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Reges Interesse an kultursensibler Elternsarbeit

24. November 2015 | Das Neueste, Gesellschaft, Photo Gallery

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Prof. Dr. Havva Engin vor hochkonzentrierten Zuhörerinnen und Zuhörern

(zg) Gut dreißig pädagogische Fachkräfte kamen auf Einladung der Stadtverwaltung Sinsheim zum Abendvortrag der Heidelberger Professorin Havva Engin. Äußerer Anlass dieser Veranstaltung ist die „Woche der Vielfalt“ des Oberbürgermeisters, die er gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten Inge Baumgärtner absolviert. Die kleine Veranstaltungsreihe dient dazu, den Blick für die Bevölkerung zu schärfen. Der Vortrag bezieht die pädagogischen Fachkräfte hier ein Stück mit ein.

Es ging um erfolgreiche Ansätze in der Elternarbeit für Zuwanderer. Die Klage ist fast so alt wie die Eltern­abende in Schulen und Kindergärten selbst. Es kommen immer die Eltern, die sowieso engagiert sind. Viele Eltern entziehen sich dem Gespräch mit den Lehrern und Erziehern. Bei zugewanderten Eltern kommen noch kulturelle Unterschiede bezüglich der Schule und Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache hinzu.

Die Heidelberger Hochschullehrerin war selbst als Kind aus der Türkei gekommen und musste sich durch das deutsche Schulsystem durchbeißen. Inzwischen gilt sie bundesweit als Expertin für Sprache und Bildung für Zuwandererkinder. Auf die Professur an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde sie berufen, um dort das Zentrum für Mi­gra­tionsforschung und Transkulturelle Pädagogik zu leiten.

Anzeige SwopperIn Sinsheim gab sie Einblick in aktuelle Zahlen zu Migranten und Flüchtlingen in der Region. Sie wies darauf hin, dass meist junge Leute die gefährliche Flucht nach Europa antreten. Diese jungen Menschen seien sowohl ein interessanter Personenpool für Arbeit­geber als auch eine Herausforderung für das Bildungssystem.

Das deutsche Schulsystem begreift sich heute als Partner der Eltern. Das ist in den Herkunftsländern meist grundlegend anders. Eltern müssen lernen, dies als Unterstützung wahrzunehmen. Umgekehrt benötigen pädagogische Fachkräfte Wissen und Sensibilität über kulturelle Unterschiede zu den Herkunftsländern.

Zu der Zusammenarbeit zwischen Schule und Familie müsse das Gemeinwesen als weiterer Partner hinzutreten. Die Verantwortung für die Zukunft der Kinder sollte gemeinsam wahrgenommen werden.

Fragen der Teilnehmer kamen dann vor allem zu den praktischen Seiten des kultursensiblen Arbeitens. Zu Beginn des Jahres hatte es einen von der Stadt organisierten Vortrag zum Thema Zwei­sprachigkeit für pädagogische Fachkräfte gegeben. Die Veranstaltung mit Engin war die zweite dieser Art. Beide Veranstaltungen waren gut besucht. Bedarf und Interesse nach interkulturellen und bildungsbezogenen Inputs scheinenge in Sinsheim vorhanden zu sein. So jedenfalls sehen es die „Macherinnen“ aus dem zuständigen Amt für Bildung, Familie und Soziales.

Quelle: Stadt Sinsheim

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