1700 Jahre Jüdisches Leben in der Region: Wanderung auf dem MF – Menachem & Fred-Weg

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Am vergangenen Samstag traf sich eine Gruppe von 23 interessierten Wanderfreunden auch oder Zum Thema Jüdisches Leben in der Region. Die Gemeinde Meckesheim hatte dies im Rahmen seiner Reihe „1700 Jahre Jüdisches Leben“ initiiert! Zur Reihe gibt es sehr interessante Veranstaltungen, die unter anderem an die Deportation von jüdischen Mitbürgern vor nunmehr 81 Jahren erinnert!
Treffpunkt war am Bahnhof in Meckesheim wo die beiden Referenten Rudolf Mickel & Frank Falgner auf die Gruppe warteten! Nicht zu vergessen, die betreuende und organisierende Julia Wieland, welche die Tickets für die Bahnfahrt besorgt und verteilt hat!
Die entstandenen Kosten hat die Gemeinde Meckesheim übernommen! Vielen Dank dafür!

Start war um 8.59 Uhr mit der S-Bahn in Richtung Hoffenheim, wo die Wanderung begonnen wurde. der erste Anlaufpunkt war das Rathaus von Hoffenheim, wo Anfang Mai diesen Jahres eine Gedenktafel enthüllt worden ist! Wir haben diese Enthüllung medial begleitet.

Von da ging es weiter zum einer weiteren Gedenktafel, die an den Standort der Synagoge erinnert! Weiter ging es zum Gedenkstein in der Hoffenheimer Silbergasse, wo noch einmal über die Zusammenhänge referiert wurde. 
Die Silbergasse hoch, am Dietmar-Hop-Stadion vorbei auf dem gut ausgeschilderten „MF“ Wanderweg weiter durch den herbstlichen Wald, immer Acht auf eventuelle Folgen des kürzlichen Herbststurms!

Der Name des Weges ist begründet: Bei Wanderungen am Samstag (Schabbat) kamen die jüdischen Brüder Menachem Mayer & Fred Raymes aus Hoffenheim hier entlang. Sie erinnerten sich dabei an ihre Kindheit: „Wir fürchten uns vor den Waldgeistern, die so typisch sind für die deutsche Sagenwelt.“ Fred Raymes erzählt: „Ich höre noch den Kuckucksruf. Fasziniert haben mich die Kühe, die auf den Lichtungen grasten.“
Weiter ging es durch den Wald auf Eschelbronner Gemarkung, wo uns an der „Gigglerskopfhütte“, die „gute Seele“ der Gemeinde Meckesheim  – Martin, empfing und uns mit einem kühlen Trunk und einer Brezel überraschte.

Weiter ging es dann Richtung Neidenstein, vorbei am Friedhof und der Burg Neidenstein, die ebenfalls im 8. Jahrhundert im Lorscher Kodex erwähnt wird, wie große Teile Eschelbronns, der Schreinerstadt, lange im Besitz der Familie von Venningen. Man sagt als Menachem und Fred die Burg sahen, riefen sie freudig aus: „Wir sind da!“ Manchmal fuhr sie ihr Onkel heim, einer der wenigen, der im Besitz eines Autos war.
Eine kleine Fotogalerie mit Impressionen des schönen Spätvormittags …

Der Wanderweg von Hoffenheim nach Neidenstein ist den ehemaligen Hoffenheimern Menachem Mayer & Fred Raymes gewidmet, die heute in Israel und in den USA leben, ideale Wegbegleiter auf den Spuren jüdischen Lebens im Kraichgau. Über das Leben der beiden Brüder ist ein Film, als auch ein Buch entstanden … „Wiedersehen in Hoffenheim menachem & fred“ bzw. „Aus Hoffenheim deportiert.“
Wir erreichten pünktlich unsere S-Bahn um 12.59 Uhr vom Bahnhof Neidenstein zurück nach Meckesheim.
Ein kleines Dankeschön an die beiden Referenten von der Gemeinde Meckesheim war obligatorisch! Alle Teilnehmer hatten einen schönen Tag mit netten neuen Bekanntschaften und Gesprächen! 

©Hans Joachim Janik

Veröffentlicht am 26. Oktober 2021, 06:00
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