25 der 35 Landkreise haben 2019 die Kreisumlagehebesätze geändert

2019 knapp 4 Milliarden Euro Kreisumlage im Südwesten erwartet

Die Kreisumlage, die von den Landkreisen bei ihren kreisangehörigen Gemeinden zur Deckung ihres Finanzbedarfs erhoben wird, ist eine wesentliche Einnahmequelle für die Kreishaushalte. Sie wird in einem Hundertsatz (Kreisumlagehebesatz) der Steuerkraftsummen der Gemeinden eines Landkreises bemessen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben 25 der 35 Landkreise ihre Kreisumlagehebesätze für das Jahr 2019 geändert. Darunter erhöhten 3 Landkreise ihren Umlagehebesatz, währenddessen in 22 Landkreisen eine Reduzierung stattfand. Der gewogene Kreisumlagehebesatz in Baden-Württemberg ist gegenüber dem Vorjahr um 0,75 Prozentpunkte auf 30,12 % gesunken. Dies ist erneut der geringste Wert seit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2005 (unter anderem Auflösung der beiden Landeswohlfahrtsverbände).

Trotz zurückgehender Umlagehebesätze nimmt das Aufkommen an der Kreisumlage, dank der anhaltenden positiven Entwicklung der Steuereinnahmen und der daraus resultierenden Erhöhung der Steuerkraftsummen, weiterhin stetig zu. Bezeichnend dafür ist, dass 2019 trotz einer Verringerung der Umlagehebesätze von den 22 betroffenen Landkreisen bei nur 6 Landkreisen das zu erwartende Aufkommen tatsächlich sinkt oder gleichbleibt. Für dieses Jahr werden insgesamt voraussichtlich knapp 4 Milliarden Euro von den Landkreisen vereinnahmt. Dies würde gegenüber 2018 einen Anstieg um rund 128 Millionen Euro oder um gut 3,3 % bedeuten. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat sich damit das Aufkommen um ein gutes Drittel gesteigert.

Umlagehebesätze nach Kreisen: Der Landkreis mit dem höchsten Kreisumlagehebesatz ist wie im letztem Jahr der Landkreis Heidenheim mit 36,68 % (2018: 36,69 %) vor dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit unverändert 36,10 %. Das »Schlusslicht« bildet nun der Landkreis Biberach mit 25,50 % (2018: 27,00 %) mit deutlichem Abstand vor dem Enzkreis mit unverändert 27,15 %. Die höchste Anhebung des Umlagehebesatzes um 4,4 Prozentpunkte auf 30,40 % nahm der Landkreis Calw vor, dessen Umlagehebesatz im Vorjahr mit 26,00 % noch der niedrigste war.

Das höchste Pro-Kopf-Aufkommen an der Kreisumlage dürfte mit gut 554 Euro diesmal beim Hohenlohekreis zu erwarten sein (2018: 492 Euro). Diesem Kreis folgt der letztjährige »Spitzenreiter«, der Landkreis Böblingen, mit gut 526 Euro je Einwohner (2018: 513 Euro).

Das niedrigste Pro-Kopf-Aufkommen wird beim Enzkreis mit 366 Euro (2018: 352 Euro) und dem Landkreis Emmendingen mit 368 Euro je Einwohner (2018: 369 Euro) erwartet. Das durchschnittliche Aufkommen aller Landkreise steigert sich je Einwohner von 430 Euro im Vorjahr auf voraussichtlich 444 Euro in diesem Jahr.

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Veröffentlicht am 12. Juni 2019, 11:34
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