Chance ausgelassen

(zg) Es hätte ein glückliches Osterwochenende sein können, weil Augsburg trotz Überlegenheit zuhause gegen Hannover verlor. Hoffenheim hätte von den vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz also einen oder sogar drei abschmelzen können. Wenn es gelungen wäre, Schalke massiv unter Druck zu setzen. So jedoch bleibt die Tabellenlage bei sieben noch ausstehenden Spielen einstweilen unverändert.

Defensiv ließ sich die Partie nicht schlecht an. In einem Spiel, das an Höhepunkten lange Zeit arm blieb, konnte Hoffenheim bis zur 72. Minute Schalke wirkungsvoll daran hindern, selber offensiven Druck zu erzeugen. Dann folgten die Höhepunkte Schlag auf Schlag. Schalke schoss drei schnelle Tore. In der 72., 79. und 83. Minute zerstob jeweils die Hoffnung, in Gelsenkirchen einen soliden Schritt in Richtung Klassenerhalt tun zu können.

1.500 Hoffe-Fans waren mitgefahren und hatten bis dahin mitgefiebert, denn Schalke wäre wohl zu schlagen gewesen. Man merkte den Gastgebern ab, wie verunsichert sie vom Verlauf der letzten Spiele waren. Auch das sonst so frenetische Schalker Publikum blieb phasenweise immer wieder still, in begründeter Sorge um ein erfolgreiches Saisonfinale. Als dann in schneller, schmerzhafter Folge drei Bälle unhaltbar ins Netz flogen, war es um die Schalker Zurückhaltung auf den Rängen geschehen, umgekehrt proportional zum Erleben der Hoffenheimer Fans.

Woran es der TSG diesmal sehr deutlich fehlte, nachdem dank höchster Aufmerksamkeit und massiver Konzentration auf die Abwehr kein frühes Gegentor fiel, war eine gewisse Beherztheit. Denn die umfassende Spielverhinderungsidee, die auf Schalke abzielte, wirkte sich ungewollt lähmend auch auf die eigene Spieleröffnung aus und verminderte den nötigen Offensivgeist.

Es war eines dieser Spiele, die richtungsweisende Qualität haben – was die Leistung von Schalke oder Hoffenheim nicht aufwerten soll. Tatsächlich war es kein gutes Bundesligaspiel, das beide den Zuschauern boten, richtungsweisend jedoch insofern, als hier ein intensiver Kampf nicht nur um Punkte, sondern auch und vor allem um Stabilisierung geführt wurde. Der Sieger in diesem Spiel, so viel war im Vorhinein klar, würde an Statur und Struktur gewinnen, der Verlierer einbüßen.

Für die verbleibenden sieben Spiele mit immerhin noch 21 zu vergebenden Punkten kann deshalb nur die Devise gelten, alles dafür zu tun, Mut und Beherztheit wiederzufinden. Düsseldorf kommt da als Gegner im Freitagabendspiel gerade recht. Den rheinischen Spielverhinderern wird man mit eigener Spielzerstörung nicht beikommen können. Um Düsseldorf zu besiegen, muss man sich unter der Woche wieder frisch machen, die Niederlage abstreifen und neue Zuversicht aufbauen – die Mannschaft und die Fans. Mit einem neuen gemeinsamen Anlauf könnte dann, falls Augsburg erneut verliert, die Tabellensituation erheblich aussichtsreicher aussehen.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim

Veröffentlicht am 3. April 2013, 13:00
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