Ein urgeschichtliches Museum erreichen wir nur gemeinsam

Dr. Albrecht Schütte MdL initiierte Austausch zu Museum in Mauer

(v.l.n.r.): Dr. Cornelia Sussieck, Dietrich Wegner, Prof. Oliver Friedrich, Bürgermeister John Ehret, Volker Liebig, Julia Philippi MdL, Dr. Albrecht Schütte MdL, Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz MdL, Dr. Jürgen Schweizer, Marion Gentges MdL, Prof. Jörg Pross

(zg) Zu einem Gespräch über ein mögliches urgeschichtliches Museum in Mauer konnte Bürgermeister John Ehret hohen Besuch begrüßen. Auf Einladung des örtlichen Abgeordneten Dr. Albrecht Schütte (CDU) waren Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz (CDU), die Vorsitzende des Arbeitskreises Wissenschaft und Kunst der CDU-Landtagsfraktion, Marion Gentges sowie die kulturpolitische Sprecherin Julia Philippi (CDU) zu einem Austausch mit Dr. Cornelia Sussieck und Dietrich Wegner, Stifter der neu gegründeten Stiftung Urmensch von Mauer in das Rathaus der Elsenztalgemeinde gekommen. Professor Jörg Pross und Professor Oliver Friedrich vom Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg, sowie Volker Liebig und Dr. Jürgen Schweizer vom Verein Homo Heidelbergensis in Mauer e.V. wurden ebenso herzlich vom Oberhaupt der Elsenztalgemeinde begrüßt, dem sich ein Dank an den Organisator anschloss: „Albrecht Schütte ist bereits seit Jahren Mitglied des Fördervereins, lange vor seiner Zeit als Landtagsabgeordneter. Als Gemeinde Mauer können wir uns auf ihn verlassen.“

„Wer ein ambitioniertes Projekt, wie ein urgeschichtliches Museum, voranbringen möchte, muss alle relevanten Akteure frühzeitig an einen Tisch bringen. Ich bin Ihnen allen deshalb sehr dankbar, dass Sie zu diesem Termin gekommen sind“, so Schütte. Ohne die Universität Heidelberg, die Gemeinde Mauer sowie die ehrenamtlich Engagierten könne nichts realisiert werden. In diesem Sinne dankte Schütte dem Stifterehepaar herzlich. „Von Seiten des Landtages sind zuständig die Ausschüsse für Wissenschaft und Kunst sowie für Finanzen“, führte Schütte, der stellvertretende Sprecher für Finanzen seiner Fraktion, weiter aus. Daher habe er zunächst im kleinen Kreis Gespräche geführt und die Verantwortlichen eingeladen, bevor irgendetwas an die Presse gehe. Schließlich wolle man unnötige Konflikte vermeiden.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins stellte Liebig die Bedeutung des Homo heidelbergensis dar. Der Homo Heidelbergensis aus Mauer, dessen Unterkieferknochen 1907 von Daniel Hartmann in einer Sandgrube am Ortsrand der Gemeinde gefunden wurde, war nach dem Homo erectus und dem Neandertaler erst der dritte Urmenschenfund weltweit und somit Namensgeber für eine ganze Menschengruppe. Um die Fund- und Wissenschaftsgeschichte des mehr als 600 000 Jahre alten Unterkiefers interessierten Bürgern der Region näher zu bringen, habe sich deshalb 2001 der Verein Homo heidelbergensis in Mauer gegründet und mit städtischer Unterstützung ein Infozentrum im „Heid’schen Haus“ sowie eine kleine urgeschichtliche Ausstellung im Rathaus von Mauer eingerichtet.

Um am Fundort mit Tausenden von Funden neben dem berühmten Unterkiefer die damalige Zeit zum Leben zu erwecken, habe sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dietrich Wegner Ende 2018 die Stiftung Urmensch von Mauer gegründet, so Stifterin Dr. Cornelia Sussieck: „Wir möchten die Einrichtung eines größeren urgeschichtlichen Museums in Mauer finanziell und ideell unterstützen. Gerade die Vernetzung mit Forschungseinrichtungen wie der Universität Heidelberg oder Landesmuseen bietet dabei ein großes Potential.“

Professor Pross, Dekan der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften der Universität Heidelberg, begrüßte die Idee eines Museums zum Homo heidelbergensis und seiner Zeit: „Das Potential solch eines Projektes für Forschung und Bildung begeistert mich als Paläontologe natürlich. Da sich der Unterkiefer des Homo heidelbergensis im Eigentum der Universität befindet, ist ein vertrauensvoller und enger Austausch – wie er heute stattfindet – zwischen den beteiligten Akteuren sehr wichtig.“

Die CDU-Parlamentarierinnen Kurtz, Gentges und Philippi wurden spätestens bei der Besichtigung der Ausstellung im Rathaus und Fundstelle von 1907, die in Teilen noch erhalten ist, von der Begeisterung angesteckt und waren sich mit Schütte einig: „So wie die vom Land beschlossenen Keltenkonzeption brauchen wir z.B. eine urgeschichtliche Konzeption, um das hier angedachte Museum zu unterstützen.“ (Text/Fotos: Florian Hummel)

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Veröffentlicht am 12. April 2019, 15:42
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