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Darmkrebs: Vorsorge, Therapie, Operation

21. März 2026 | Gesundheit, Leitartikel

Darmkrebs

Darmkrebs: Vorsorge, Therapie und moderne Behandlungsmöglichkeiten

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland – doch früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Diese zentrale Botschaft stand im Mittelpunkt eines Vortragsabends in der GRN-Klinik Sinsheim, bei dem Experten informierten und ein Patient seine persönlichen Erfahrungen teilte.

Dr. Erik-Sebastian Fuchs, Chefarzt der Gastroenterologie, machte deutlich, dass Darmkrebs grundsätzlich jeden treffen kann. Jährlich erkranken in Deutschland rund 63.000 Menschen, mehr als 24.000 sterben daran. Viele dieser Fälle wären aus medizinischer Sicht vermeidbar. „Darmkrebs ist in vielen Stadien heilbar und kann durch Vorsorge sogar verhindert werden“, betonte Fuchs. Neben regelmäßigen Untersuchungen spiele auch der Lebensstil eine wichtige Rolle: Bewegung, gesunde Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten senken das Risiko deutlich.

Vorsorge ab 50 Jahren

Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre aus zunächst gutartigen Polypen. Genau hier setzt die Vorsorge an. Seit 2002 gehört die Darmspiegelung in Deutschland zu den etablierten Früherkennungsmaßnahmen. Frauen und Männer ab 50 Jahren haben alle zehn Jahre Anspruch auf diese Untersuchung, die von den Krankenkassen übernommen wird. Alternativ kann alle ein bis zwei Jahre ein Stuhltest durchgeführt werden.

Beide Methoden haben ihre Vorteile: Die Darmspiegelung gilt als besonders zuverlässig und ermöglicht es, Polypen oder sogar sehr frühe Tumore direkt zu entfernen. Der Stuhltest ist weniger aufwendig, muss dafür aber regelmäßig wiederholt werden. Fällt er positiv aus, wird im Anschluss eine Darmspiegelung durchgeführt.

In der GRN-Klinik Sinsheim kommt bei Darmspiegelungen seit 2025 zusätzlich künstliche Intelligenz zum Einsatz. Diese unterstützt bei der Erkennung selbst kleinster Polypen und sorgt für eine gleichbleibend hohe Untersuchungsqualität.

Moderne Therapie und Operation

Auch bei fortgeschrittenem Darmkrebs bestehen heute gute Behandlungsmöglichkeiten. Dr. Matthias Hassenpflug, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, erläuterte die aktuellen Therapieverfahren. Viele Tumore können bereits im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt werden. Ist eine Operation notwendig, erfolgt diese häufig minimalinvasiv über kleine Schnitte in der Bauchdecke.

Dabei wird der betroffene Darmabschnitt samt umliegendem Gewebe und gegebenenfalls betroffenen Lymphknoten entfernt. Anschließend werden die gesunden Darmteile wieder miteinander verbunden. In bestimmten Fällen – etwa bei Enddarmkrebs – kann vor der Operation eine Chemotherapie sinnvoll sein, um den Tumor zu verkleinern.

Patient berichtet von seinen Erfahrungen

Wie eine solche Behandlung ablaufen kann, schilderte ein 82-jähriger Patient aus dem Publikum. Bei seiner ersten Darmspiegelung wurde ein bereits fortgeschrittener Tumor entdeckt. Kurz darauf wurde er in der GRN-Klinik operiert.

Nur wenige Tage nach dem Eingriff zeigte er sich dankbar und erleichtert: Ihm gehe es sehr gut, und er fühle sich bestens betreut. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, anderen die Angst vor Vorsorgeuntersuchungen zu nehmen und appellierte, diese Angebote rechtzeitig wahrzunehmen.

Fazit

Der Vortragsabend machte deutlich: Darmkrebs ist eine ernstzunehmende Erkrankung – aber durch Vorsorge, moderne Diagnostik und fortschrittliche Therapien heute in vielen Fällen gut behandelbar oder sogar vermeidbar. Entscheidend ist, die angebotenen Untersuchungen frühzeitig zu nutzen.

Foto: GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar

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