3. Symposium der GRN-Akademie: Austausch, Innovation und gemeinsamer Blick nach vorn
Gesundheitspolitik im Fokus
Zu Beginn widmete sich das Symposium den regionalen und überregionalen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Katharina Elbs, Geschäftsführerin der GRN, gab ein Update zur Krankenhausstrukturreform 2026 und erläuterte die politischen Rahmenbedingungen für den GRN-Verbund. Ziel sei es, alle Versorgungsstandorte zu erhalten, Behandlungsschwerpunkte zu bündeln, die Behandlungsqualität zu steigern und attraktive Arbeitsbedingungen im Verbund zu schaffen.
Sven Mautner, Leiter des Ambulanten OP-Zentrums (AOZ) an der GRN-Klinik Schwetzingen, stellte die Ambulantisierung als potenziellen „Gamechanger“ vor. Patienten treten für Eingriffe nicht in das Klinikgebäude ein, die OP-Kapazitäten entlasten stationäre Strukturen und reduzieren den Bedarf an Betten. Kurze Wege und ein eingespieltes Team sorgen für hohe Effizienz.
Neue Entwicklungen und Ergebnisse in der Medizin
Im zweiten Programmblock standen aktuelle medizinische Themen im Fokus:
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Dr. Johann-Wilhelm Schmier berichtete über Fortschritte in der „Precision Oncology“ und die Bedeutung molekularer Tumordiagnostik für individualisierte Therapien.
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Dr. Christian Dietrich präsentierte die Antibiotikatherapie 2026 und betonte die Notwendigkeit gezielter Deeskalation und begrenzter Therapiedauer.
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Dr. Andreas Baier widmete sich dem „Deprescribing im Alter“ und erläuterte, wie Medikamente bei älteren Patientinnen und Patienten angepasst oder reduziert werden können.
Schwerpunkt GRN-Klinik Weinheim
Am Nachmittag präsentierte die GRN-Klinik Weinheim zentrale Schwerpunkte ihrer klinischen Arbeit:
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Alterstraumatologie: Dr. Martin Honsowitz und Dr. Florian von Pein zeigten die enge Verzahnung von chirurgischer und geriatrischer Expertise.
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Gynäkologische Onkologie: Dr. Bettina Müller stellte moderne Therapiekonzepte beim Mammakarzinom vor und betonte die Bedeutung präzisionsonkologischer Behandlung.
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Kardiologie: Prof. Dr. Grigorios Korosoglou erläuterte die CT-gestützte interventionelle Kardiologie und die Zertifizierung der Klinik als Zentrum und Ausbildungsstätte.
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Kolorektales Karzinom: Prof. Dr. Christoph Eisenbach und Prof. Dr. Torsten Wilhelm hoben die Bedeutung frühzeitiger Diagnose und interdisziplinärer Zusammenarbeit hervor.
Young GRN: Nachwuchs im Dialog
Das Format „Young GRN“ richtete den Fokus auf Mediziner unter 35 Jahren. Assistenzärztinnen und -ärzte präsentierten spannende Fälle aus dem Klinikalltag und gaben Einblicke in ihre diagnostischen Überlegungen und therapeutischen Entscheidungen.
Prof. Dr. Eberhard Scholz, Initiator der GRN-Akademie, betonte die strategische Bedeutung des Verbunds: „Medizinische Qualität entsteht heute im Verbund, nicht im Einzelhaus. Mit unserer Kompetenz brauchen wir uns keineswegs zu verstecken.“
Fazit
Neben dem wissenschaftlichen Programm bot das Symposium viel Raum für persönliche Gespräche und Vernetzung. Vor dem Hintergrund der aktuellen strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen zeigte sich erneut, wie wichtig der direkte fachliche Austausch ist.
Wer dieses Jahr nicht teilnehmen konnte, sollte sich den 27. Februar 2027 vormerken: Das 4. Symposium findet dann in der Stadthalle in Eberbach statt.
Foto: GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH








