Erster SWEG-Bus mit Trennscheibe am Fahrerarbeitsplatz ausgerüstet

Bis zum Sommer erhalten alle Busse im gesamten SWEG-Verkehrsgebiet die Schutzmaßnahme / Fahrscheinkauf beim Busfahrer wieder möglich / SWEG setzt damit höchstmögliche Hygienestandards um

(zg) Die erste Trennscheibe am Fahrerarbeitsplatz ist am Donnerstag, 14. Mai 2020, in einem SWEG-Linienbus eingebaut worden. Die Scheibe soll sowohl den Fahrer als auch die Fahrgäste vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen. Der Bus ist eines von zunächst zehn Fahrzeugen, die im SWEG-Verkehrsbetrieb Mittelbaden Lahr umgerüstet und in Kürze im Lahrer Stadtverkehr eingesetzt werden. In diesen Bussen sind dann sofort auch wieder der Einstieg vorne und der Fahrscheinkauf beim Busfahrer möglich. „Bis zum Sommer sollen alle unsere 400 Busse und die unserer Tochterunternehmen mit dieser Trennscheibe ausgerüstet sein“, kündigt der SWEG-Vorstandsvorsitzende Tobias Harms an.

Einbau-Lösung ist vom TÜV abgenommen

Der Einbau einer Scheibe ist relativ aufwendig und nimmt bis zu vier Stunden pro Fahrzeug in Anspruch. Das Material wird als Bausatz geliefert und in den Buswerkstätten der SWEG in Lahr, Weil am Rhein, Wiesloch, Dörzbach und Gammertingen in die Linienbusse eingebaut. „Es handelt sich bei unserem Einbau um eine vom TÜV abgenommene Lösung – nicht etwa um einen Schnellschuss aus der Bastelkiste“, erläutert Stephan Wisser, Leiter des SWEG-Fachbereichs Fahrzeugtechnik und Buswerkstätten. „Die Trennscheiben bestehen aus hochentspiegeltem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) und weisen zwei Öffnungen zum Durchreichen von Geld und Fahrscheinen auf“, ergänzt Peter Schäfer, Geschäftsführer der MedeleSchäfer GmbH aus Bayern. Schäfer hat eine technische Lösung für die Schutzeinrichtung entwickelt und vermarktet diese selbstständig. Darüber hinaus ließ Schäfer ein spezielles Reinigungsmittel entwickeln, das sogar Corona-Viren entfernt. „Mit diesem zusätzlichen Hygiene-Aspekt wurde das Produkt konsequent zu Ende gedacht. Die SWEG setzt damit höchstmögliche Hygiene-Standards um.“, freut sich Harms. Die Trennscheiben sollen in den Bussen dauerhaft zum Einsatz kommen. Vor dem Hintergrund der Dauerfestigkeit und Pflege fiel die Entscheidung bewusst auf diese wertige Einbaulösung.

Absperrungen in den umgebauten Bussen können beseitigt werden

Sobald ein Linienbus mit der neuen Trennscheibe im Einsatz ist, können auch die Sperrung des Busfahrerarbeitsplatzes und die der vorderen Eingangstür aufgehoben werden, sodass der Kauf von Fahrscheinen direkt beim Fahrer möglich ist. In welchen Bussen diese Möglichkeit besteht erkennen Fahrgäste an einem Aufkleber, der an der Frontscheibe der jeweiligen Fahrzeuge angebracht ist. Eine Mitfahrt ohne Fahrschein war in allen SWEG-Verkehrsmitteln aber ohnehin nie erlaubt gewesen. „Die Einnahmen aus den Fahrscheinverkäufen sind ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der SWEG“, macht Tobias Harms deutlich.

Quelle: Monika Eckenfels

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Veröffentlicht am 21. Mai 2020, 16:29
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