1:4, eine Minichance auf den Klassenerhalt bleibt

(zg) Auch wenn die in der Höhe unverdient deutliche 1:4-Niederlage gegen den HSV nun erst einmal verdaut werden muss, bleibt unter dem Strich: Eine Minichance auf den Klassenerhalt bleibt der TSG. Durch die zeitgleichen Niederlagen von Düsseldorf (1:2 gegen Nürnberg) und Augsburg (0:3 in München), bleibt der Rückstand der Kraichgauer vor dem abschließenden Spiel in Dortmund in der nächsten Woche bei zwei Punkten.

Von einem Meer aus Blau und Weiß wurden beide Mannschaften in der bis auf den letzten Platz ausverkauften WIRSOL Rhein-Neckar-Arena begrüßt. 30.150 Zuschauer empfingen beide Teams lautstark als sie den Platz betraten und stärkten damit vor allem der TSG den Rücken für die wichtige Partie gegen den HSV. Am Ende sollte es dennoch nicht reichen.

Die Kraichgauer begannen personell leicht verändert: Im Sturmzentrum agierte Sven Schipplock, der nach seinen beiden Treffern in Bremen „derzeit in richtiger guter Form ist“, wie Gisdol diesen möglichen Wechsel bereits bei der Pressekonferenz andeutete. Und in der Innenverteidigung gab der erst 17-jährige Niklas Süle sein Profidebüt anstelle des gelbgesperrten Jannik Vestergaard. Die Partie gestaltete sich von der ersten Minute an kurzweilig mit viel Emotionalität auf beiden Seiten. Man merkte den Teams an, dass es für beide in der Saison-Zielgeraden noch um etwas ging. Für die TSG im Kampf um den Klassenerhalt und für die Gäste um das Erreichen der internationalen Plätze.

Die erste gefährliche Toraktion ging von Sejad Salihovic aus, der sich nach knapp einer Viertelstunde ein Herz nahm und aus gut 20 Metern abzog. Der Ball ging knapp übers HSV-Gehäuse. Nach einer weiteren Offensivaktion der Kraichgauer, ergab sich die Kontergelegenheit für die Gäste, die nach einer Flanke von Diekmeier und einem gefühlvollen Kopfball von Son in Führung gingen (18.). Im Anschluss steigerte Gisdols Mannschaft seine Offensivbemühungen. Der HSV zog sich tief in die eigene Hälfte zurück, einzig Son wartete an der Mittellinie auf eine Kontermöglichkeit.

HSV nutzt Chancen eiskalt

Dadurch blieben die Gäste aus der Hansestadt gefährlich. Während die überwiegenden Spielanteile bei der TSG lagen, konnte sich der HSV zielgerichteter durchsetzen. In der 27. Spielminute hätte Jiracek bereits die Führung ausbauen können, verzog seinen Schuss jedoch am langen Pfosten. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff gelang Aogo dann nach glänzender Vorarbeit von Son das 2:0. Doch die Kraichgauer ließen nicht nach und suchten weiter den Schlüssel zum Erfolg. Die größte Gelegenheit hatte Kevin Volland in der 42. nachdem Nationalkeeper Adler eine weite Flanke leicht unterschätzte und der 1899-Stürmer bei seinem Kopfball nicht genügend Druck erzeugen konnte, um den Ball über die Torlinie zu bugsieren.

Für den erhofften Sturmlauf in der zweiten Halbzeit brachte Gisdol den offensiveren Fabian Johnson für Tobias Weis. Bereits nach drei Minuten hätte Roberto Firmino bereits der Anschlusstreffer glücken können. Nach einem flachen Zuspiel von Schipplock fehlten dem Brasilianer Zentimeter. In der 55. Minute erarbeiteten sich die Gastgeber gleich zwei Großchancen: Zunächst fand eine flache Hereingabe von Kapitän Andi Beck in der Mitte keinen Abnehmer. Unmittelbar darauf scheiterte Volland mit einem guten Distanzschuss an Adler. Die TSG war hiernach wieder richtig gut im Spiel. Auch die Zuschauer merkten: Hier kann noch was gehen!

Tolle Moral wird nicht belohnt

Inmitten dieses Sturmlaufs fiel dann die Entscheidung. Ein als Schuss getarnter Querschläger von Jansen landete in der Mitte bei Jiracek, der den Ball aus drei Metern über die Linie lenkte (60.). Noch einmal brachten die Hoffenheimer allen Mut in die Füße und wurden im direkten Gegenzug dafür belohnt. 1899-Topscorer Volland vollendete den Angriff über Johnson mit seinem sechsten Saisontreffer. Kurz darauf hätte Schipplock nach einem Tempogegenstoß bereits das 2:3 gelingen können. Zweimal strich in der Folgezeit der Ball nur leicht über die Hamburger Latte. Zunächst fälschte Johnson eine Flanke von Thesker in Richtung Tor ab, kurz darauf zirkelte Salihovic einen Freistoß knapp drüber.

Und die TSG blieb im Vorwärtsgang. Weitere Chancen durch Volland und den eingewechselten Andreas Ludwig (per tollem Distanzschuss) konnten nicht genutzt werden. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang den Gästen praktisch mit dem zweiten Torschuss in Hälfte zwei die endgültige Entscheidung. Der eingewechselte Rudnevs war zur Stelle und markierte den 1:4-Endstand (88.). Am kommenden Wochenende findet das Saisonfinale der Hoffenheimer in Dortmund statt – möglicherweise ein echtes Endspiel.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 12. Mai 2013, 13:00
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