Heimische Landwirtschaft kann das Rebhuhn fördern

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Rebhuhn in landwirtschaftlicher Nutzfläche. Foto: René Greiner

(zg) Die Rheinebene ist vor allem von landwirtschaftlichen Nutzflächen geprägt. Viele Tiere und Pflanzen sind an Äcker, Felder und Hecken angepasst und finden dort ihre speziellen Lebensräume. Durch den Flächenverlust von Straßen- und Siedlungsbau sowie der Intensivierung der Landwirtschaft wird Arten der Lebensraum genommen. Darunter leiden etliche Tiere, wie z. B. das Rebhuhn, welches in der Roten Liste Baden-Württembergs als vom Aussterben bedroht eingestuft wird.

Im Rhein-Neckar-Kreis gibt es noch einige Vorkommen des Rebhuhns, auch in Altlußheim. Um den ursprünglich steppenbewohnenden Vogel zu fördern hat sich der dortige Jagdpächter, Herr Wolfgang Reinhardt, an Frau Katrin Naumann vom Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar e.V. (LEV) gewandt. Gemeinsam möchte man mit engagierten Landwirten Maßnahmen umsetzen, um dem Rebhuhn wieder mehr Lebensraum für Nahrung (Samen und Insekten) sowie Deckung (Schutz) zu ermöglichen. Dafür soll auf kleinen Flächen eine geeignete Blühmischung zur Förderung von Niederwildarten ausgebracht werden. Die Blühmischung wird von der Kreisjägerschaft und vom LEV finanziert. Im Frühjahr wird mit der Aussaat auf den Flächen in Altlußheim gestartet und interessierte Landwirte oder Jäger können sich gern an den LEV wenden, wenn sie ebenso das Rebhuhn sowie weitere Arten der Agrarlandschaft fördern möchten. Die Anrechnung als ökologische Vorrangfläche im Gemeinsamen Antrag oder eine finanzielle Förderung über die Landschaftspflegerichtlinie von Baden-Württemberg ist möglich.

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Potenzieller Rebhuhnlebensraum zwischen Äckern in Altlußheim. Foto: LEV

Anzeige SwopperEin Landschaftserhaltungsverband ist ein Bündnis, in dem Kommunen, Landwirte und Naturschützer freiwillig und gleichberechtigt zusammenarbeiten. Der Landschaftserhaltungsverband Rhein-Neckar e.V. wurde am 28. Februar 2013 gegründet. Neben dem Rhein-Neckar-Kreis sind derzeit 44 Kommunen aus dem Landkreis, der Landesnaturschutzverband, der Kreisbauernverband, der Maschinenring Kraichgau, der BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald, der Kreisverband für Obstbau Garten und Landschaft Heidelberg e.V. sowie der Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. Mitglieder des LEVs.  Zu den zentralen Aufgaben des LEVs gehören u.a. die Organisation der Landschaftspflege zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung von Kulturlandschaften, die Umsetzung von Natura 2000 Managementplänen, die Durchführung und Förderung von Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz sowie eine weitreichende Öffentlichkeitsarbeit. Bei Fragen oder Interesse erreichen Sie den LEV in der Muthstraße 4, 74889 Sinsheim, Telefon 07261 – 9466 5393, E-Mail: [email protected]

Veröffentlicht am 12. Februar 2017, 07:30
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