Andreas Schicker vor Heidenheim-Spiel: „Wir brauchen eine fokussierte Leistung“
Vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag hat Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker den erkrankten Cheftrainer Christian Ilzer auf der Spieltags-Pressekonferenz vertreten. Ilzer musste aufgrund eines Infekts kurzfristig passen. Ob der Trainer beim Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie stehen kann, sei derzeit noch offen. Die Entscheidung darüber soll erst kurzfristig fallen, erklärte Schicker.
Mit Blick auf den kommenden Gegner zeigte der 39-Jährige großen Respekt vor der Entwicklung des Vereins. Der Weg des 1. FC Heidenheim in den vergangenen Jahren sei beeindruckend, betonte Schicker und lobte besonders die Arbeit von Geschäftsführer Holger Sanwald und Trainer Frank Schmidt. Auch wenn Heidenheim aktuell eine schwierige Saison durchlebt, spiele das für die TSG keine Rolle. Für Hoffenheim gehe es darum, mit einer konzentrierten und fokussierten Leistung die drei Punkte auswärts mitzunehmen.
Zur aktuellen Situation der Mannschaft äußerte sich Schicker grundsätzlich positiv. Die Erwartungen seien gestiegen, was er als gutes Zeichen wertet. Hoffenheim habe einen starken Start ins Jahr 2026 hingelegt, auch wenn zuletzt die Effizienz vor dem Tor gefehlt habe. Die Niederlage gegen den FC St. Pauli habe die Mannschaft seiner Einschätzung nach gut verarbeitet, ein negativer Effekt auf die Stimmung im Team sei nicht zu spüren.
Auch auf mögliche Transfers im kommenden Sommer ging der Sport-Geschäftsführer ein. Einen großen Ausverkauf befürchte er nicht, auch wenn der Verein weiterhin auf Transfererlöse angewiesen sei. Viele junge Spieler hätten sich in dieser Saison stark entwickelt und große Fortschritte gemacht. Veränderungen im Kader seien dennoch normal und gehörten zu einer gesunden Entwicklung dazu.
Personell konnte Hoffenheim in der vergangenen Trainingswoche nahezu komplett arbeiten. Bis auf Koki Machida und Adam Hložek standen alle Spieler auf dem Trainingsplatz. Beide konnten allerdings bereits erste individuelle Einheiten absolvieren. Laut Schicker war im Training ein intensiver Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft zu erkennen.
Insgesamt zieht der Sport-Geschäftsführer ein positives Zwischenfazit der Saison. Die Mannschaft habe früh gezeigt, dass sie sich in eine gute Richtung entwickle und sich selbst das Ziel gesetzt, als Überraschungsteam der Liga aufzutreten. Dieses Ziel habe das Team bislang erreicht, erklärte Schicker. Angesichts des derzeitigen dritten Tabellenplatzes bewertete er die bisherige Spielzeit mit einer Schulnote zwischen 1- und 2+.
Auch zur neuen Gehaltskostengrenze der Deutschen Fußball Liga äußerte sich der Hoffenheimer Verantwortliche. Die TSG habe der Regelung zugestimmt, da eine Kaderkostenquote von 70 Prozent aus Sicht des Vereins wichtig für wirtschaftliche Stabilität sei. Schicker bezeichnete sich dabei ausdrücklich als Befürworter der neuen Regelung.
Am Montag steht zudem die Mitgliederversammlung der TSG an. Schicker räumte ein, dass dieses Thema auch ihn beschäftige. Er werde vor Ort sein und hoffe anschließend gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand die Zukunft des Vereins gestalten zu können.
Der kommende Gegner Heidenheim wartet derweil seit elf Ligaspielen auf einen Sieg und steht aktuell mit 14 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. In den bisherigen fünf direkten Duellen gewann Hoffenheim zweimal, drei Partien endeten unentschieden. Das Hinspiel in dieser Saison entschied die TSG durch Treffer von Fisnik Asllani, Tim Lemperle und Andrej Kramarić mit 3:1 für sich.








