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Am 13. September gibt es die Gelegenheit, hinter die Kulissen historischer Stätten zu blicken

Der Tag des offenen Denkmals findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Am 13. September 2026 ist es endlich wieder so weit: Deutschlandweit überqueren Neugierige zeitgleich die Schwellen von Tausenden Denkmaltüren, Toren und Portalen und tauchen gemeinsam in die Geschichte ein, während sie durch geheimnisvolle Burgen, verwinkelte Fachwerkhäuser oder prunkvolle Kirchenanlagen wandeln. Der Aktionstag wird bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Für den Tag des offenen Denkmals engagieren sich private Denkmaleigentümer, haupt- und ehrenamtliche Denkmalpfleger ebenso wie Vereine. Über 5.000 geöffnete Denkmäler und Aktionen vor Ort und weiteren 500 Denkmal-Touren – von Radtouren über Stadtrundgänge bis hin zu Führungen entlang mehrerer Denkmale – bietet das bundesweite Programm eine außergewöhnliche Bandbreite an Kulturevents. Das komplette Programm mit vielen Highlights und auch digitalen Angeboten ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar. Zu den Führungen ist teilweise eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Aus Sinsheim und den Stadtteilen beteiligen sich:

Lerchennest mit Friedrich der Große-Museum

Zum Tag des offenen Denkmals laden die Freunde des Lerchennestes in den Museumshof Lerchennest im Stadtteil Steinsfurt herzlich ein. Das Gebäude, vom Land Baden-Württemberg 2014 als Denkmal von besonderer kultureller Bedeutung eingestuft, ist zwischen 13:00 und 17:00 Uhr geöffnet. Die Besucher können bei freiem Eintritt sich über den Stand der laufenden Umgestaltungsarbeiten des Friedrich der Große-Museums ein Bild verschaffen. Unter anderem auch über die regionalen Beziehungen des Preußenkönigs zu unserer Region. Diese hat außer seinem Steinsfurter Fluchtversuch vom August 1730 noch gegeben. Im Alten Stall besteht die Möglichkeit, Einblicke in die Zeit der Renovierung sowie die Einweihung des historischen Gebäudes vor über 50 Jahren zu bekommen.

Im Museum selbst werden Führungen nach Bedarf und Wunschthema angeboten.

 

 

 

Alte Synagoge Steinsfurt

Der Verein „Alte Synagoge Steinsfurt“ lädt am „Tag des offenen Denkmals“ von 11:00 bis 17:00 Uhr zur Besichtigung der ehemaligen Synagoge (Dickwaldstraße 12a) ein. Zu Beginn um 11:00 Uhr wird die Ausstellung „Die jüdischen Mütter von Steinsfurt“ eröffnet

Die ehemalige Synagoge Steinsfurt zeichnet sich unter den in der Region noch bekannten ehemaligen jüdischen Gotteshäusern durch ihre weitgehend bewahrte Originalität aus ihrer Entstehungszeit aus. Das aus gelben Backsteinen vor über 130 Jahren errichtete markante Gebäude weist im Inneren immer noch den ursprünglichen hellblauen Anstrich der Wände auf. Blickfang ist der aufgemalte rote Vorhang, der einst den Toraschrein einrahmte. Die aufgemalte Gedenktafel für im 1. Weltkrieg gefallenen jüdischen Mitbürger sowie die dekorative Deckenbemalung gehören ebenfalls zur beeindruckenden originalen Ausstattung.

Die Ausstellung „Die jüdischen Mütter von Steinsfurt“ zeigt Porträts und Familienfotos sowie die Biografien von zwölf ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen, die hier Kinder auf die Welt gebracht haben und deren Familien zur Steinsfurter Dorfgemeinschaft gehörten. Dr. Christhard Flothow, seit vielen Jahren Vorstandsmitglied des Vereins, hat durch persönliche Kontakte mit Nachfahren von Steinsfurter Juden in Nord- und Südamerika deren Lebensläufe recherchiert. Eine Hilfe bei der Recherche waren ihm dabei Unterlagen des Steinsfurter Heimatforschers Hans Appenzeller gewesen. Diese Lebensläufe sind in dem von Dr. Flothow zusammengestellten Folianten „Gedenkbuch an die jüdischen Einwohner von Steinsfurt“ enthalten, das in der Synagoge ausliegt. Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober jeweils sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Besuche können auch unter Muetter@synagoge-steinsfurt.org vereinbart werden.

 

Stadtmuseum und Geschichtsverein laden zum zweitägigen Jubiläumsfest ein

Am 12. und 13 September laden die Freunde Sinsheimer Geschichte und das Stadtmuseum Sinsheim zu einer Reise durch vier Jahrtausende Kraichgauer Geschichte ein. Anlass ist das 80-jährige Jubiläum von Verein und Museum, dem noch bis zum 13. September eine kleine Ausstellung gewidmet ist. Am selben Wochenende wird es auch möglich sein tief in die Geschichte der Region zu blicken.

Mehr über die Ausstellung und das Jubiläumsfest ist auf der Webseite des Museums www.stadtmuseum-sinsheim.de oder telefonisch unter 07261 404950 zu erfahren.

Quelle: Stadt Sinsheim

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