Trotz hoher Investitionen: SWEG präsentiert positives Jahresergebnis für 2018

Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn auf die Landesverkehrs-AG erfolgreich vollzogen / 2019 steht ganz im Zeichen von mehreren Betriebsaufnahmen

(zg) Die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) blickt auf ein durchaus erfolgreiches Jahr 2018 zurück: Das Jahresergebnis erreichte ein Plus von 579 000 Euro, im Gesamtkonzern von 920 000 Euro. „Die Zahlen entsprechen weitgehend der Planung“, erläutert der SWEG-Vorstandsvorsitzende Johannes Müller. Kostenbelastungen gingen von der Vorbereitung unter anderem der Betriebsaufnahme im Vergabenetz 12 („Ulmer Stern“) und von großen Baumaßnahmen aus, daneben häuften sich Hauptuntersuchungen bei Schienenfahrzeugen.

Die Zahlen des Geschäftsjahres 2018 berücksichtigen zum ersten Mal die Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn AG (HzL) auf die SWEG, was zu großen Veränderungen führte. So haben sich die Umsatzerlöse auf 154,8 Millionen Euro erhöht (2017: 92,1 Millionen Euro) beziehungsweise auf 158,5 Millionen Euro im Gesamtkonzern (2017: 102,8 Millionen Euro).  

2018: Fusion mit der HzL und Einsatz innovativer Technologien 

Nicht nur bei den Zahlen, sondern auch in der praktischen Arbeit war das Jahr 2018 in besonderer Weise geprägt von der vollzogenen Verschmelzung der HzL auf die neu geschaffene Landesverkehrs-AG. „Die Fusion hat beide Partner gestärkt und war nötig, um am Markt weiterhin erfolgreich auftreten und sich für weitere verkehrliche Aufgaben qualifizieren zu können – vor allem im Schienenverkehr“, erläutert Johannes Müller. Der Busverkehr bleibt aber weiterhin ein bedeutendes Standbein. Die neue Unternehmensstruktur hat auch bewirkt, dass die bekannten vier Buchstaben SWEG seit 2018 nicht mehr für „Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft“ stehen, sondern für „Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG“.

Dass sich die SWEG als innovatives Unternehmen seit Langem mit alternativen Technologien und Antriebsarten beschäftigt, zeigte sich 2018 an zwei herausragenden Beispielen. Zum einen brachte das Unternehmen – unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit – in Lahr den ersten autonom fahrenden Kleinbus im öffentlichen Straßenverkehr in Baden-Württemberg auf die Straße. Zum anderen ging der erste Elektrobus an den Start. „Beide Projekte haben uns geholfen, umfangreiches Wissen zu diesen neuen Technologien aufzubauen“, so der Vorstandsvorsitzende.  

2019: Betriebsaufnahmen „Ulmer Stern“, „Freiburger Y“,  Sinsheim und Krautheim

Am 9. Juni 2019 hat die SWEG den regionalen Zugbetrieb von Ulm über Heidenheim nach Aalen beziehungsweise von Ulm nach Munderkingen im Netz 12 („Ulmer Stern“) übernommen. „Grundsätzlich sind wir mit dem Betriebsstart sehr zufrieden“, so Tobias Harms, Technischer Vorstand der SWEG. „Nur vereinzelt kam es zu technischen Problemen und Verspätungen, die bei einer Betriebsaufnahme aber normal sind.“ Im Einsatz sind – erstmals in Baden-Württemberg – insgesamt zehn moderne Dieseltriebwagen des Typs Lint 54 des Herstellers Alstom. Nochmals fünf Fahrzeuge wurden für die Bodenseegürtelbahn angeschafft.

Eine weitere Betriebsaufnahme im Zugbereich steht im Dezember 2019 an: Zum Fahrplanwechsel startet der Betrieb im Netz 9b („Freiburger Y“), das die SWEG im Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Es umfasst die Strecken Breisach – Riegel-Malterdingen, Bad Krozingen – Münstertal und Freiburg – Elzach. Gewartet werden die künftigen Elektrotriebfahrzeuge in der neuen Bahnbetriebswerkstatt in Offenburg, die derzeit neu errichtet und im Herbst 2019 fertiggestellt wird. Zur Vorbereitung des elektrischen Betriebs hat die SWEG Schienenwege GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, die Kaiserstuhlbahn seit 2017 elektrifiziert und ausgebaut. Ende Juni 2019 sind die neu errichteten Oberleitungsanlagen unter Strom gesetzt worden.

Auch im Busbereich hat sich die SWEG erfolgreich im Wettbewerb behauptet. Im Rhein-Neckar-Kreis gewann das Unternehmen die Ausschreibung um das Linienbündel „Sinsheim Süd“. Der Verkehr umfasst 1,23 Millionen Fahrplankilometer jährlich, die die SWEG vom 15. Dezember 2019 an für zehn Jahre erbringen wird. Bereits von den 1970er-Jahren bis 2011 hatte die SWEG Busverkehrsleistungen im Raum Sinsheim gefahren. Im Hohenlohekreis gewann das Unternehmen die Ausschreibungen um die Linienbündel „Dörzbach“ (jährlich 820 000 Fahrplankilometer) und „Krautheim“ (jährlich 560 000 Fahrplankilometer). Beide Verträge gelten vom 15. Dezember 2019 bis 14. Dezember 2029, wobei die SWEG bereits jetzt den Busverkehr in Dörzbach fährt.

Die SWEG hat somit ihr Portfolio gestärkt, zumal auch im Güterverkehr neue Verträge abgeschlossen werden konnten. Die nächsten Jahre werden weitere Innovationen folgen, ohne den Blick für eine homogene Unternehmensstruktur zu verlieren.

Über das Unternehmen

Die SWEG ist ein Unternehmen mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald, das in Baden-Württemberg und teilweise angrenzenden Gebieten Busverkehr im Stadt- und Überlandverkehr sowie Schienengüter- und Schienenpersonennahverkehr betreibt. Im Jahr 2018 ist die Verschmelzung der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL) mit Sitz in Hechingen zur Südwestdeutschen Landesverkehrs-AG vollzogen worden. Bei der SWEG arbeiten mehr als 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Quelle: Christoph Meichsner

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Veröffentlicht am 16. August 2019, 13:04
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