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Sinsheim Steinsfurt

Sinsheim-Steinsfurt

Sinsheim-Steinsfurt

Geschichte von Steinsfurt an der Elsenz

  • Früheste Besiedlung
  • Älteste Funde aus der Jungsteinzeit und La-Tène-Zeit
  • Bedeutendster Fund: Jupitergigantensäule aus der Römerzeit
  • Lehen des Bistums Worms und später Besitz des Klosters Sinsheim
  • Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und kriegerische Auseinandersetzungen im 17. und 18. Jahrhundert
  • Wirtschaftlicher Aufschwung durch die Elsenztalbahn und Steinbrüche
  • Zuzug von Evakuierten, Heimatvertriebenen und Flüchtlingen im 20. Jahrhundert
  • Wirtschaftlicher Impuls durch Bau der A6 und Ausbau der B39
  • Eingemeindung nach Sinsheim im Jahr 1973
  • Verkehrsgünstige Lage mit Vorteilen und Nachteilen
  • Entwicklung zu einer lebendigen und prosperierenden Gemeinde
  • Schätzung der ruhigen und idyllischen Lage, Nähe zur Natur und gute Anbindung an Sinsheim
  • Vereine und Aktivitäten für alle Altersgruppen

Steinsfurt an der Elsenz ist ein Ort in der Nähe von Sinsheim, der zu den frühesten besiedelten Orten der Umgebung gehört. Die ältesten Funde aus Steinsfurt stammen aus der Jungsteinzeit, weitere Funde aus der La-Tène-Zeit. Der bedeutendste Fund jedoch ist die größte in Südwestdeutschland gefundene Jupitergigantensäule aus der Zeit der Römer, die 1959 ausgegraben wurde und die bereits im 18. und 19. Jahrhundert entdeckte römische Funde ergänzt.

Das im Jahr 1100 erstmals erwähnte Dorf war ein Lehen des Bistums Worms, mit dem regionale Adelige belehnt wurden. Durch Kauf und Tausch kam dann das Kloster Sinsheim im 15. Jahrhundert in den Alleinbesitz über das Dorf, das seit 1335 unter der Oberhoheit der Kurpfalz stand. Steinsfurt gehörte bis 1803 zum kurpfälzischen Oberamt Mosbach (Kellerei Hilsbach), wurde dann dem kurzlebigen Fürstentum Leiningen zugeschlagen und kam nach dessen Ende 1806 an Baden.

Der Ort teilt die Geschichte der meisten Nachbarorte und war von Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und den nachfolgenden kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. und 18. Jahrhunderts betroffen. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Einwohner aufgrund der vorherrschenden Armut in dem rein landwirtschaftlich geprägten Ort aus. Ein erster wirtschaftlicher Aufschwung stellte sich erst durch den Bau der Elsenztalbahn und den damit verbundenen Betrieb von Steinbrüchen bei Steinsfurt ein. 1939 hatte Steinsfurt 1440 Einwohner, durch Zuzug von Evakuierten und Zuweisung von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen stieg die Einwohnerzahl bis zum Ende der 1940er Jahre auf 2450 Personen an.

In den 1960er Jahren wurde dann der Bau des Teilstücks der A 6 von Weinsberg nach Walldorf mit der direkt am Ort befindlichen Abfahrt sowie der Ausbau der B 39, die den Ort durchquert, als bedeutender wirtschaftlicher Impuls gesehen. Die verkehrsgünstige Lage förderte die Ansiedlung von Industriebetrieben, führte jedoch auch bis in die Gegenwart zu einer hohen Verkehrsbelastung.

Am 1. Januar 1973 wurde Steinsfurt bei der Gebietsreform in Baden-Württemberg nach Sinsheim eingemeindet. Durch den Anschluss an die größere Stadt Sinsheim erhielt der Ort Zugang zu einer Vielzahl von städtischen Einrichtungen und Dienstleistungen, die vorher nicht verfügbar waren. Die Einwohnerzahl von Steinsfurt stieg durch den Zuzug von Menschen aus Sinsheim und Umgebung an.

Die verkehrsgünstige Lage des Ortes, durch die Anbindung an die A6 und die B39, hatte sowohl Vorteile als auch Nachteile. Auf der einen Seite führte es zur Ansiedlung von Industriebetrieben und damit zu einem wirtschaftlichen Aufschwung, auf der anderen Seite hat es jedoch auch zu einer hohen Verkehrsbelastung geführt.

Trotz der Herausforderungen, die die Eingemeindung mit sich brachte, hat sich Steinsfurt zu einer lebendigen und prosperierenden Gemeinde entwickelt. Die Einwohner schätzen die ruhige und idyllische Lage des Ortes, die Nähe zur Natur und die gute Anbindung an die Stadt Sinsheim. Es gibt eine Vielzahl von Vereinen und Aktivitäten, die sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche angeboten werden. Auch die historischen Sehenswürdigkeiten und Fundstücke aus der Vergangenheit, wie die römische Jupitergigantensäule, ziehen immer wieder Besucher an.

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