Vor HSV-TSG: Müssen Potential mit Leben füllen

TSG_Logo-Standard_4c KopieAm 13. Bundesliga-Spieltag tritt die TSG im Volksparkstadion gegen den Hamburger SV an. Dabei kommt es zum Wiedersehen mit dem Trainerteam Markus Gisdol, Frank Fröhling und Frank Kaspari sowie mit den Spielern Sejad Salihovic und Sven Schipplock. TSG-Cheftrainer Julian Nagelsmann blickt auf das Duell mit dem HSV am Sonntag, 15.30 Uhr, voraus.

JULIAN NAGELSMANN ÜBER…

… den Gegner.

Der HSV hat sich spielerisch im Vergleich zur Vorsaison verändert. Sie haben viel mehr spielerische Ansätze und versuchen nicht mehr nur, das Mittelfeld schnell mit langen Bällen zu überbrücken. Sie jagen nicht mehr so extrem den zweiten Ball. Da sieht man die Arbeit von Markus Gisdol. Dazu kommt, dass der HSV ein sehr gutes Spiel über die Flügel hat – so können sie immer für Gefahr sorgen. Im Sturm haben sie sehr talentierte Spieler und in der Innenverteidigung eine besondere Mentalität. Das macht es auf dem Feld für uns schwer. Dazu kommt noch der extreme Druck von den Rängen. In Hamburg ist immer eine sehr gute Stimmung. Sie haben noch nicht so viele Punkte und stehen unter Zugzwang. Deshalb wird die Stimmung extrem sein. Darauf müssen wir emotional vorbereitet sein. Nur dann können wir als Sieger vom Platz gehen.

… das Personal.

Sandro Wagner ist wieder gesund und kann am Freitagnachmittag noch trainieren. Benjamin Hübner wird uns noch ein bisschen fehlen. Bei ihm ist es skurril: Er hatte zunächst Schmerzen im rechten Knie, nun schmerzt das linke. Er erholt sich nicht richtig und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen.

… die sportliche Situation I.

Wir besprechen vor der Partie in Hamburg noch das, was wir in Braga und auch in den anderen Europa-League-Spielen nicht gut gemacht haben, aber dann steht der HSV im Fokus. Die Bundesliga ist ein anderer Wettbewerb – es gibt keine Korrelation zur Europa League. Wir haben jedes Spiel in Europa so vorbereitet, dass wir es gewinnen können, haben von jedem Gegner mindestens sechs Spiele angeschaut, aber es hat nicht gereicht. Wir müssen jetzt das Positive herausziehen. Wir haben in der vergangenen Saison gesehen, dass Training für uns sehr wichtig ist. Das können wir nun wieder mehr machen. Die Ergebnisse in der Bundesliga waren zwar bisher stabil, aber die Art und Weise der Auftritte war nicht so gut wie in der Vorsaison. Das Training wird uns in der Liga und in unserer Entwicklung guttun. Spitzenteams verbessern sich über Training nur um wenige Prozentpunkte, aber für uns, Köln oder die Hertha ist Training entscheidend für die Stabilität. Wir müssen trainieren, um besser zu werden. Die Entwicklung über Spiele ist schwieriger. Das haben wir ordentlich gemacht, aber auf europäischem Parkett nicht die nötigen Ergebnisse eingefahren. In der Bundesliga stehen wir ja angesichts der bisherigen Belastung gut da. Vor der Winterpause ist das Ziel, so viele Punkte wie möglich zu holen. Im kommenden Jahr wollen wir dann angreifen und  so stabil spielen wie in der vergangenen Spielzeit.

… die sportliche Situation II.

Frustriert bin ich nach dem Aus in der Europa League nicht, aber natürlich ärgere ich mich. Vor allem das 0:1 in Braga war bitter, weil wir den Gegner so verteidigt haben, wie wir uns das vorgenommen hatten. Dennoch bekommen wir das Gegentor – das ist das Schlimmste, das passieren hätte können. Das war ein ganz schlechter Start, der unseren Plan über den Haufen geworfen hat.

… die sportliche Situation III.

Ich rede sehr ungern über Potenzial, weil das ein fiktiver Wert ist, den man auf dem Feld mit Leben füllen muss. Das haben wir in der Europa League zu selten geschafft. Ich habe nach dem Spiel in Braga am Donnerstagabend mit vielen Spielern länger gesprochen. Die Situation in Europa war nicht einfach. Wir hatten die Chance auf die Champions League, sind gegen Liverpool ausgeschieden und mussten dann die Europa League annehmen. Dazu spielen die Mannschaften aus den kleineren Ligen gerne gegen Bundesligisten, um zu zeigen, was sie können. Auch deshalb haben wir uns schwer getan, obwohl die Gruppe nicht mit Teams mit großen Namen gespickt war.

DIE BISHERIGEN DUELLE

18 Mal begegneten sich die TSG und der HSV in der Bundesliga in den vergangenen neun Spielzeiten – die Bilanz ist ausgeglichen. Beide Mannschaften konnten sieben Siege feiern, vier Mal wurden die Punkte geteilt. TSG-Fans werden den 5:1-Auswärtssieg im August 2013 nicht vergessen, zu dem Roberto Firmino fünf Scorerpunkte beitrug. 

DIE FORM DES GEGNERS

Der HSV startete stark in die neue Bundesliga-Saison und gewann die ersten beiden Partien. Danach lief es nicht mehr rund in Hamburg – seit dem sechsten Spieltag kommt der Klub nicht mehr über Rang 15 in der Tabelle hinaus. Das Team von Markus Gisdol konnte nur eines der vergangenen zehn Spiele für sich entscheiden.

DAS SCHLÜSSELDUELL

Standardsituationen könnten in Hamburg für die TSG zum Schlüssel für einen Sieg werden. Die Hanseaten kassierten vier der vergangenen fünf Gegentore nach einem ruhenden Ball. Insgesamt musste das Team von Markus Gisdol schon acht Gegentreffer nach Standards hinnehmen, Rang 14 in der Liga. Die TSG erzielte im Saisonverlauf schon sieben Tore nach Standards (Rang sieben in der Liga) und ist vor allem nach Ecken (vier Tore) sehr gefährlich.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


Weitere Berichte Über die TSG 1899 Hoffenheim  in unserer Rubrik: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 25. November 2017, 14:07
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