Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 07. Mai 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Amselsterben befürchtet

3. September 2019 | Allgemeines, Das Neueste

Usutu-Virus wieder auf dem Vormarsch

(zg) Das Veterinäramt und Verbraucherschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis rechnet damit, dass auch in diesem Jahr wieder viele Amseln am Usutu-Virus verenden werden. Das ursprünglich tropische Virus, benannt nach einem Fluss in Swaziland, Afrika, tritt seit dem Jahr 2010 auch in Baden-Württemberg in unterschiedlicher Intensität auf und hat 2011 ein massives Amselsterben ausgelöst. Die Viren werden ausschließlich von infizierten Stechmücken übertragen. Das Virus vermehrt sich innerhalb der Mücke, die Infektion des Wildvogels erfolgt während des Stichs. Kranke und tote Vögel sind nicht ansteckend für andere Vögel, Haustiere oder Menschen. Dennoch sollten tote Vögel unter Beachtung üblicher Hygieneregeln nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

„Der warme Sommer dieses Jahres dürfte die Ausbreitung begünstigt haben“, so der Leiter des Veterinäramtes des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Lutz Michael. Usutu-Infektionen könne man weder verhindern noch behandeln, nur vereinzelt seien Amseln immun gegen das Virus. Wird eine Amsel von einer infizierten Mücke gestochen, ist sie innerhalb weniger Stunden tot. Erkrankte Vögel zeigen auffällige Verhaltensänderungen wie Apathie und fehlendes Fluchtverhalten, torkelnd-schwankende Bewegungen und ein zerzaustes Gefieder.

Auch die Vogel-Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) rechnen damit, dass in den nächsten Monaten etwa 20 Prozent der Amseln an dem Virus verenden könnten. Der Nabu bittet darum, verdächtige Funde toter Vögel online zu melden (www.nabu.de/usutu-melden). Er wertet die Daten aus und stellt sie Wissenschaftlern zur Verfügung.

Tot aufgefundene Wildvögel können beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA) zur Untersuchung abgeben werden. Neben dem unter Beachtung der Hygieneregeln möglichst auslaufsicher verpackten Tierkörper benötigt man einen entsprechenden Antrag, der auf der Homepage des CVUA – www.cvua-karlsruhe.de – heruntergeladen werden kann. Die Untersuchung von Wildtieren, die in Baden-Württemberg gefunden wurden, ist für die Einsendenden grundsätzlich kostenlos.

Quelle: Silke Hartmann

Anzeige Swopper

 

 

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Falscher Lotto-Gewinn: Betrüger erbeuten fast 40.000 Euro

Mit der Masche eines angeblichen Lotto-Gewinns haben Betrüger eine 89-jährige Frau aus dem Raum Sinsheim um fast 40.000 Euro gebracht. Die Täter nahmen telefonisch Kontakt zu der Seniorin auf und behaupteten, sie habe im Lotto gewonnen. Wegen angeblicher Probleme mit...

Fohlenmarkt 2026

Fohlenmarkt 2026 in Sinsheim: Verkehrs- und Parkplatzsperrungen rund um das Festgelände Vom 14. bis 18. Mai 2026 findet in Sinsheim der traditionelle Fohlenmarkt 2026 statt. Für das große Volksfest mit Festzelt, Vergnügungspark und Krämermarkt sind umfangreiche...

Taschendiebstahl in Sinsheim – Trotz Kartensperre Bargeld abgehoben

Am Dienstag gegen 11:30 Uhr wurde einer 90-jährigen Frau in der Hauptstraße in Sinsheim der Geldbeutel aus der Jackentasche entwendet. Die Seniorin war zu diesem Zeitpunkt zum Einkaufen in der Fußgängerzone unterwegs. Während ihres Einkaufs bemerkte sie den Diebstahl....