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Handwerk startet Offensive für Bürokratieabbau

3. November 2021 | Das Neueste, Gewerbe

(zg) Die Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg leiden unter immer größer werdenden bürokratischen Belastungen. Dabei gibt der Koalitionsvertrag der Landesregierung ein ehrgeiziges Ziel vor: Die Landesregierung will bis zu 500 Millionen Euro Bürokratiekosten einsparen. Um dieses Thema voranzutreiben, hat der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) jetzt 30 konkrete Vorschläge und Forderungen zum Abbau von Bürokratie vorgelegt. Im November lädt der Handwerkstag dann gemeinsam mit dem Normenkontrollrat zur Tagung „Weniger ist MehrWert! Bürokratieabbau im Handwerk“.

„Unsere Handwerksbetriebe sehen sich ständig neuen und komplexeren Regelungen und Vorschriften gegenüber. Da die Inhaber zu großen Teilen im Tagesgeschäft eingebunden sind, bleibt für Bürokratie häufig nur der Abend und das Wochenende. Wir unterstützen daher das Anliegen der Landesregierung, Bürokratiekosten einzusparen. Ankündigung dieser Art gab es bereits mehrfach, nur an der Umsetzung hapert es oft.  Dabei hilft jede Entlastung kleinen Betrieben, sich auf den Kern ihres Geschäfts konzentrieren zu können. Und gute Geschäfte bedeuten sichere Arbeitsplätze und stabile Steuereinnahmen. Wir haben deshalb zahlreiche Vorschläge auf Basis von konkreten Praxisbeispielen erarbeitet und erwarten, dass die Landesregierung diese aufgreift“, so Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold.

In seinem Positionspapier befasst sich der Handwerkstag mit Themen, die den Betrieben aktuell besonders auf den Nägeln brennen: Dabei geht es um zu komplizierte Formulare, Bescheide und amtliche Schreiben, um die Verringerung der Dokumentations-, Nachweis- und Meldepflichten, mehr Digitalisierung im Kontakt zwischen Unternehmen und Behörden, mehr Pragmatismus im Verwaltungshandeln und auch um den Wegfall obsoleter oder doppelter Regelungen.

Am 17.November (14-15.30 Uhr) bringt der Handwerkstag zudem in einer hybriden Veranstaltung die wichtigsten Akteure für landesweiten Bürokratieabbau auf eine Bühne. Vertreter aus Handwerk, Staatsministerium und Kommunalpolitik diskutieren, welche Perspektiven sich für das Handwerk bieten und worin echte Mehrwerte in Sachen Bürokratieabbau bestehen würden.

Quelle: Jens Nusser

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