommt am Sonntag den 05.05. innerhalb von drei Wochen bereits der zweite Absteiger nach Sinsheim. Diese hatten am vergangenen Wochenende ihren Saisonauftakt in Mannheim wo diese ebenfalls recht deutlich mit 44:07 gewannen. Das Spiel beginnt 15:00 Uhr im Helmut-Gmelin-Stadion. Einlass wie gewohnt ab 13:30 Uhr, die Unterhaltung vor dem Spiel übernimmt wieder die Band Flugrost.

Quelle: Kai Preston

Veröffentlicht am 30. April 2013, 17:00
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