U23: Drei Punkte im Dienstagabend Derby

TSG_Logo-Standard_4c KopieDer Knoten ist geplatzt. Mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den FC-Astoria Walldorf im Dienstagabend-Derby sicherte sich die U23 die ersten Heimzähler im Kalenderjahr 2019. Die attraktive Partie stand lange Zeit auf des Messers Schneide, ehe Christoph Baumgartner mit einem sehenswerten Solo die Entscheidung herbeiführte.

PERSONAL & TAKTIK

Trainer Marco Wildersinn nahm nach dem enttäuschenden 0:4 gegen Ulm gleich fünf Änderungen vor. Keeper Sebastian Gessl fehlte verletzt, für ihn stand Alexander Stolz zwischen den Pfosten. Zudem kehrten Robin Szarka (Uni-Prüfungen) und Domenico Alberico (Fieber) sowie die Profi-Abstellungen Christoph Baumgartner und David Otto in die Startelf zurück. Für sie blieben Johannes Bender, Nicolas Wähling und Thomas Gösweiner draußen. Lukas Rupp aus dem Profi-Kader war hingegen gar nicht dabei.

Taktisch sah das so aus: Vor der Vierer-Abwehrreihe Andreas Ludwig und Szarka auf der „Sechs“, Baumgartner gab davor – von Alberico (links) und Chinedu Ekene flankiert – den Takt an, Otto als einzige Spitze beschäftigte permanent die Walldorfer Innenverteidigung mit dem Ex-Hoffenheimer Tabe Nyenty.

Walldorfs Trainer Matthias Born setzte auf das altbewährte „never change a winning team“ und schenkte personell wie taktisch derselben Elf das Vertrauen, die am Wochenende 1:0 beim FSV Frankfurt gewonnen hatte. Selbst die Einwechslungen waren später auch in der Reihenfolge identisch. Somit saßen erneut die Ex-Hoffenheimer Andreas Schön, Nicolai Groß, Jonas Kiermeier und Niklas Schaffer erstmal auf der Bank. Die Astoria spielte in einem 4-1-3-2 mit Kapitän Tim Grupp vor der Viererkette. Der auffällige Semih Sahin rückte nach Schöns Einwechslung von der Spitze ins Mittelfeld, am Ende stellte Born auf Dreierkette um – vergeblich.

 

DER SPIELFILM

2

Riesenchance für Walldorf! Nico Hillenbrand steckt für den schnellen Semih Sahin durch, doch der scheitert im Eins-gegen-Eins an Stolz – wichtige Parade gleich zu Beginn!

 

7

Da hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen: Schöne Kombination über Otto, Szarka und Ludwig auf Alberico, der aber rechts vorbei schiebt. Nach dem Blitzstart Walldorfs ist die TSG nun im Spiel und bestimmt den ersten Durchgang.

 

9

TOR FÜR DIE TSG!
Dazu passend auch die Führung. Der Ball kommt zu Otto, der ihn aus acht Metern humorlos reinnagelt. Das gibt Selbstvertrauen.

 

24

Eine Eckball-Hereingabe Sahins landet auf dem Kopf des aufgerückten Max Müller, der den Ball allerdings nicht direkt aufs Tor bringt, sondern auf den Boden drückt, von wo aus er dann über die Latte fliegt.

 

33

Otto schüttelt den hartnäckigen Ex-Hoffenheimer Nyenty ab und bedient Ludwig, dessen Schuss aber knapp am Walldorfer Gehäuse vorbeirauscht.

 

44

Ekene auf Otto, doch Hillenbrand rettet in letzter Sekunde. Kurz darauf wieder Ekene, der sich verletzt und liegen bleibt, aber zum Glück weitermachen kann.

 

45

„Walldorf kommt gut ins Spiel, aber wir kämpfen uns auch gut rein und erspielen uns viele gute Möglichkeiten“, zeigt sich Wildersinn mit den ersten 45 Minuten zufrieden. Zurecht.

 

47

Wieder erwischt Walldorf einen guten Start. Hillenbrands Kopfball wehrt Szarka ab. Mit der Hand, behaupten die Walldorfer, der Schiri sieht das anders. Weiterspielen.

55

Im Gegensatz zum ersten Abschnitt baut Walldorf jetzt nicht ab. Minos Gouras zieht aus zehn Metern freistehend ab, Stolz ist mit dem Fuß zur Stelle.

61

Baumgartners Konter wird in letzter Sekunde gebremst, zuvor hatte Nyenty Ekene gelbwürdig gefoult, es wäre die Ampelkarte gewesen, der Unparteiische lässt sie stecken, stattdessen kassiert Otto Gelb wegen Meckerns.

65

Walldorf will was mitnehmen. Erik Wekessers Freistoß aus 18 Metern landet auf der Latte.

88

TOR FÜR DIE TSG!
Es geht hoch und runter, der Regen setzt ein, wie beim Youth-League-Spiel gegen Real. Und dieses Wetter liegt der TSG anscheinend. Walldorf hat auf Dreierkette umgestellt, Baumgartner nutzt den Freiraum, schüttelt seine Gegenspieler ab und sorgt für die Entscheidung (siehe „Szene des Spiels“).

90

„Die Erleichterung ist groß“, gibt Wildersinn zu. „Wir haben unsere Heimbilanz aufpoliert und wollen jetzt weiter punkten. Walldorf hatte im zweiten Durchgang auch sehr gute Chancen und es wurde teilweise hektisch, aber wir haben schließlich in einem turbulenten Derby den Lucky Punch gesetzt.“

DIE SZENE DES SPIELS

Keine Frage, das 2:0 durch „Baumi“. Nicht nur, weil es für die endgültige Entscheidung sorgte, sondern weil es einfach bärenstark war. Nach 88 ohnehin sehr laufintensiven Minuten nochmal so einen Sprint hinzulegen, dem Regen und zwei Gegenspielern zu trotzen, sich so zum Tor durchzutanken und die Kugel dann noch so lässig zu lupfen – Respekt.

DIE ZAHL DES SPIELS

13 – die Rückennummer von Chinedu Ekene. Einige Zuschauer hielten den Außenspieler für einen Neuzugang und mussten sich erst auf dem Spielberichtsbogen schlau machen. Ach ja, der „Chine“. Allerdings mit rasierter Kurzhaarfrisur, weg ist die Mähne.

DAS STENOGRAMM

TSG 1899 Hoffenheim – FC-Astoria Walldorf 2:0 (1:0)
Hoffenheim: Stolz – Görlich, Chana, Lengle, Rettig – Szarka, Ludwig – Akene, Baumgartner (88. Bender), Alberico (78. Elmkies) – Otto (70. Wähling).
Walldorf: Rennar – Goß, Nyenty, Müller (59. Groß), Hofmann (84. Meyer) – Grupp – Fahrenholz (65. Schön), Hillenbrand, Gouras – Wekesser, Sahin.
Tore: 1:0 Otto (9.), 2:0 Baumgartner (87.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach). Karten: Gelb für Otto, Lengle / Nyenty.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


Weitere Berichte Über die TSG 1899 Hoffenheim  in unserer Rubrik: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 12. April 2019, 15:50
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