In gerade einmal sechs Wochen fast 5000 Seniorinnen und Senioren getestet

Gesundheitsamt zieht positives Fazit aus Corona-Flächentests in Alten- und Pflegeheimen: Die Quote liegt bei nur 0,02 Prozent

(zg) Nur ein Virusnachweis bei 4892 Abstrichen: Dieses erfreuliche Ergebnis kann nun das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises anlässlich der bislang größten Flächentestung im Zusammenhang mit dem Coronavirus mitteilen. In 85 Alten- und Pflegeheimen im Rhein-Neckar-Kreis sowie in der Stadt Heidelberg waren innerhalb von sechs Wochen Teams des Gesundheitsamtes im Einsatz gewesen, um Seniorinnen und Senioren auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu testen. „Es war eine große Herausforderung, die wir gemeinsam mit den Einrichtungen in kürzester Zeit toll gemeistert haben“, zieht Dr. Britta Knorr, die die Flächentestung koordiniert hat, ein positives Fazit.

Sieben Ärztinnen und Ärzte waren mit Unterstützung von 41 Medizinstudierenden insgesamt 2125 Arbeitsstunden unterwegs, um vor Ort in den Einrichtungen die Corona-Abstriche vorzunehmen. Doch was bedeutet die Tatsache, dass bei dieser Flächentestung nur in einem Fall das Virus nachgewiesen werden konnte? „Zum einen, dass wir von einer niedrigen Dunkelziffer in den Heimen ausgehen können, was unentdeckte Corona-Infektionen betrifft, und zum anderen, dass die getesteten Einrichtungen die Hygienemaßnahmen gut umgesetzt haben“, erklärt Dr. Knorr. Zwar habe es durchaus auch Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gegeben, doch diese seien stets schnell von den Einrichtungsleitungen gemeldet worden, sodass in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt umgehend Maßnahmen eingeleitet werden konnten, lobt sie die sehr gute Zusammenarbeit.

Die Ärztin sowie ihre Kolleginnen und Kollegen sind froh, dieses Projekt nun erfolgreich abgeschlossen zu haben, und erinnern sich zugleich gerne an so manche nette Begegnung: „Die Rückmeldungen, die unsere Teams vor Ort von den Seniorinnen und Senioren erhalten, waren durchweg freundlich und herzlich. Trotz des durchaus ernsten Anlasses gab es auch immer wieder Anlass zum Schmunzeln, etwa durch einen flotten Spruch von den Bewohnenden“, sagt Dr. Britta Knorr.

Weitere Großprojekte waren notwendige Tests, die in Heimen in Ladenburg (104), in Hockenheim (78) und in Weinheim (332) stattfanden.

Imposanter Materialverbrauch

Dementsprechend imposant sind die Zahlen über den Materialverbrauch, die Dr. Britta Knorr mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammengestellt hat. So wurden bei den Flächentestungen folgendes Material verwendet:

Verbrauchtes Material bei den Flächentestungen:

265 Einmal-Overalls

425 FFP2 Schutzmasken

800 Mund-Nasen-Schutz

1000 Schuhüberzieher

960 Plastikschürzen

2100 Paar Handschuhe

270 OP-Hauben

35 Liter Händedesinfektionsmittel

Quelle: Silke Hartmann

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Veröffentlicht am 30. Juni 2020, 12:41
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