Ausstellung „Das Unterbadische Kaltblut – Mehr als ein Ackergaul“ in Sinsheim
Am 8. Mai 2026 wird im Bürgersaal des Stadtmuseums Sinsheim die Sonderausstellung „Das Unterbadische Kaltblut – Mehr als ein Ackergaul“ eröffnet. Die Vernissage beginnt um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung widmet sich der Geschichte des Unterbadischen Kaltblutpferdes, einer heute ausgestorbenen Pferderasse, die im Kraichgau eine wichtige Rolle spielte. Die schwere und leistungsstarke Pferderasse wurde ab 1896 von der Unterbadischen Pferdezuchtgenossenschaft in großer Zahl gezüchtet.
Vom Arbeitspferd zum historischen Kulturerbe
Die Unterbadischen Kaltblüter waren weit mehr als landwirtschaftliche Nutztiere. Sie wurden in der Landwirtschaft, im Transportwesen und für logistische Aufgaben eingesetzt und galten als zuverlässige Arbeits- und Kriegspferde. Auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg begleiteten sie Soldaten aus der Region.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Bedeutung der Rasse stark zurück. Die Zucht wurde schließlich eingestellt, und die letzten Tiere gingen in anderen Kaltblutrassen wie dem Schwarzwälder Kaltblut auf. Heute gilt das Unterbadische Kaltblut als ausgestorben.
Ausstellung im Stadtmuseum
Die Kuratorin Verena Dörrich vom Stadtarchiv Sinsheim hat die Ausstellung sorgfältig zusammengestellt. Sie zeigt die historische Bedeutung der Pferde für Landwirtschaft, Alltag und Militär sowie ihre enge Verbindung zur regionalen Identität.
Die Ausstellung ist vom 9. bis 24. Mai 2026 bei freiem Eintritt während der Öffnungszeiten der Tourist-Info im Stadtmuseum zu sehen.
Bild (Stadtarchiv Sinsheim): Die Ausstellung „Das Unterbadische Kaltblut – Mehr als ein Ackergaul“ zeigt die kurze Verweildauer des Unterbadischen Kaltblutpferdes in der Geschichte des Kraichgaus.






