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„Pro SNH“-Bewegung

21. Mai 2018 | CDU, Das Neueste

„Politik funktioniert nur mit kontroversen Diskussionen“

CDU Ortsverband Sinsheim diskutiert mit Kopf der „Pro SNH“-Bewegung, Jens Jochen Roth

(zg) Zu einer Diskussionsveranstaltung zu den Vorteilen und Nachteilen des Kennzeichens „SNH“ lud die CDU Sinsheim jüngst ins Gasthaus „Linde“ nach Sinsheim ein. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Wolfgang Binder, konnte dabei Jens Jochen Roth begrüßen, der zusammen mit einigen Mitstreitern seit einiger Zeit für die Wiedereinführung des alten Kennzeichens „SNH“, auf freiwilliger Basis, wirbt.

Roth, der bereits einen ähnlichen Vortrag bei der Steinsfurter CDU gehalten hat, führte zunächst kurz in die Geschichte des „SNH“-Kennzeichens ein, das seit der Kreisreform im Jahr 1973 nicht mehr vergeben wird. Für ihn sei der Austritt der Stadt Sinsheim aus der Tourismusinitiative „Kraichgau-Stromberg“ 2016 und die anschließende Gründung des Tourismusverbands „Sinsheimer Erlebnisregion“ Anlass für sein Engagement: „Das alte Autokennzeichen könnte in meinen Augen der besseren Vermarktung der Erlebnisregion dienen.“

Gleichzeitig ließe sich das „alte“ Kennzeichen auch für Werbemaßnahmen zu den Heimattagen nutzen, die 2020 in Sinsheim stattfinden werden, so Jens Jochen Roth. Dabei betonte er, dass sich seine Initiative nicht für eine Abschaffung des „HD“-Kennzeichens einsetze: „Uns geht es um Wahlfreiheit: Keiner soll gezwungen werden, das alte Kennzeichen beantragen zu müssen. Aber viele Bürgerinnen und Bürger, die ich getroffen habe, würden sich über die Wahlmöglichkeit freuen.“

Einige der Zuhörer von Roths Vortrag wollten im dabei nicht zustimmen: „Heimat ist für mich der gesamte Kraichgau, nicht nur Sinsheim.“ Andere bezweifelten die von der „Pro-SNH“-Kampagne erhoffte Wirkung als Vermarktungsinstrument für die Heimattage.

Ähnlich sieht dies auch der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, der sich im Jahr 2017 in einem Briefwechsel mit der Stadt Sinsheim gegen die Wiedereinführung wendete. So habe er unter anderem Einwände, was bei einer Wiedereinführung des „SNH-Kennzeichens“ den eventuellen Mehraufwand für die Zulassungsstellen angehe, zudem sei der Wunsch „stark nostalgisch-emotional geprägt.“

Zum Abschluss der kontroversen Diskussion holte der CDU-Vorsitzende Wolfgang Binder ein Stimmungsbild der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein. In der Tendenz sprach sich eine Mehrheit der Anwesenden für eine mögliche, freiwillige, Wiedereinführung des „SNH“-Kennzeichens aus. Wie wichtig dabei der Dialog zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern und der Kommunalpolitik sei, betonte Binder in seinem Schlusswort: „Als CDU Sinsheim wollen wir als Plattform für spannende Debatten dienen und so Politik für alle Bürgerinnen und Bürgern machen.“

Quelle: Maximilian Leucht

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