Schulgarten-Projekt in Kooperation: Carl-Orff-Schule und Albert-Schweitzer-Schule profitieren gemeinsam
Seit 2021 nutzt die Carl-Orff-Schule einen Teil des städtischen Schaubiotops als Schulgarten. Schnell wurde jedoch klar, dass die Schule allein nicht über die notwendigen Ressourcen verfügt, um die Fläche dauerhaft zu pflegen. Parallel dazu plante die Albert-Schweitzer-Schule seit Jahren die Einrichtung eines eigenen Schulgartens. Eine Kooperation der beiden Schulen zur gemeinsamen Nutzung des Schaubiotops erschien daher als logische Lösung und entwickelt sich zu einer echten Win-Win-Situation.
Gemeinsam erarbeiteten die Schulen ein Konzept für die Gestaltung des Gartens. Besonders gewünscht waren Hoch- und Rahmenbeete, die die Pflege der Pflanzen erleichtern. Die Sparkasse Kraichgau-Stiftung unterstützt das Vorhaben mit 7.060 Euro. Damit werden unter anderem die Hochbeete, Erde, Pflanzen, Werkzeuge, Gummistiefel und Handschuhe für die kommenden drei Jahre finanziert.
Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau, besuchte gemeinsam mit Oberbürgermeister Marco Siesing, Bürgermeister Bernd Kippenhan, Dezernatsleiter Ulrich Landwehr, ASS-Schulleiter Dr. Christian Mellwig, COS-Schulleiterin Jana Bernhard und Projektleiterin Claudia Weber den Schulgarten. Grießhaber betonte: „Der Schulgarten vermittelt Kindern ökologisches Wissen, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit – Projekte wie dieses unterstützen wir gerne.“
Auch Oberbürgermeister Marco Siesing hob die Bedeutung der Unterstützung hervor: „Die großzügige Spende zeigt einmal mehr das gesellschaftliche Engagement der Sparkasse.“
Die Hochbeete wurden bereits fertiggestellt, gefertigt im Werkunterricht der Carl-Orff-Schule in Zusammenarbeit mit den Schülern der Albert-Schweitzer-Schule, und nun beginnt die Bepflanzung. Zudem sollen Wege mit Hackschnitzeln angelegt werden. Claudia Weber erklärt: „Im Schulgarten lernen die Kinder Achtsamkeit gegenüber Pflanzen und Tieren. Sie entwickeln Verantwortung, Eigeninitiative und Teamfähigkeit.“
Die Kooperation der beiden Schulen bringt darüber hinaus soziale Vorteile: Grundschüler erhalten Unterstützung und Anleitung von älteren Schülerinnen und Schülern, während diese ihre sozialen und berufspraktischen Kompetenzen ausbauen. Dr. Christian Mellwig ergänzt: „Im Laufe des Projekts ist ein starkes Netzwerk entstanden.“
Daniela Barth, Leiterin der städtischen Abteilung für Bildung und Betreuung, betont die Praxisnähe für angehende Erzieherinnen und Erzieher: „Unsere Auszubildenden können hier ihre pädagogischen Fähigkeiten vertiefen, gleichzeitig das im Gartenbau erworbene Wissen in Kindertagesstätten anwenden.“
Unterstützt wird das Projekt durch den Verein Acker e.V., der den Schulen für drei Jahre einen „AckerCoach“ zur Seite stellt. Dieser bereitet Lehrkräfte auf die Pflanzungen vor, begleitet die Arbeit im Schulgarten und zeigt Schritt für Schritt, wie Gemüse selbstständig angebaut werden kann. Die Carl-Orff-Schule profitierte bereits zuvor drei Jahre lang von der Begleitung im Rahmen der „Gemüseackerdemie“.
Hintergrund: Das städtische Schaubiotop entstand 2021 in der Nähe der Schulen auf einem Grundstück angrenzend an den Friedhof. Auf rund 1.200 Quadratmetern finden sich unter anderem eine Streuobstwiese, Nisthilfen, eine Lössböschung, eine Trockenmauer und ein Feuchtbiotop, das mit Niederschlagswasser gespeist wird. Ein Teil der Fläche wird als Schulgarten genutzt.
Bild (Stadt Sinsheim): Beim Vor-Ort-Termin übergab Norbert Grießhaber (M.), Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Kraichgau, den symbolischen Spendenscheck für das Schulgartenprojekt.




