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Sinsheim Waldangelloch

Sinsheim-Waldangelloch

Sinsheim-Waldangelloch

Waldangelloch, ein Ort unterhalb der Burg Waldangelloch, hat eine bewegte Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Erstmals 1225 in einer Urkunde König Heinrichs VII. erwähnt, unterstand der Ort völlig der Herrschaft der Burgherren, die damals die Ritter von Angelach waren. Diese hatten die Burg und weiteren Besitz im Ort als Lehen der Grafen von Eberstein. Nach dem Aussterben der Herren von Angelach im frühen 17. Jahrhundert zog Graf Philipp III. von Eberstein den Besitz in Waldangelloch wieder an sich.

Mit dem Tod von Casimir von Eberstein, dem letzten Nachfahren von Graf Philipp III., gelangte der Ebersteinsche Anteil 1679 über seine Witwe und die Heirat seiner Tochter Sofie Esther Elbertine von Eberstein mit Friedrich August von Württemberg-Neustadt an das Haus Württemberg. Schulen, Kirche, Jagd und Fischerei lagen fortan bei Württemberg, die Grundherrschaft war auf ein Kondominat aus Württemberg und dem inzwischen in Bruchsal residierenden Ritterstift Odenheim verteilt.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gelangte der Besitzteil des Stiftes an das Großherzogtum Baden, mit dem Tausch- und Epurationsvertrag von 1806 folgte auch die bis dahin württembergische Hälfte. Waldangelloch kam zum badischen Amt Odenheim. Der Ort hatte um 1800 etwa 800 Einwohner und war lange Zeit landwirtschaftlich und handwerklich geprägt. An Handwerken sind insbesondere Schreiner, Siebmacher und Rechenmacher zu nennen.

Nach dem Übergang an Baden zogen zahlreiche Auswärtige in den Ort, was zu einer hohen Geburtenrate und einer Bevölkerungszunahme führte. Ab den 1880er Jahren gab es in Waldangelloch mehrere Zigarrenfabriken, in denen in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg über 200 Männer und Frauen beschäftigt waren. 1901 wurde der Ort durch die Bahnstrecke Wiesloch-Meckesheim/Waldangelloch an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Im Ersten Weltkrieg und in der nachfolgenden Zeit der Inflation erlebte der Ort einen zeitweiligen Niedergang der Zigarrenfabriken, verbunden mit Abwanderung aufgrund von Arbeitslosigkeit. Neue Arbeitsplätze bot eine Stockfabrik.

Waldangelloch hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Früher war es ein kleines Dorf, das von Landwirtschaft und Forstwirtschaft lebte. Heute ist es eine beliebte Touristenattraktion, die sowohl Wanderer als auch Naturliebhaber anzieht. 

Waldangelloch ist bekannt für seine atemberaubende Natur, einschließlich Wälder und Wiesen. Es gibt auch viele Wanderwege, die durch das Gebiet führen und die Besucher ermöglichen, die Schönheit der Natur zu erleben. Es gibt auch einige historische Stätten im Waldangelloch, wie alte Burgen und Kirchen, die besichtigt werden können. Insgesamt ist das Waldangelloch ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Wanderer, die die Schönheit der Natur und die Geschichte der Gegend erleben möchten.

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