U23: Starker Punkt gegen Saarbrücken

TSG_Logo-Standard_4c KopieWas das 1:1 (0:1) der U23 gegen den 1.FC Saarbrücken so besonders macht, ist die Art und Weise, wie die Hoffenheimer dem souveränen Tabellenführer der Regionalliga Südwest einen Zähler abgetrotzt haben: Das Team von Trainer Marco Wildersinn hat mehreren Ausfällen, einem Rückstand und einem bärenstarken Spitzenreiter erfolgreich getrotzt und sich den Punkt redlich verdient.

PERSONAL & TAKTIK

Nur drei Tage nach dem Kräfte und Personal zehrenden 2:2 in Mannheim musste Wildersinn in der Startelf den rotgesperrten Simon Lorenz sowie João Klauss de Mello (Sprunggelenk) ersetzen. Für sie rutschten Nicolas Wähling und Aron Viventi in die erste Elf, die sich ausgehend von einer 4-1-4-1-Grundformation den Spielgegebenheiten anpasste. Profi-Abstellungen gab es keine, auf der Bank nahmen mit David Otto und Moody Chana zwei A-Jugendliche Platz. Otto wurde in der Schlussphase eingewechselt, was auch mit einer taktischen Änderung einherging, denn fortan hatte Prince Owusu in Otto einen Sturmpartner.

Saarbrücken hatte beim lockeren 4:0 gegen TSV Schott Mainz etwas rotiert, stellte aber in der Silbergasse die beste Elf auf den Platz: Oliver Oschkenat und Marco Holz blieben draußen, Martin Dausch und Marco Kehl-Gómez kehrten in die Startelf zurück. FCS-Trainer Dirk Lottner spielte im 4-4-2 mit seinen „Sturmwaffen“ Patrick Schmidt und Kevin Behrens (zusammen 26 Tore), die zwar immer wieder mal ihre Gefährlichkeit aufblitzen ließen, aber von einer starken TSG-Defensive letztlich ausgeschaltet wurden. Die ebenfalls stets für Unruhe sorgenden Außenspieler Tobias Jänicke und Markus Mendler tauschten – ebenso wie auf der anderen Seite Viventi und Wähling – mehrfach die Seiten

DER SPIELFILM

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Vom zahlreichen und lauten Anhang nach vorne getrieben zeigt der FCS in seinen knallgelben Trikots, wer hier Tabellenführer ist und das erfolgreichste Sturmduo hat: Behrens Kopfballablage auf Schmidt, der das Außennetz trifft.

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Der Wildersinn-Elf ist der Respekt anzumerken, trotzdem spielt sie mutig mit. Die erste nennenswerte Aktion hat Jannik Dehm, seinen 30-Meter-Schuss klärt FCS-Schlussmann Daniel Batz mit der Faust.

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Jänicke und Mendler sorgen für viel Wirbel. Jänickes Pass über links bringt Mendler in Stellung, doch der wird in letzter Sekunde abgeblockt.

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Tor für Saarbrücken!
Es hat sich in den letzten Minuten abgezeichnet. Schmidt steckt auf Jänicke, der erneut über links in den Sechzehner eindringt und selbst abschließen kann, aber nochmal für Mendler querlegt, der mit links zur Führung der Saarländer einschiebt.

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Die Hoffenheimer sind keineswegs geknickt. Mit der letzten Aktion der ersten Hälfte haben sie ihre größte Chance. Erst wird Bühlers Schuss zur Ecke geklärt, die Robin Szarka scharf hereinbringt. Anschließend ein Gestochere, die Saarbrücker werfen sich mehrfach in Schüsse, auch in den von Szarka, der an die Latte abgefälscht wird.

45

Das Spiel ist schön anzusehen, weil Saarbrücken seine Rolle als Tabellenführer annimmt und auf Sieg spielt, die Hoffenheimer aber auch einiges dagegenzusetzen haben. „Die erste Halbzeit hat uns zwei Erkenntnisse gebracht“, so Wildersinn. „Erstens: Wir dürfen nicht nachlässig werden, sonst schlägt Saarbrücken eiskalt zu. Zweitens: Wir müssen weiter mutig bleiben, dann haben wir eine Chance.“

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Nach dem Wechsel dauert es etwas, bis sich den 1.010 Zuschauern wieder Torraumszenen bieten. Die U23 wird stärker, Saarbrückens einzige Chance resultiert aus einem Freistoß, mit dem TSG-Keeper Dominik Draband keine Mühe hat.

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Pech für Alexander Rossipal, der nach schöner Stafette über Bühler und Szarka mal einfach abzieht und mit seiner linken Klebe aus 18 Metern nur die Latte trifft.

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Schmidt agiert für seine Verhältnisse unauffällig, kann aber zum Matchwinner werden, als er den Körper reinstellt, sich gegen einen Hoffenheimer behauptet und so frei vor Draband zum Schuss kommt, doch der hält schon wieder.

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TOR FÜR DIE TSG!
Ausgleich! Und das nicht unverdient! Engelhardt chipt den Ball in den Strafraum, Bühler legt direkt auf Owusu ab, der von Kehl-Gómez von hinten gelegt wird. Es gibt keine Proteste, der Gefoulte verwandelt selbst.

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Nun schaltet der FCS wieder einen Gang hoch, will die drei Punkte. Rechtsverteidiger Sascha Wenninger taucht frei vor Draband auf, doch sein Fußreflex entschärft dessen Schuss in die kurze Ecke.

84

Die Schlussphase gehört der Lottner-Elf. Kapitän Manuel Zeitz, über die gesamten 90 Minuten als Spielgestalter unterwegs, spielt einen Zuckerpass auf Mendler – doch wieder ist Draband zur Stelle.

90

„Ich bin sehr stolz auf die heutige Leistung“, sagt Wildersinn, der nach der Partie aufgrund der Vorstellung seiner Mannschaft viele Hände schütteln darf. „Die Jungs haben sich gegen einen sehr starken Gegner sehr gut gewehrt und verdient einen Punkt mitgenommen. Vor allem wenn man bedenkt, dass sie noch das andere Spiel gegen ein Top-Team der Liga in den Knochen hatten, war das sehr bemerkenswert.“

DIE SZENE DES SPIELS

In den Schlussminuten legt der FCS noch einmal eine Schippe drauf. Die Saarbrücker spielen auf ihre eigenen Fans zu und wollen den Siegtreffer. Als Zeitz aus dem Fußgelenk einen überragenden Ball auf Mendler spielt, taucht der plötzlich alleine vor Draband auf und legt den Ball am Hoffenheimer Schlussmann vorbei. Nun muss er nur noch ins leere Tor schieben – aber blitzschnell taucht „Drabbi“ runter und pflückt Mendler die Kugel vom Schlappen. Stark!

DIE ZAHL DES SPIELS

17 – so viele Jahre liegen zwischen den beiden TSG-Innenverteidigern Tim Hüttl (19), der eine starke Partie abliefert, und Marco Engelhardt (36), der sich sein Alter nicht anmerken lässt und seine Rolle als Führungsfigur perfekt ausfüllt.

DAS STENOGRAMM

TSG 1899 Hoffenheim II – 1.FC Saarbrücken 1:1 (0:1)
Hoffenheim: Draband – Dehm, Hüttl, Engelhardt, Rossipal – Szarka – Wähling (69. Otto), Bühler (89. Michael), Waack, Viventi (69. Politakis) – Owusu.
Saarbrücken: Batz – Wenninger, Zellner, Kehl-Gómez, Müller – Jänicke, Zeitz, Dausch (69. Holz), Mendler (87. Fenninger) – Behrens, Schmidt.
Tore: 0:1 Mendler (38.), 1:1 Owusu (74., Strafstoß). Zuschauer: 1.010. Schiedsrichter:Tobias Endriß (Bad Ditzenbach). Karten: Gelb für Engelhardt / Kehl-Gómez, Schmidt.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim


Weitere Berichte Über die TSG 1899 Hoffenheim  in unserer Rubrik: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 6. November 2017, 16:30
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