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Durstig darauf Gutes zu tun? Krio, die Kraichgau-Marke, ab sofort erhältlich

2. Oktober 2018 | Allgemeines, Das Neueste, Photo Gallery

Neues Streuobstprojekt in der LEADER-Region Kraichgau

Krio wurde vorgestellt von v.l.n.r. Klaus Holaschke (Oberbürgermeister Eppingen), Lisa Zech (Grafikstudio LZ), Sarina Pfründer (Bürgermeisterin Sulzfeld und LEADER Kraichgau- Vorsitzende), Hans-Martin Flinspach (Vorsitzender Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V.), Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Wolfgang Scheidtweiler (Geschäftsführer Privatbrauerei Palmbräu), Peter Thalmann (Bürgermeister Eppingen)

(zg) Die Streuobstwiesen im Kraichgau gehen über Landkreis- und Regierungsbezirksgrenzen hinweg. Mit der LEADER-Region wurde ein neuer Ansatz zum Erhalt und zur Förderung dieser Naturoasen unter der Federführung der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V. gewählt. Der LEADER-Arbeitskreis Streuobst feierte mit Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz die Markteinführung des ersten Produktes aus dem Kraichgau Projekt am 27.09.2018 im Ahnenkeller der Privatbrauerei Palmbräu in Eppingen.

In Baden-Württemberg steht nahezu die Hälfte der Streuobstbestände von Deutschland, daher haben wir hier eine besondere Verantwortung für diesen Teil der Kulturlandschaft. Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte die vielfältigen Anstrengungen des Landes für die Streuobstwiesen auf. Gleichzeitig wurde auch deutlich: Einen wirksamen Schutz der Obstwiesen gibt es nur durch die Nutzung und Pflege der Bestände. Die Motivation und das Engagement der Grundstücksbesitzer sind ausschlaggebend für den Erhalt der Streuobstwiesen. Die Anerkennung der enormen Leistungen muss sich auch in den Obstpreisen niederschlagen.

Die Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V. hat seit 22 Jahren den Weg mit einer auskömmlichen Vergütung dieser Leistungen über einen doppelten Marktpreis für das erzeugte Obst gewählt. Seit 2007 wird der konsequente Gang in die Bio- Obstproduktion beschritten. Über Verträge werden die teilnehmenden Obstbauern mit der Bewirtschaftung nach der EU-Bioverordnung beauftragt. Nun wird dieser Ansatz auf den Kraichgau ausgeweitet und eine Kraichgau-Marke eingeführt. Nur aus Bioäpfeln von Vertragsflächen in Sinsheim, Eppingen und den Kraichgau-Gemeinden im Landkreis Karlsruhe wurde Apfelsaft hergestellt und als naturtrübe Bioapfelschorle abgefüllt. Der Weg der Früchte von den Vertragsstreuobstwiesen über die Kelterei zum Abfüllbetrieb und in die umweltfreundliche 0,5 l Mehrwegflasche ist lückenlos nachvollziehbar.

Mit dem Produktnamen „Krio“ (Kraichgau-Bio) hat das beauftragte Grafikstudio LZ einen griffigen und modernen Markennamen kreiert. Der Name soll neben den eingefleischten Streuobstfans vor allem junge Leute aufmerksam machen und allen vermitteln, dass man mit diesem Produkt Gutes für sich und die regionalen Streuobstwiesen tun kann. Natürlich wurden ernährungswissenschaftliche Aspekte und die Aromen reifer Äpfel im naturtrüben Apfelsaft in größtmöglichen Einklang gebracht.

Den Wirtschaftsraum Kraichgau und damit untrennbar verbunden, Natur, Landschaft und die Menschen in diesem Raum, zu fördern und zu entwickeln, ist das Ziel von LEADER Kraichgau, einem Förderprogramm der EU zur Stärkung des ländlichen Raums. In einem einleitenden Vortrag stellte die Vorsitzende der LEADER-Region Kraichgau, Frau Bürgermeisterin Sarina Pfründer aus Sulzfeld, die vielfältigen Aktivitäten vor. Geradezu ein Glückfall für das Projekt ist die Bereitschaft der Kraichgau Brauerei Palmbräu bei der Vermarktung des Produktes zu unterstützen und dem bestehenden Kundenkreis anzuliefern. Der Geschäftsführer Dipl. Ing. Wolfgang Scheidtweiler rundete die Veranstaltung mit seinen interessanten Ausführungen zu regionalen Produkten ab. Krio ist ab sofort im regionalen Getränke- und Lebensmitteleinzelhandel erhältlich, den Vertrieb übernimmt Palmbräu.

Unter dem Motto „ Gutes tun und genießen“ sollen die Kunden und insbesondere die Kraichgauerinnen und Kraichgauer unmittelbar etwas für ihre Streuobst- und Erholungslandschaft tun können. „Wir sehen das Projekt auch als ein Angebot an die beteiligten Landkreise und Kommunen, sich gemeinsam für die Streuobstwiesen als Teil unserer Kulturlandschaft einzusetzen und die regionale Identität zu stärken. Mein Wunsch ist ein Krio-Regal mit vielen Kraichgau-Bio-Produkten im Handel, in den Touristeninformationen der Kommunen und in Besucherzentren“, sagt Hans-Martin Flinspach der Vorsitzende der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe e.V.

Weitere Informationen zum Produkt unter: https://www.krio-bio.de/

Quelle: Dorothee Wagner & Sabine Hentschel

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