FDP bleibt skeptisch gegenüber Windkraftanlagen

Im Vergleich: Der Mannheimer Fernsehturm (212 m), ein Windkraftrad (250 m) und die ev. Kirche Reichartshausen (ca. 25 m) – Fotomontage der FDP Reichartshausen

(zg) Auch nach der Informationsveranstaltung der Gemeinde Reichartshausen bleibt die FDP gegenüber den geplanten Windkraftanlagen skeptisch eingestellt. Dies war der einstimmige Tenor auf einem eigens einberufenen Mitgliedertreffen der Liberalen.

Die FDP in Reichartshausen war sich auf ihrem Mitgliedertreffen einig, dass man den Bau der Windkraftanlagen lediglich dann befürworten wird, wenn das Gutachten eine angemessene Windgeschwindigkeit ergibt, eine vernünftige Wirtschaftlichkeit sichergestellt ist und alle Bedenken der Bürgerinnen und Bürger ausgeräumt sind. Nur dann seien die massiven Einschnitte in die Lebensqualität und in die Natur zu rechtfertigen. Bei einer geringen Wirtschaftlichkeit werde man sich weiterhin gegen das Projekt positionieren. Denn eine geringe Wirtschaftlichkeit, bedeute auch geringste Steuereinnahmen für die Gemeinde Reichartshausen.

Das Argument, dass private Investoren in den kommenden Jahren an jeder beliebigen Stelle in Reichartshausen Windkraftanlagen bauen könnten, entkräftete die FDP gekonnt. So ist man der Ansicht, dass kein vernünftiger Geldgeber sein Geld in einen geringst profitablen Standort investiert. Dies sei eher einem staatlichen Unternehmen wie der Zeag zuzutrauen, deren Führungs- und Aufsichtsratsposten mit Freunden und Vertrauten der grün-roten Landesregierung besetzt sind. „Auch ein Winfried Kretschmann weiß, dass er keine weitere Amtszeit in Baden-Württemberg regieren wird. Daher ist es doch nur verständlich, dass er sich nun noch möglichst viele Denkmäler setzen möchte. Bezahlt werden die unrentablen Denkmäler jedoch durch jeden einzelnen Bürger durch immer höhere  Strompreise“, ist sich die FDP-Vorstandschaft um Patrick Klein und Jürgen Briesemann einig.

Einigkeit bestand ebenfalls bei dem Punkt, dass man auch in Reichartshausen nicht die Augen vor den regenerativen Energien verschließen könne, schließlich wurde, wie von der SPD Reichartshausen folgerichtig hingewiesen, die Energiewende von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossen.

Doch die FDP Reichartshausen ist sich sicher, dass die Energiewende kein Freifahrtschein für beliebig viele Windkraftanlagen ist. Die Energiewende müsse weiterhin mit einer gewissen Portion Vernunft vollzogen werden, Energie solle dort gewonnen werden, wo es sich auch wirklich lohnt! Ob die Windenergie für Reichartshausen eine Alternative darstellt, wird das Ergebnis des neutralen Gutachtens zeigen. Andernfalls müsse man eben nach einer anderen Form der regenerativen Energiegewinnung in Reichartshausen suchen.

Quelle: Presse FDP Reichartshausen

Veröffentlicht am 7. Januar 2013, 12:00
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