Auf der Tank- und Rastanlage Kraichgau an der A6 führte das Polizeipräsidium Mannheim am Donnerstag zwischen 8:30 und 14:30 Uhr eine umfassende Schwerpunktkontrollen des gewerblichen Güter- und Transportverkehrs durch. Insgesamt waren 43 Kontrollkräfte im Einsatz, unterstützt von Beamten des Zolls, Mitarbeitenden des Bundesamts für Logistik und Mobilität (BALM), des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis sowie der Zentralen Bußgeldstelle. Ziel der Aktion war ein ganzheitlicher Ansatz zur Überprüfung von Fahrzeugen, Fahrern und Ladungssicherung. Insgesamt wurden 48 Fahrzeuge und deren Fahrer überprüft.
Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte fest, dass 14 Fahrer ihre Ruhezeiten beziehungsweise die höchstzulässige tägliche Arbeitszeit nicht eingehalten hatten. Weitere Beanstandungen umfassten fünf unzureichend gesicherte Ladungen, darunter ein Gefahrguttransport, sowie ein Fahrzeug mit technischen Mängeln. Zudem wurden sieben Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, sieben Verkehrsordnungswidrigkeiten, ein Kennzeichenmissbrauch, ein Fall von Sozialleistungsbetrug und ein Dieseldiebstahl zum Nachteil eines Lastwagenfahrers festgestellt.
Besonders aufwendig war die Kontrolle eines Transportfahrzeugs durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität, bei dem offene Forderungen aus Bußgeldern sowie Maut- und Steuerschulden festgestellt wurden. Ein Teilbetrag von rund 40.000 Euro konnte durch den Zoll einbehalten werden. Ob das Fahrzeug gepfändet wird, wird derzeit noch geprüft.
Die Polizei betont die Bedeutung solcher Schwerpunktaktionen, um die Verkehrssicherheit im gewerblichen Güterverkehr zu erhöhen und Verstöße frühzeitig zu erkennen. Weitere Aktionen dieser Art mit gleicher Zielrichtung sind bereits in Planung.










