Ein bisschen mehr Anette bitte!

Hinweis zum Bewerbungsschluss der Anette-Albrecht-Medaille am 31.7.2017

von Nicoletta Rapetti, BiBeZ e.V.

(zg) „Wenn schon aus der Rolle fallen, dann richtig“, so könnte man den Lebensstil von Anette Albrecht beschreiben. Eine auffällige Behinderung zu haben sei ihr entgegengekommen, sagte sie einmal in einem Interview, habe sie doch schon immer den Wunsch verspürt, im Mittelpunkt zu stehen. Und das war es, worum es ihr ging: mittendrin sein statt nur dabei, nicht einfach teilhaben, sondern ganz und gar mitgestalten.

Ihres Zeichens Mitbegründerin des Bildungs- und Beratungszentrums für Frauen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen (BiBeZ e.V.) war sie zweifellos eine Erscheinung. Von Geburt an gezeichnet durch die sogenannte Glasknochenkrankheit wollte sie sich nicht abfinden mit jenem Platz in der Randlage der Gesellschaft, den man Menschen mit Behinderungen für gewöhnlich gerne bereitstellt. Sie wollte nicht umsorgt werden, sondern mitreden. Und wo sie schon dabei war, unbescheiden und unbequem einzufordern, was ihr zustand, setzte sie sich gleich für Mitbetroffene ein.  Ihr Engagement war alles andere als altruistischer Natur, sie hatte vielmehr verstanden, dass erst die Masse zu einer Macht wird, die etwas verändern kann.

Heute, 10 Jahre nach Anette Albrechts Tod und 35 Jahre nach den Anfängen der Behindertenbewegung, geht es uns darum, die „Anettes der jetzigen Zeit“ mit dem Integrationsförderpreis „Anette-Albrecht Medaille“ herauszustellen, wahrzunehmen und zu würdigen. Und das nicht, um engagierte Menschen lediglich zu bewundern und sich in ihrem Glanze zurückzulehnen. Wir wollen mit dieser Auszeichnung ermöglichen, dass an diese besonderen Handlungen angeschlossen werden kann, indem sie von anderen Menschen gesehen werden. Wir wollen fördern, dass wieder etwas mehr aus der Rolle gefallen wird. Wir wollen einfach ein bisschen mehr Anette bitte! 

Wer also im eigenen Umkreis solche großen und kleinen Helden kennt, der kann sie als Vorschläge für unseren Integrationspreis einreichen. Eine Jury bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderungen wird darüber entscheiden, wem die Ehre gebührt. Im Rahmen der Feier zum 25jährigen Jubiläum des BiBeZ wird der Preis in Form eines Preisgeldes am 19. Oktober festlich vergeben. Unser Bewerbungsschluss ist der 31.07.2017, die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.bibez.de.

Anzeige SwopperQuelle: Silke Hartmann

Veröffentlicht am 7. Juli 2017, 07:30
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