Arbeitsgespräch im Rathaus Meckesheim zum Alten Rathaus

Bürgermeister Maik Brandt in Abstimmung mit Dr. Albrecht Schütte MdL

(zg) Einen direkten Blick auf das Objekt im Mittelpunkt der Diskussion – nämlich das Alte Rathaus von Meckesheim – hatten Bürgermeister Maik Brandt und der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte. Bekanntlich will die Gemeinde dieses historische Objekt aufgrund des Zustandes des Dachs zeitnah sanieren. Nachdem Unklarheiten aufgetaucht waren, ob die Hinweise des Statikers mit denen der Denkmalpflege zum Erhalt des Kulturdenkmals vereinbart werden können, hatte Schütte in Stuttgart mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums als oberste Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege als Fachbehörde das Gespräch gesucht. Dabei ging es darum, wie den Belangen, historische Substanz zu erhalten, den statischen Gegebenheiten und den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Meckesheim Rechnung getragen werden kann.
Von dem Gespräch und den daraus folgenden nächsten Schritten konnte Schütte dem Meckesheimer Bürgermeister jetzt berichten. Im Detail geht es um die Fragen, ob etwa die in der Dachkonstruktion enthaltenen Andreaskreuze oder auch die Füllung der Bodenkonstruktion mit Lehm erhalten werden können. Basierend auf einer statischen Analyse, die gerade erstellt wird, werden in enger Abstimmung zwischen Gemeinde und dem Landesamt für Denkmalpflege innerhalb der nächsten Wochen die weitere Klärung stattfinden.
Eine zweite wichtige Rolle spielte in dem Gespräch die mögliche Bezuschussung der Sanierung des Alten Rathauses aus Landesmitteln. Neben den limitierten Mitteln für die Erhaltung von denkmalgeschützter Substanz ergeben sich z.B. im sogenannten Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) Möglichkeiten. Entsprechende Anträge habe die Gemeinde am vergangenen Freitag eingereicht, berichtete Bürgermeister Brandt. „Schließlich“, so waren sich Brandt und Schütte einig, „kann das Alte Rathaus und seine Substanz nur erhalten sowie modern mit Bürgersaal und Arztpraxen genutzt werden, wenn entsprechende Mittel von Gemeinde und Land zur Verfügung gestellt werden.“
Zum Abschluss sprachen Schütte und Brandt über das Ziel, in Meckesheim die Eisenbahnübergänge kreuzungsfrei zu gestalten. Grundsätzlich würden die Zuschussmittel für den Kostenanteil von Kreis bzw. Kommunen bei solchen Maßnahmen seitens des Landes ab 2020 deutlich erhöht, konnte Schütte berichten. Im Verkehrs- und Finanzausschuss setze er sich jetzt dafür ein, dass mit diesen Mitteln zukünftig auch die Planungskosten bezuschusst würden und bei der Schaffung von kreuzungsfreien Eisenbahnübergängen die Zuschussquote von 50% auf 75% erhöht werde.

(Text/Foto: Floriann Hummel)

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Veröffentlicht am 5. Oktober 2018, 16:25
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