5 Gründe für eine Privathaftpflicht 2022

Versicherungen sind out – oder? Während zum Beispiel die Krankenversicherung in Deutschland verpflichtend für eine jede Person abgeschlossen werden muss, ist eine Privathaftpflicht oder auch eine Hausratversicherung nicht obligatorisch. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Sie sich das Geld für den Versicherungsbeitrag besser sparen und auf diese Versicherungen verzichten sollten. In diesem Beitrag sehen wir uns an, warum es äußerst sinnvoll sein kann, eine Privathaftpflicht abzuschließen.

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Was ist eigentlich eine Privathaftpflicht?

Ob Sie eine Privathaftpflicht abschließen möchten oder nicht, entscheiden Sie selbst. Es gibt dazu keine gesetzlichen Vorschriften. Allerdings müssen Sie in von Ihnen verursachten Schadensfällen dafür aufkommen – egal ob Sie eine Versicherung haben oder nicht. Doch in welchen Situationen haftet die Versicherung eigentlich?

Die Privathaftpflichtversicherung einfach erklärt: Sie haftet, wenn der Versicherte einer anderen Person oder deren Hab und Gut Schaden zufügt – unabsichtlich versteht sich. Sie versichert also sowohl Schäden an Sachen, als auch an Personen. Sie übernimmt beispielsweise die Behandlungskosten, wenn sich eine Bekannte in Ihrem Haus verletzt oder wenn Sie in der Wohnung eines Freundes Ihr Getränk verschütten und den Teppich ruinieren. Als Extras können die Versicherten oft Schlüsselverlust, Mietschäden oder etwa E-Bikes hinzubuchen.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Gründe, die im Jahr 2022 für eine private Haftpflichtversicherung sprechen.

1. Kleiner Fehler, große Auswirkung

Bereits eine kleine Unaufmerksamkeit kann große Auswirkungen haben. In unserer heutigen Zeit nimmt das eine besondere Bedeutung ein, wenn wir an unsere technologischen Devices denken: Wir besitzen Smartphones und Tablets von immer höherem Wert – lassen wir aus Versehen das Handy eines Bekannten fallen und das geht kaputt, sind schnell mal einige Hundert Euro weg. Durchschnittlich kostet ein neues Smartphone laut Bitkom rund 500 Euro.

Bei Missgeschicken wie diesen brauchen sich Menschen mit einer Privathaftpflicht keine Sorgen machen. Unbeabsichtigt verursachte Schäden übernimmt diese Art von Versicherung. Manchmal kann ein kleiner Moment Unachtsamkeit zu Schäden in ungeahnten Höhen führen – in dem Fall müssen Versicherte aber nicht ihr Sparkonto angreifen und bekommen, wenn nötig, sogar einen rechtlichen Beistand bereitgestellt.

2. Auch im Internet warten Schäden

Eine private Haftpflicht haftet nicht nur bei Schäden in der „echten“ Welt: Auch Schäden die beim elektronischen Datenaustausch, also beim Surfen im Internet entstehen, sind dort in der Regel mitversichert. Das Stichwort Cyberkriminalität ist ein in unserer Gesellschaft immer wichtiger werdender Punkt. Dagegen kann man sich und seine Geräte zwar schützen; aber eben nur bis zu einem gewissen Maß.

Durch den Klau von Daten können Informationen in die falschen Hände gelangen. Passwörter oder andere sensible Daten werden so verkauft oder illegalerweise verwendet. Dadurch kann nicht nur der Nutzer selbst, sondern manchmal auch andere Personen Schaden nehmen: Wenn der Versicherte unbeabsichtigt Spam-Mails verteilt und der Empfänger diese öffnet beispielsweise. In dem Fall kann eine private Haftpflicht weiterhelfen und die dadurch entstandenen Schäden übernehmen.

3. International versichert

Die Welt wächst immer mehr zusammen: Die Globalisierung macht es mit immer einfacher, in den Urlaub zu fahren oder sogar längere Zeit im Ausland zu verbringen. Um auch unterwegs sicher zu bleiben, ist nicht nur Wachsamkeit gegen Diebstähle wichtig: Auch eine Versicherung, die im Ausland greift, ist ein essenzieller Punkt.

Gute Privathaftpflichtversicherungen haften auch für Schäden im Ausland. Geschieht also während Ihrer Ferien ein Haftpflichtfall, so greift in der Regel Ihre ganz normale private Haftpflicht. Um sicherzugehen, sollten Sie sich immer über die genauen Versicherungsbedingungen erkundigen. Manche Versicherer stellen den Versicherungsschutz lediglich für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung.

4. Private und berufliche Haftung

Nicht in allen Fällen haftet eine private Haftpflicht auch für berufliche Missgeschicke – aber in manchen. So zum Beispiel, wenn der Versicherte den Schlüssel für die Firmenräume verliert. Das ist in den meisten Fällen schlimmer, als es sich zuerst anhört: Oft müssen nicht nur sämtliche Schlüssel aller Mitarbeitenden ausgetauscht, sondern die komplette Schlüsselanlage erneuert werden – das kann teuer werden. In dem Fall übernimmt in der Regel jedoch die Privathaftpflicht den Schaden.

5. Rechtsbeistand in wichtigen Situationen

In manchen Situationen kann eine Privathaftpflicht auch die Zahlung verweigern. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Versicherte zu unrecht Schadensersatz zahlen soll. Die Versicherung prüft eingehende Vorfälle in jedem Fall genauestens.

Soll nun die versicherte Person bezahlen, obwohl die Schuld an dem Vorfall überhaupt nicht bei ihr liegt, lehnt die Versicherung den Antrag ab. In manchen Fällen versuchen die Geschädigten dann, dies trotzdem durchzusetzen – das kann sogar vor Gericht enden. In dem Fall leisten viele private Haftpflichtversicherungen rechtlichen Beistand – das nennt sich „passiver Rechtsschutz“ und kann Versicherten einiges an Geld und Nerven ersparen.

Veröffentlicht am 28. April 2022, 22:49
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