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Individualität schlägt Schwarmintelligenz

23. September 2013 | Das Neueste, TSG 1899 Hoffenheim

1:2 stand es nach 90 Minuten aus Sicht der TSG am Samstagnachmittag in Wolfsburg. Anthony Modeste hatte die Kraichgauer in der 15. Minute in Führung gebracht, aber Ivica Olic drehte die Partie kurz vor und nach der Pause (44., 48.) zu ungunsten der Kraichgauer. 1899-Trainer Markus Gisdol hatte vor dem Spiel eine „ausgeprägte Schwarmintelligenz“ gefordert. Letztlich setzte sich aber die individuelle Stärke der Wolfsburger – besonders von Doppeltorschütze Olic – durch.

Mit einer im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen veränderten Startelf ging die TSG in die Partie. Roberto Firmino rückte nach seiner Bänderverletzung wieder für Kai Herdling in das Team, Robin Szarka ersetzte den krankheitsbedingt fehlenden Tarik Elyounoussi und kam so zu seinem Bundesliga-Startelfdebüt.

Von Beginn an setzten beide Mannschaften auf Pressing und versuchten den Gegner zu Fehlern im Spielaufbau zu zwingen. Nach 15 gespielten Minuten klingelte es dann zum ersten Mal. Als Ja-Cheol Koo den Ball zu Keeper Diego Benaglio köpfte, stand Anthony Modeste goldrichtig, schnappte sich den Ball, umkurvte Benaglio und netzte sicher zum frühen 1:0 für die TSG ein.

15 Minuten später hatte Modeste das 2:0 auf dem Fuß, wurde jedoch im letzten Moment von Naldo gestoppt. Es blieb beim 1:0. Mit dem Führungstreffer im Rücken stand die TSG sicher und ließ kaum Chancen der „Wölfe“ zu. Doch kurz vor der Halbzeit kamen die Wolfsburger zum Ausgleich. David Abraham blockte einen Schuss von Schäfer, der Ball landete auf dem Fuß von Olic, der so in der 44. Minute für das 1:1 sorgte. Das Fazit der ersten Hälfte? Wolfsburg hatte mehr Spielanteile, die TSG war durch Konter aber jederzeit gefährlich.

Eiskalt erwischt

Zu Durchgang zwei nahm Markus Gisdol einen Wechsel vor – Kai Herdling kam für Robin Szarka ins Spiel. Auch Dieter Hecking wechselte und brachte Ivan Perisic für Koo. Das Spiel war kaum wieder angepfiffen, da gingen die Gastgeber in Führung. Nach einem Ballverlust auf der linken Seite konnte Olic Jannik Vestergaard überwinden und versenkte den Ball über Koen Casteels hinweg im Tor (48.). Wolfsburg zeigte sich durch den Treffer beflügelt und versuchte nachzulegen, doch die TSG hielt dagegen und übernahm sogar mehr und mehr die Initiative. Die dadurch entstehenden Räume sorgten für ein offenes Spiel.

Nach 68. Minuten wechselte Gisdol erneut – Roberto Firmino, nach seiner Verletzung noch nicht bei 100 Prozent, machte für Joker Sven Schipplock Platz. 1899 kam in dieser Phase besser ins Spiel, kämpfte und hatte mehr Ballbesitz. Dieser Trend sollte sich bis zum Ende der Partie fortsetzen – 1899 warf alles nach vorne und wollte den Treffer zum 2:2 erzwingen. Doch die Drangphase wurde nicht belohnt; die TSG musste mit leeren Händen den Heimweg in den Kraichgau antreten.

Zeit zum Lamentieren bleibt für Markus Gisdol und sein Team nur wenig. Bereits am Dienstag (20.30 Uhr) geht es in der Sinsheimer Arena in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Energie Cottbus.

Quelle: TSG 1899 Hoffenheim

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