Frauen: TSG verpasst Überraschung gegen Wolfsburg

TSG_Logo-Standard_4c KopieTrotz starker Leistung unterlag die TSG dem VfL Wolfsburg im letzten Heimspiel der Saison mit 0:1 (0:1). Das Team von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann spielte gegen den Pokalsieger zwar über die volle Distanz gut mit, konnte den Wölfinnen die vorzeitige Meisterfeier jedoch nicht versauen. Pia-Sophie Wolter erzielte das Tor des Tages (42.).

TAKTIK & PERSONAL:

Im letzten Heimspiel der Saison 2018/19 wartete auf die TSG im Dietmar-Hopp-Stadion noch ein besonderes Highlight. Mit dem VfL Wolfsburg reiste der frisch gekürte Pokalsieger und Tabellenführer der Allianz Frauen-Bundesliga in den Kraichgau. Bevor die Hoffenheimerinnen sich mit dem amtierenden Deutschen Meister duellieren durften, standen zunächst drei Verabschiedungen an. Neben Friederike Abt, für die es am 21. Spieltag gleichzeitig gegen ihren zukünftigen Arbeitgeber ging, werden auch Dóra Zeller und Annika Eberhardt die TSG im Sommer verlassen. Zeller stand verletzungsbedingt im letzten Spiel vor TSG-Kulisse nicht im Kader, Eberhardt nahm auf der Auswechselbank Platz. Abt stand hingegen in der Startelf, sie ersetzte Janina Leitzig, die in Duisburg zwischen den Pfosten gestanden hatte. 

Der Wechsel auf der Torhüterinnen-Position war einer von insgesamt drei personellen Änderungen im Vergleich zur Partie bei den „Zebras“. Da die TSG auch taktisch umstellte und statt im 4-1-4-1 auf ein 3-4-3 setzte, rückten mit Luana Bühler und Laura Wienroither zwei weitere Innenverteidigerinnen in die Anfangsformation. Johanna Kaiser und Anne Fühner mussten weichen. Die Umstellung schien zu fruchten, denn von Beginn an ging der Plan der Hoffenheimerinnen voll auf. Mutig liefen Nicole Billa und Tabea Waßmuth die Defensive der Gäste an, die so nur selten ihr schnelles und sicheres Kombinationsspiel aufziehen konnten. Dennoch besaß der Pokalsieger die besseren der insgesamt wenigen Chancen im ersten Durchgang. Und eiskalt schlugen die Wölfinnen dann auch kurz vor der Halbzeit zu. Der erste richtig gute Angriff des VfL führte zum 1:0 durch Pia-Sophie Wolter (42.). Nur eine Minute später vergab Pernille Harder die große Chance zum 2:0. Die knappe Führung ging zur Halbzeit in Ordnung, wenngleich sich die TSG gegen den Favoriten überraschend viel Ballbesitz erarbeitete, sodass sich Wolfsburg zeitweise auf sein schnelles Umschaltspiel verlassen musste. 

Ein ähnlich spannendes Spiel sahen die 830 Zuschauer auch im zweiten Durchgang. Die TSG ging bissig in die Zweikämpfe und ließ die Gäste nur allzu selten bis in die eigene Gefahrenzone vordringen. Nach vorne spielte die Ehrmann-Elf zwar mutig, die Abschlüsse blieben jedoch zu harmlos. So ergaben sich weiterhin nur wenige hochkarätige Chancen auf beiden Seiten. Mit zunehmender Spielzeit verlagerte die TSG ihren Fokus immer mehr ins eigene Offensivspiel, den Wölfinnen taten sich mehr und mehr Räume auf, die Konter blieben jedoch erfolglos. Bis zum Schluss fehlte den Hoffenheimerinnen das Quäntchen Glück, aus einer der zahlreichen Halb-Chancen einen Treffer zu erzielen, sodass es am Ende beim knappen Sieg für den VfL Wolfsburg blieb. Während die Gäste damit ihre dritte Deutsche Meisterschaft in Folge perfekt machten, bleibt die TSG auch im zwölften Liga-Duell mit dem VfL Wolfsburg ohne Punkt.

DER SPIELFILM

16

Starker Beginn der TSG, doch der VfL Wolfsburg lauert und hat nun die erste richtig gute Chance. Laura Wienroither klärt nach einem langen Ball auf Ewa Pajor in letzter Sekunde vor Pernille Harder. Friederike Abt versucht die Kugel aus der Gefahrenzone zu befördern, doch diese landet genau in den Füßen von Caroline Hansen, die mit einer punktgenauen Flanke Harder findet, die aus kurzer Distanz drüber köpft. Glück gehabt! 

24

Da wäre mehr drin gewesen! Tabea Waßmuth erobert im Zentrum stark den Ball, Maxi Rall kombiniert sich mit Lena Lattwein über die rechte Seite und kommt aus halbrechter Position im Strafraum zum Abschluss. Mit einem Flachschuss ins kurze Eck kann sie Nationaltorhüterin Almuth Schult allerdings nicht überwinden. Schade!

42

0:1. Ein guter Angriff reicht dem Pokalsieger, um in Führung zu gehen. Caroline Hansen tankt sich über die rechte Seite und passt von der Grundlinie auf die im Rückraum wartende Pia-Sophie Wolter, die mit einem platzierten Flachschuss ins linke Toreck für die Führung sorgt.

43

Das muss das 2:0 sein. Wieder kommt ein Querpass von der rechten Seite in den Strafraum, Pernille Harder schiebt den Ball aus kurzer Distanz aber deutlich am Tor vorbei. 

49

Guter Angriff der TSG! Isabella Hartig treibt den Ball durchs Mittelfeld und über Lena Lattwein landet das Leder bei Maxi Rall, die von halblinks in den Strafraum zieht und Almuth Schult mit einem strammen, aber zu zentralen Schuss prüft. 

60

Starke Parade von Friederike Abt! Alexandra Popp versucht es von der Strafraumgrenze mit einem wuchtigen Schuss, doch die TSG-Schlussfrau wehrt den Schuss ihrer künftigen Teamkollegin mit den Fäusten ab. 

90 + 2

Wolfsburg verpasst die Entscheidung. Ewa Pajor rennt auf die allein verteidigende Michaela Specht zu und legt quer zu Zsanett Jakabfi, die Rike Abt im Tor umkurvt, doch die TSG-Schlussfrau wirft sich in den Schuss und lenkt den Ball neben den Pfosten. Stark!

DIE SZENE DES SPIELS: 

Der VfL Wolfsburg machte sich in der Halbzeit Hoffnungen, das Spiel im zweiten Durchgang schnell zu entscheiden. Doch die TSG präsentierte sich auch nach der Pause hellwach, mutig und physisch ebenbürtig. Und die Hoffenheimerinnen konzentrierten sich gegen den haushohen Favoriten lange nicht nur auf das Verteidigen des eigenen Tores, sondern kombinierten sich immer wieder sicher in die Offensive. So auch in der 49. Minute, als Isabella Hartig und Lena Lattwein nach einem Ballgewinn einen guten Konter einleiteten, der Abschluss von Maxi Rall aus aussichtsreicher Position aber zu unpräzise kam. Dennoch: Der VfL Wolfsburg musste gegen die TSG mächtig kämpfen, um sich die dritte Meisterschaft in Folge zu sichern. 

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


Weitere Berichte Über die TSG 1899 Hoffenheim  in unserer Rubrik: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 7. Mai 2019, 11:41
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