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GRN-Klinik Sinsheim ist zentrale Infrastruktureinrichtung für die Region

19. September 2020 | CDU, Das Neueste, Photo Gallery

Dr. Albrecht Schütte MdL (CDU) informierte sich bei der Klinikleitung

(v.l.n.r.) Klinikapotheker Jan Wilhelm, ärztliche Direktor Dr. Johannes Berentelg, Pflegedienstleiterin Claire Manuela Fey, Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU), Klinikleiter Thorsten Großstück.

(zg) Zu einem spätsommerlichen Gespräch mit der Klinikleitung kam der örtliche Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte (CDU) in die GRN-Klinik Sinsheim. Gemeinsam stellten Klinikleiter Thorsten Großstück, der ärztliche Direktor Dr. Johannes Berentelg, Pflegedienstleiterin Claire Manuela Fey und Klinikapotheker Jan Wilhelm die Entwicklung des Krankenhauses bis Anfang 2020 und aktuell unter Corona-Bedingungen vor.

In den letzten Jahren wurde nicht nur die Region medizinisch hervorragend versorgt, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich gearbeitet. Die Anzahl der versorgten Patienten nimmt zu. Besonders gilt das in der Geburtshilfe, seit die entsprechende Abteilung in Mosbach geschlossen wurde. Eine sehr positive Entwicklung, allerdings mit dem Nachteil, dass die Finanzierung der Geburtshilfe bei weitem nicht auskömmlich ist. Hier müsse sich eine Änderung der Krankenhausfinanzierung ergeben, waren sich alle einig. 

Wegen der Corona-Pandemie sei eine Einschätzung der Wirtschaftlichkeit für 2020 kaum möglich. Grundsätzlich seien die Ausgleichzahlungen für freigehaltene stationäre Betten zwar auskömmlich. Allerdings gebe es im ambulanten Bereich und bei Dienstleistungen rund um das Krankenhaus Mindereinnahmen. Auch dafür seien, so der Abgeordnete, zusätzliche Mittel des Landes in Höhe von circa 125 Millionen Euro für die kommunalen Krankenhäuser gedacht. Die Verteilung der Mittel zwischen den Krankenhäusern werde gerade abgeklärt.

Dankbar waren die Vertreter der GRN-Klinik für die vom Land zusätzlich beschafften Beatmungsgeräte, wenn auch die verschiedenen Fabrikate die Anwendung sehr komplex gestalten.

Eine weitere Anpassung der Finanzierung betrifft die Vergütung der Pflege. Diese werde seit Anfang des Jahres von den sogenannten Fallpauschalen getrennt bezahlt, um einen Anreiz zu setzen, mehr Pflegepersonal zu beschäftigen. Grundsätzlich ein guter Ansatz, so Fey. Allerdings sei es wichtig, so die Forderung, sämtliche, auch pflegeentlastende Leistungen,  ausreichend zu berücksichtigen, zumal ein harter Wettbewerb um Fachkräfte in der Pflege bestehe. Man befinde sich zudem im Gespräch mit der Stadt, um z.B. über die weitere Verbesserung der Nahverkehrsanbindung und den Ausbau der Kinderbetreuung die Attraktivität der Arbeitsplätze weiter zu erhöhen.

Gerade bei der erfolgreichen Bewältigung der Corona-Krise im März und April habe sich einmal mehr die Wichtigkeit eines Krankenhauses in Sinsheim gezeigt, ergänzte Großstück. Dabei würden wesentliche Leistungen – wie etwa die Vorhaltung einer Notaufnahme – bei weitem nicht ausreichend finanziert. „Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass genau solche Leistungen in der Krankenhausfinanzierung zukünftig besser berücksichtigt werden. Das muss Thema von eventuellen Koalitionsverhandlungen in Land und Bund nach den Wahlen sein.“, machte Schütte klar. „Es kann nicht sein, dass die medizinische Versorgung vor allem vom Wohnort abhängt.“ Auch die Tatsache, dass Baden-Württemberg zwar mit die höchsten Lohnkosten hat, dies aber auf der anderen Seite bei den Erlösen keine Berücksichtigung findet, dürfe so nicht bleiben.

Zum Abschluss des Termins tauschte sich Schütte mit Wilhelm über die Medikamentenversorgung aus. Bereits vor Corona gab es bei der Versorgung immer wieder Engpässe, weil teilweise Wirkstoffe weltweit nur noch an einem Standort , oft Indien oder China, produziert würden. Das Thema hatte der Abgeordnete daher mit einem Antrag im Landtag aufarbeiten lassen. Jetzt sei es wichtig, in die Wahlprogramme für das nächste Jahr und dann auch in mögliche Koalitionsverträge z.B. einzuarbeiten, dass Verträge mit Pharmafirmen für die Lieferung von Medikamenten nur dann zu Vorzugskonditionen möglich seien, wenn mehr als ein Produktionsstandort nachgewiesen werden könne.

Quelle: Albrecht Schütte

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