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Abschied vom Versicherungsprinzip?

14. Februar 2015 | Allgemeines, Das Neueste

Der Appetit der Versicherer auf Daten ihrer Versicherungsnehmer ist sehr groß. Verbraucher sollen immer mehr Informationen liefern. Als Belohnung winken Vergünstigungen – mal ein niedrigerer Versicherungsbeitrag, mal kleine Geschenke. Doch es sind massive Zweifel angebracht, dass das Datensammeln Verbrauchern tatsächlich Vorteile bietet.

Aktuell im Fokus sind Datensammelideen mit technischen Instrumenten wie Telematikbox und Apps. In der Kfz-Versicherung beispielsweise kann der Beitrag reduziert werden durch Einhalten besonderer Fahrvorgaben. „Was auf den ersten Blick vorteilhaft aussieht, wirft viele Fragen auf“, so Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Insbesondere in Sachen Datenschutz, Tarifgestaltung und Zukunft der Solidargemeinschaft gibt es massive Bedenken“.

Datenschutz: Verbraucher müssen die volle Kontrolle über ihre Daten behalten. Sie müssen wissen, welche Daten zu welchem Zweck gesammelt werden und jederzeit widersprechen können. Es muss sichergestellt sein, dass sämtliche datenschutzrechtlichen Aspekte genau eingehalten werden.

Tarifgestaltung: Auf Datenerhebung basierende Tarife und Anreizsysteme müssen valide und transparent gestaltet sein. Versicherer haben den jeweiligen Zusammenhang zwischen Fahrverhalten und Auswirkungen zu belegen. „So muss es nicht unbedingt sicherer sein, wenn man sein Fahrzeug stur extrem langsam bewegt“, so Grieble.

Entsolidarisierung: Die Grundidee einer Versicherung, dass Versicherungsnehmer mit höheren Risiken und Versicherungsnehmer mit niedrigeren Risiken zusammen ein Kollektiv bilden und alle einen bezahlbaren Beitrag leisten, wird durch technikbasierte Verhaltenstarife weiter ausgehöhlt.

„Es sieht zur Zeit nicht unbedingt so aus, dass die überschaubaren Vergünstigungen solcher Tarife tatsächlich die Einschränkungen, Probleme und Nachteile aufwiegen“, kritisiert Grieble.

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Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V.

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