Julian Nagelsmann: „Ohne das Vier-Augen-Gespräch verpflichte ich keinen Spieler“

TSG_Logo-Standard_4c KopieExklusiv-Interview im SPIELFELD

Ohne ein abschließendes Vier-Augen-Gespräch mit Trainer Julian Nagelsmann wird bei der TSG 1899 Hoffenheim kein Spieler für die Saison 2017/18 verpflichtet. In der am heutigen Freitag erscheinenden Ausgabe des Vereinsmagazins SPIELFELD spricht der 29 Jahre alte Trainer des Fußball-Bundesligisten über die Abläufe von Spieler-Verpflichtungen, die Planungen für die nächste Spielzeit und die Champions-League-Playoffs. Mit dem Kader, mit dem der Verein erstmals den Europapokal-Wettbewerb erreichte, ist Nagelsmann zufrieden, dennoch möchte er nach Florian Grillitsch von Werder Bremen noch „fünf, sechs weitere Spieler“ holen: „Neue Spieler sind wissbegierig, saugen die Dinge auf und sorgen in der Gruppe auch noch einmal für Furore. Es ist immer gut, wenn frisches Blut reinkommt.“ Die Gehaltsverhandlungen überlässt er Sportdirektor Alexander Rosen, da er auch „gar nicht wissen will, was meine Spieler verdienen. Das beeinflusst Dich in Deiner Wertung auch ein Stück weit“. Dennoch ist es dem Trainer sehr wichtig, bei den Gesprächen dabei zu sein: „Beim letzten Vier-Augen-Gespräch vor der Verpflichtung will ich die Spieler besser kennenlernen und die mich natürlich auch. Sich gegenüberzusitzen ist schon noch einmal etwas anderes als Telefonate. Ohne das Vier-Augen-Gespräch verpflichte ich keinen Spieler.“

Trotz der Qualifikation für den internationalen Wettbewerb kommt jeder Transfer auf den Prüfstand, ob er in die wirtschaftlichen Rahmen des Klubs passt: „Wir machen keine großen Sprünge, weil wir den Stamm an Spielern haben, die eine gewisse Vergütung kassieren und da kannst du Neuzugänge nicht exorbitant anders bezahlen. Sonst kriegst du Unruhe im Kader.“

Die Vorfreude auf den Europacup ist groß, auch wenn er zu Änderungen im Trainingsbetrieb führt: „Die Playoff-Runden der Champions League und der Pokal, da musst du schon gucken, dass du direkt voll da bist. Wir werden auch mit den taktischen Elementen etwas früher beginnen.“ Auch während der Saison wird sich durch die Vielzahl an ‚englischen Wochen‘ einiges ändern, doch Nagelsmann ist vorbereitet: „Wir werden mehr mit Videos arbeiten müssen, Virtuelle Realität anbieten. Wenn wir nur regenerieren und spielen, ist es für uns auf dem Niveau schwer.“ Neben der sportlichen Stärke soll auch die ausgeprägte zwischenmenschliche Harmonie des Teams in die neue Spielzeit übertragen werden: „Es ist das Wichtigste, dass es ein psychisches Fundament gibt, auf dem die Jungs ihre Lust und ihre Gier auf den Sport entwickeln. Die Langeweile ist ja auch ein Beziehungskiller, und wenn es langweilig wird, kannst Du das beste Training anbieten oder taktisch ein Supernerd sein, die Spieler saugen dann einfach nichts mehr auf. Dann ist es vorbei, dann kannst Du als Trainer die Sachen packen und heimfahren.“

SPIELFELD ist das Klubmagazin der TSG 1899 Hoffenheim. Gefüllt mit allem, was wichtig ist bei der TSG, rund um die TSG und in der Region. SPIELFELD erscheint elf Mal im Jahr und ist kostenlos im Fanshop zu haben – oder per Post nach Hause im Abo. Dafür fallen lediglich 18,99 Euro Versandkosten an.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


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Veröffentlicht am 4. Juni 2017, 10:12
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