Bleiben Sie informiert  /  Samstag, 20. Juni 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Beim Bärlauch sammeln ist Vorsicht geboten

16. April 2013 | Allgemeines, Das Neueste

„„Mit dem lang ersehnten Frühling beginnt auch wieder die Bärlauch-Saison. Viele zieht es dann in den Wald, um wilden Bärlauch zu sammeln. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn botanische Laien können die Blätter leicht mit den hochgiftigen Blättern von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen verwechseln. Diese Unwissenheit kann sogar tödliche Folgen haben. Daher rate ich Verbraucherinnen und Verbrauchern, die Kräuter im Zweifelsfall lieber nicht zu pflücken“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde in Stuttgart. Die gestielten, langen und schlanken Bärlauchblätter seien als milder Knoblauchersatz in der Frühjahrsküche ein Klassiker. Zur gleichen Zeit wie der Bärlauch hätten aber auch Herbstzeitlose und Maiglöckchen Saison. Da diese oft an ähnlichen Stellen wachsen, erhöhe sich die Verwechslungsgefahr. Unterscheiden ließen sich die Blätter durch den Geruch, so der Minister. „Nur beim Zerreiben von Bärlauchblättern entsteht der typische Knoblauchgeruch. Irgendwann nehmen die Hände allerdings den Knoblauchgeruch an, daher bietet auch dieser Kniff keine 100 prozentige Sicherheit.“

Herbstzeitlose und Maiglöckchen speichern in ihren Blättern Inhaltsstoffe, die nach dem Verzehr lebensgefährliche Vergiftungen auslösen können. Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Krämpfe, akute Kreislaufbeschwerden und blutiger Durchfall. Diese Symptome treten bereits zwei bis sechs Stunden nach dem Essen ein. „Kommt es nach dem Verzehr von vermeintlichem Bärlauch zu diesen Beschwerden, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden“, riet Bonde.

Im Zweifel oder bei Notfällen steht die kostenfreie Vergiftungs-Informations-Zentrale (VIZ) Freiburg unter der Telefonnummer 07 61-1 92 40 rund um die Uhr zur Verfügung. Im Jahr 2004 war ein älteres Ehepaar in Baden-Württemberg tot aufgefunden worden. Nach polizeilichen Ermittlungen hatte das Paar die gesammelten Blätter der Herbstzeitlosen mit Bärlauch verwechselt und war daran gestorben.

„Auch wild wachsender Bärlauch ist nicht ungefährlich, da die Blätter mit Eiern des Kleinen Fuchsbandwurms behaftet sein können. Da diese erst bei Kochtemperaturen ab 60 Grad abgetötet werden, bringt meist auch gründliches Waschen oder Einfrieren nichts“, warnte der Verbraucherminister. Rohe Bärlauchgerichte seien daher mit Vorsicht zu genießen. Wer auf sein Bärlauch-Pesto nicht verzichten möchte, sollte dafür keinen wild gesammelten Bärlauch verwenden.

Weitere Informationen zum Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de und unter www.bundesrat.de

Quelle: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 Sinsheim – Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv

Hier könnte Ihr Link stehen

Sinsheim Veranstaltungen

Das könnte Sie auch interessieren…

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall

Auffahrunfall auf der A6 bei der Rastanlage Kraichgau Süd Bei einem Verkehrsunfall auf der A6 in Fahrtrichtung Heilbronn sind am Freitagmittag zwei Personen leicht verletzt worden. Gegen 11:50 Uhr waren ein 45-jähriger Ford-Fahrer und eine 72-jährige Skoda-Fahrerin...

KLIMA Forum: Große und kleine Stromspeicher für zu Hause

KLIMA Forum: Große und kleine Stromspeicher für zu Hause Am Sonntag, 28. Juni, lädt die KLIMA ARENA Sinsheim von 15 bis 17 Uhr zu einem informativen KLIMA Forum mit dem Solarberater Stefan Hatos ein. Im Mittelpunkt steht das Thema „Große und kleine Stromspeicher für...

Unfall verursacht und abgehauen

Unfallflucht auf Parkplatz in Sinsheim – Toyota an Heckstoßstange beschädigt Ein bislang unbekannter Autofahrer oder eine unbekannte Autofahrerin hat am Dienstag in Sinsheim einen geparkten Toyota beschädigt und sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle...