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Handwerkskonjunktur: Stimmung im 4.Quartal 2018 besser als im Vorjahr

26. Januar 2019 | Das Neueste, Gewerbe

(zg) Die baden-württembergischen Handwerksbetriebe waren im vierten Quartal 2018 zufriedener als noch vor einem Jahr. Eine gewisse Skepsis mit Blick auf die künftige Geschäftsentwicklung ist dennoch zu spüren, so der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) in seinem aktuellen Konjunkturbericht.

78 Prozent der Betriebe beurteilten das Schlussquartal 2018 als gut, vor einem Jahr taten dies nur 74 Prozent. Nur fünf Prozent zeigten sich unzufrieden, im Vorjahr waren dies noch 6,3 Prozent. Bis auf wenige Ausnahmen schätzen alle Inhaber ihre Lage als besser als vor einem Jahr ein.

„Die wichtigste Nachricht: Unseren Betrieben ging es zum Ende des Jahres gut und größtenteils sogar besser als im Vorjahr. Umsatz und Auftragslage liegen weiter auf Rekordkurs, sind allerdings nur mit einer enormen Kraftanstrengung der Betriebe zu leisten. Denn viele würden zwar gerne zusätzliche Mitarbeiter einstellen, finden diese aber wegen der angespannten Fachkräftesituation nicht“, so BWHT-Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel.

Zwar gaben etwas mehr Betriebe (9%) an, dass sich die Zahl Mitarbeiter erhöht habe, als Betriebe von einem Beschäftigungsrückgang berichteten (7%). Trotzdem geht das baden-württembergische Handwerk nach wie vor von etwa 40.000 unbesetzten Stellen aus. Gleichzeitig ist die Auslastung der Betriebe im vierten Quartal nochmals leicht auf gut 85 Prozent gestiegen. Auch die Auftragsentwicklung war stabil hoch.

Vogel: „Wir stellen aber fest, dass die Betriebe das neue Geschäftsjahr etwas skeptischer sehen. Die Aufträge für die kommenden Monate sind gesichert und werden weiter für eine gute wirtschaftliche Lage der meisten Betriebe sorgen. Aber mehrere Gewerkegruppen befürchten eine negative Entwicklung. Das gibt Anlass zur Sorge und wird von uns genau beobachtet.“

Beim Bauhauptgewerbe, beim Nahrungsmittelgewerbe, beim Kfz-Gewerbe und den Dienstleistern wird eine Verschlechterung der Geschäftslage erwartet. Ein Teil der negativen Einschätzungen lässt sich auf die Witterung zurückführen. „Gerade beim KFZ-Gewerbe sehen wir hier aber ganz deutlich die Konsequenzen aus Diesel-Skandal und Fahrverboten. Das sollte auch die Politik aufschrecken und bei der vorschnellen Verteufelung des Diesels nachdenklich werden lassen“, so Vogel abschliessend.

Quelle: Marion Buchheit

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